Herzinsuffizienz: Sicher durch den Alltag
Herzinsuffizienz: Sicher durch den Alltag
Herzinsuffizienz: Sicher durch den AlltagFoto-Quelle: Bildnachweis: CDC, unsplash.com

Die meisten Menschen möchten in den eigenen vier Wänden alt werden – in einem vertrauten Zuhause, umgeben von schönen Erinnerungen. Dies gilt auch für Betroffene der weit verbreiteten Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt. Wir geben Tipps, mit welchen Veränderungen sich der Alltag im Alter leichter gestalten lässt.
Die schwere Kiste mit Mineralwasser, die steile Treppe in den ersten Stock oder der Einstieg in die Badewanne: Bei einer Herzinsuffizienz kann der Alltag zur Herausforderung werden. Das geschwächte Herz ist nicht mehr in der Lage, den Körper und seine Organe ausreichend mit Blut zu versorgen. Die Betroffenen sind schneller als gewohnt erschöpft und geraten aus der Puste. Zudem leiden viele an Wassereinlagerungen – vor allem in den Beinen.

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Wer trotz gesundheitlicher Einschränkungen möglichst lange selbstständig bleiben möchte, sollte sich zunächst fragen: Welche Aufgaben kosten mich die meiste Anstrengung? Kann ich mir Unterstützung holen oder meinen Wohnraum anpassen?
Anstatt ein- bis zweimal wöchentlich einzukaufen, gibt es Anbieter, die insbesondere haltbare Lebensmittel wie Getränke, Nudeln, Mehl und Konserven bis vor die Haustür liefern. Das Gleiche gilt für Hygieneartikel und Putzmittel: Viele Supermarktketten haben mittlerweile online ein großes Angebot an Haushaltswaren und Drogerieartikeln. Einige nehmen außerdem bei Getränkelieferungen das Leergut bei der nächsten Bestellung wieder mit.

Gepflegt bis ins Alter

Nicht nur beim Einkaufen können sich Betroffene mit kleinen Anpassungen ihren Alltag erleichtern: Eine Antirutschmatte in der Badewanne und Stütz- und Haltegriffe an der Wand sorgen für mehr Sicherheit bei der Körperpflege. Noch besser ist eine, idealerweise ebenerdige, Dusche. Hier ist ausreichend Platz für einen Duschstuhl. Wichtig ist hierbei, dass die Duscharmatur in gut greifbarer Höhe montiert ist. Eine horizontale Boden-Deckenstange hilft beim Aufstehen und Hinsetzen in der Dusche.

Wer nicht auf eine Badewanne verzichten möchte, kann sich auch für eine sogenannte Duschbadewanne entscheiden. Diese besitzt eine Tür, die den Einstieg erleichtert, und kann sowohl zum Baden als auch Duschen genutzt werden. Außerdem gibt es sogenannte Sitzbadewannen, die sich besonders an Menschen mit Bewegungseinschränkungen richten: Sie sind wie die Duschbadewannen mit einer Tür ausgestattet, sind platzsparend und damit auch für kleine Bäder gut geeignet.

Keine Angst vor der Treppe

Gerade bei anstrengenden Bewegungen wie dem Treppensteigen verspüren Betroffene einer Herzinsuffizienz Symptome. Sie sollten sich Zeit nehmen und sich nicht noch Sorgen um ihre Sicherheit machen müssen. Hierbei helfen rutschsichere Bodenbeläge auf den Stufen und Handläufe auf beiden Seiten der Treppe. Ob im Bad oder auf der Treppe: Gut sitzende Schuhe mit einer rutschfesten Sohle geben Stabilität und beugen Stürzen im Alltag vor.
Für noch mehr Unterstützung und Sicherheit kann ein Treppenlift sorgen. Er bietet Betroffenen beispielsweise an schlechten Tagen die Möglichkeit, auf das Treppensteigen zu verzichten. Sie bleiben trotzdem selbstständig und können flexibel entscheiden, ob Sie sich das Treppensteigen beim nächsten Mal zutrauen.

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