Sie dürfen nicht in dieses Buch schreiben
Gedanken zum Mitdenken, 51. Woche:

SefmA ist nicht links, SefmA ist nicht rechts. SefmA ist vorne.

Übrigens:
Querdenker sind uns immer willkommen, Quertreiber nicht.
Gedanken zum Mitdenken, 50. Woche:

Die Notwendigkeit besiegen selbst die Götter nicht. (Livius)
Emanzipation, leichter gesagt als getan.

Der Begriff “Emanzipation” ist erst in jüngerer Zeit in den allgemeinen Sprachgebrauch gelangt. Er geht jedoch in seiner Bedeutung zurück auf das alte römische Recht.

Damals stand das Wort “mancipium” sinngemäß für rechtmäßiges Eigentum, insbesondere für das Eigentum an einem Sklaven (oder auch an einem Haustier). Ein Sklave stand somit im “mancipium” seines Besitzers, war von diesem umfassend und in jeder Weise abhängig.

Im alten Rom kam ein förmlicher Kauf dadurch zustande, dass der Käufer das erworbene Lebewesen - in Gegenwart von Zeugen - mit der Hand ergriff und wegführte. Deshalb steckt im Begriff das lateinische Wort für Hand: “manus”. Für den Erwerb und den Besitz eines Sklaven (oder einer Sklavin) stand also das Wort “mancipium”.

Jemanden aus dieser totalen Abhängigkeit zu entlassen, ihn freizugeben, bedeutete, ihn aus dem “mancipium” zu entlassen: “emancipare” war das entsprechende Verb. “Emancipare” war Sache des Besitzers, nur er konnte einem Sklaven die Freiheit schenken, ihn in die Unabhängigkeit entlassen. Der abhängige Sklave konnte sich nicht selbst befreien.

Heute verwenden wir das Wort “emanzipieren” in seiner reflexiven Form “sich emanzipieren”. Das ist Ausdruck unseres gewachsenen Selbstbewusstseins. Wir sagen ”sich emanzipieren” und meinen damit: Sich aus einer Abhängigkeit befreien.

Wir wollen den Begriff “Emanzipation” in diesem Sinne verstanden wissen und stehen somit in der Tradition solch namhafter Kämpfer für die Idee der menschlichen, geistigen Unabhängigkeit, wie Petrus Abelard, Immanuel Kant u. v. a..

Nun bleibt die Aufgabe zu klären, wo überall der moderne Mensch abhängig ist. Man wird dabei entdecken, dass es unauflösliche Abhängigkeiten gibt, aber auch solche, aus denen man sich befreien kann - wenn man es denn will.
Gedanken zum Mitdenken, 49. Woche:

Gefährlich ist's den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn.

Jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn. (Friedrich Schiller)
Fundstück:

Den Reichtum eines Menschen kann man an den Dingen messen, die er entbehren kann, ohne seine gute Laune zu verlieren. (Henry David Thoreau)
Erkenntnis

Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch das Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen. (Georg-Christoph Lichtenberg)