Der Virus Depression

Die Depression ist wie ein Virus. Dieser Vergleich drängt sich mir immer wieder auf. Sie breitet sich in meinem ganzen Körper aus, erfasst mein Denken, Fühlen und Handeln. Es ist eher ein virtueller Virus, wie wir ihn aus der Computerszene kennen, doch nicht minder gefährlich. Der Schaden, den der Virus Depression anrichtet, ist beträchtlich und wird von den Krankenkassen mit über 100 Mrd. Euro beziffert. (Quelle: Bündnis Depression). Die Wissenschaft ist den Viren schon lange auf der Spur. Man weiß, wie sie aussehen und wie sie funktionieren, aber man konnte ihrer bislang noch nicht habhaft werden. Zu schnell verändern sie sich und ihre Strategie. Auch bei virtuellen Viren ist das so. Ganze Geschäftszweige haben sich inzwischen diesem Phänomen verschrieben.
Die Depression ein Virus? Ist doch Quatsch, wird der aufgeklärte Leser jetzt vielleicht sagen! Und wenn doch? Wenn es eine Art Energie ist, die die Depression auslöst? Jeder kann diese Energie fühlen in der Gegenwart eines depressiven Menschen, diese negative Energie, die von ihm ausgeht. Obwohl sich Depressive leer und schwach fühlen, strahlen sie diese starke Energie aus. Angehörige und Freunde könne ein Lied davon singen und werden, wenn sie nicht gut für sich sorgen nur all zu schnell auch von diesem Virus befallen.
Und was fange ich nun damit an? Hilft mir dieser Vergleich, besser mit der Depression umzugehen? Zeigt er mir gar Wege auf, die Depression hinter mir zu lassen?

Hier weiter lesen: Sind Depressionen ansteckend?

3 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Im Frühjahr habe ich mit zwei Freunden zusammen eine Freundin in der Psychiatrie besucht, uns gings an diesem Tage richtig gut und so fuhren wir gemeinsam in die Klinik um sie etwas aufzumuntern.... als wir ankamen erfuhren wir, dass sich die Nachbarin unserer befreundeten Patientin in der letzten Nacht in ihrem Zimmer umgebracht hätte.... so mussten wir auf unsere Freundin warten, denn sie hatte deshalb ein Gespräch mit ihrer Psychologin über den Vorfall. Anschließend gingen wir mit ihr in die Cafeteria. Meine Freunde saßen neben ihr und ich neben ihnen. Ich merkte die ganze Zeit, dass eine negative Energie da war. Als wir anschließend nach Hause fuhren erklärten mir beide Freunde, wie schlecht es ihnen nun gehen würde und welche negative Energie von der kranken Freundin und vom Krankenhaus auf sie eingegangen war. Dies merkte ich auch an ihrem verhalten während unserer Gespräche an diesem Tag. Sie waren total negativ geladen, obwohl ich diese Freunde sonst so nicht kannte.
wize.life-Nutzer
Ja Gabi, das entspricht auch meinen Erfahrungen. Deshalb ist es oftmals für Freunde und Angehörige so schwer, unterstützend zu wirken. Danke für deinen Kommentar!
wize.life-Nutzer
für freunde und angehörige mag ich gerne den film "hinter dem horizont ist nur der anfang " mit robin williams empfehlen, denn da wird gut gezeigt, wie depressive empfinden....wer es selber nicht hatte, kann kaum nachempfinden, wie es ist und wie man anderen hilfestellung geben kann
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