Höhere Kassenbeiträge trotz Stabilisierung durch Migration?
Migranten stabilisieren die Krankenkassen
Migranten stabilisieren die KrankenkassenFoto-Quelle: Internet

Flüchtlinge entlasten die Krankenkassen


Mit dieser Erkenntnis wurde 2016 die erstaunte Öffentlichkeit "geimpft" nachdem die AfD das Gegenteil behauptet. 60 % der Migranten-Neukunden der Gesetzlichen Krankenversicherungen GKV seien junge Männer und, obwohl aus Kriegsgebieten geflüchtet, überwiegend gesund.

Ähnlich sieht es bei den asylsuchenden Frauen aus, allerdings sind das bedeutend weniger, als Männer.
Da hat man ja nochmal Glück gehabt, denn viele Migranten sind ohne jeden Gesundheitsscan bei uns aufgenommen worden und quasi per Ordre de Mufti wie selbstverständlich den GKV zugeteilt worden, die sich riesig freuten - denn

Die Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Doris Pfeiffer, sagte der Deutschen Presse-Agentur, 2016 seien vor allem junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren neu in die gesetzliche Krankenversicherung gekommen. Sie stabilisierten die Finanzen und stoppten – zumindest vorübergehend – die Alterung der Mitglieder der GKV insgesamt. „Das ist ein erstaunliches Phänomen, mit dem noch vor einigen Jahren wohl niemand gerechnet hätte“, sagte Pfeiffer.

Phänomen oder fast ein Wunder?


Flüchtlinge können während ihres Asylverfahrens allerdings keine regulären Mitglieder einer Krankenkasse werden, auch wenn sie in einigen Bundesländern eine elektronische Gesundheitskarte bekommen können. In den ersten 15 Monaten wird dies in der Regel über die zuständigen Kommunen geregelt. Erst danach, wenn sie als Asylbewerber anerkannt oder geduldet sind, können sie sich eine (gesetzliche) Krankenversicherung aussuchen. Die Behörden übernehmen bis auf Weiteres (so lange sie etwa noch arbeitslos sind) ihren Beitrag. Im Grundsatz werden sie dann behandelt wie andere gesetzlich Versicherte.

Pfeiffer warnte allerdings 2016 bereits, dass der "Entlastungseffekt" nur kurz anhalten würde. Insgesamt rund 20 Millionen Euro pro Monat kosten die arbeitslosen Asylbewerber nun zwei Jahre später die gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Dies zeigen jüngst veröffentlichte Daten der Krankenkassen selbst, sowie der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Das war 2016 offenichtlich ein "Pfeifen im Wind" - auf das nun der Katzenjammer kommt:
Für die Gesundheitsversorgung von Arbeitslosen bekommen die Krankenkassen viel zu wenig Geld. So liegt der staatliche Zuschuss bei 96,81 Euro pro Monat, benötigt werden aber laut GKV mindestens 40 Euro mehr.

Insgesamt kommen die Steuer- und Beitragszahler damit monatlich mit fast 80 Millionen Euro für die als arbeitslos gemeldeten Asylbewerber und anerkannten Flüchtlinge auf. Das sind knapp eine Milliarde Euro pro Jahr. Es ist zu erwarten, dass die Kosten angesichts der anhaltenden Migrationskrise weiter steigen werden.

Mittlerweile hat sich der Wind gedreht.


Verbandschefin Pfeiffer fordert mehr Hilfe von der Regierung. Flüchtlinge, deren Asylantrag bewilligt wurde oder die länger als 15 Monate in Deutschland sind , bekommen nun Arbeitslosengeld II. Wie jeder Deutsche, der diese Leistung erhält, sind Flüchtlinge dann regulär gesetzlich krankenversichert. Wie viele Flüchtlinge die Krankenkassen demnächst versorgen müssen, ist nach Angaben von Pfeiffer aber unklar, wie so manche Zahlen völlig unklar sind. Sie lehnte es jedoch weiterhin ab, einen Zusammenhang zwischen Flüchtlingen und steigenden Kosten der Krankenkassen herzustellen: "Ich weigere mich zu sagen, dass die Flüchtlinge die Krankenkassen belasten." Das Problem seien nicht die Flüchtlinge, sondern die Tatsache, dass der Bund für alle Empfänger von Arbeitslosengeld II zu wenig zahle.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wollte noch eine Milliarde Euro aus dem angesparten 9-Milliarden Gesundheitsfonds abzweigen, um die Versorgung von Flüchtlingen zu bezahlen. Verbandschefin Pfeiffer wehrte sich hier dagegen: "Das ist das Geld der Kassen und Beitragszahler." Die Regierung könne nicht einfach darüber verfügen.

Über was die Regierung heute so alles per ordre de mufti verfügt, das ist schon atemberaubend - aber die Demokratie geht dabei den Bach runter - und der soziale Friede auch!
Noch 2010 steuerte das Gesundheitssystem zwar auf ein Rekorddefizit von elf Milliarden Euro zu. Bei drei gesetzlichen Krankenkassen waren die Finanznöte so groß, dass sie drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung anmelden mussten.

Die Krankenkassen werden allerdings im Jahr 2019 wohl einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,8 Prozent vom Bruttolohn verlangen, um an frisches Geld zu kommen - trotz Stabilisierung per Migration! Oder gerade deswegen?

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