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Black Friday: Handel lockt mit Mega-Rabatten - Was ihr JETZT wissen müsst

Satte Rabatte bis 70 Prozent - wer wird da nicht schwach? Der Black Friday, der ein aus den USA zu uns herübergeschwappt ist, hat sich längst auch in Deutschland etabliert. Kunden fieberten lange auf den 29. November hin. Am Black Friday fällt der Startschuss für das Weihnachtsgeschäft, Händler und Online-Anbieter locken mit Mega-Schnäppchen. Die Verbraucherzentrale warnt jedoch vor Gutgläubigkeit. Denn hinter vielen Rabatten steckt nur ein kleiner Trick und nicht das große Sonderangebot.

Black Friday am 29. November 2019
Black Friday am 29. November 2019

Am heutigen 29. November ist es so weit. Die Kaufhäuser und Geschäfte kurbeln ihr Weihnachtsgeschäft mit Sonderangeboten an. Versprochen werden Reduzierungen von 50 bis 70 Prozent. In der Realität belaufen sich die Rabatte aber nur auf 10 bis maximal 30 Prozent. Wie kann das sein?

"Rabatt ist nicht gleich Rabatt. Es kommt darauf an, dass sich dieser Rabatt am tatsächlichen Marktpreis orientiert. Angegeben wird aber im Online-Handel und im Einzelhandel häufig die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Diese wird eigentlich nie erzielt und entspricht eben nicht dem Marktpreis", so Mona Semmler von der Verbraucherzentrale Niedersachsen im NDR.

Händler blasen Rabatte künstlich auf

Das heißt: Die Händler blasen Rabatte künstlich auf. Sie berechnen die Ersparnis an einem Ausgangs-Preis (UVP), den Kunden zu keinem Zeit im Jahr zahlen müssen. Vergleicht man die Reduzierungen mit den tatsächlich marktüblichen Preisen, erhält man nur Rabatte von 10-25, maximal 30 Prozent.

Verbraucherschützer raten daher, schon vor dem Black Friday und dem Start in die Cyber-Monday-Woche Preise zu vergleichen. Nur dann können Sie während der Rabattaktionen die wahren Schnäppchen identifizieren. Denn günstiger Einkaufen, kann man zum Start der Weihnachtssaison allemal.

ACHTUNG: Bei extrem hohen Nachlässen sollten Sie misstrauisch werden. Denn laut "chip.de" gibt es diese meist für Ladenhüter oder zweifelhafte Produkte.

So fallen Sie nicht auf künstliche aufgeblasene Rabatte rein

Damit Sie sich nach dem Black Friday nicht schwarz ärgern müssen, halten Sie sich an die Tipps der Verbraucherzentrale:

  • 1. Vergleichen Sie die Preise schon VOR dem Black Friday. Dadurch gehen Sie sicher, nicht auf utopische Rabatt-Versprechen hereinzufallen.
  • 2. Nutzen Sie Preissuchmaschinen (billiger.de / idealo.de) im Internet, um die günstigsten Anbieter herauszufinden. Es ist dabei durchaus sinnvoll, zwei Preissuchmaschinen zu vergleichen.
  • 3. Lassen Sie sich durch Warnungen wie "nur noch wenige Artikel erhältlich" oder "Angebot läuft bald ab" nicht irritieren. Nehmen Sie sich die Zeit, Preise zu vergleichen und kaufen Sie nicht aus Verdacht oder Panik.
  • 4. Denken Sie daran: Nur online haben Sie ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Beim Kauf im Geschäft ist der Umtausch und die Gelderstattung reine Kulanz der Händler.
  • 5. Achten Sie auf Fake Shops: Gerade in der Weihnachtszeit locken Betrüger, die sich als normale Online-Händler präsentieren, mit satten Rabatten. Kunden zahlen, erhalten aber die Ware nie. Checken Sie im Impressum oder in den AGBs, ob es sich um einen seriösen Händler handelt.
  • 6. Besonders bei Vorkasse im Netz ist Vorsicht geboten. Hier gibt es eine große Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Fake Shops handelt. Kaufen Sie Ihre Ware nur auf Rechnung oder mit Einzugsermächtigung. Hier haben Sie die Möglichkeit den Überweisungsauftrag zu stornieren.

Black Friday - Herkunft und Bedeutung

Der Black Friday hat übrigens nichts mit dem Börsencrash an der Wall Street 1929 zu tun. Es gib mehrere Versionen, woher der Name eigentlich stammt. Ein Erklärungsversuch besagt, dass die Mengenmengen auf den Straßen aus der Entfernung wie eine schwarze Masse erscheinen. Eine andere Version beschreibt den Black Friday aus der Sicht der Händler. Weil der Tag in den USA der umsatzstärkste des Jahres ist, haben Händler die Chancen, aus den roten Zahlen zu kommen und endlich schwarze Zahlen zu schreiben.

Traditionell findet der Black Friday am Tag nach Thanksgiving statt. Der darauffolgende Cyber Monday ist vor allem eine Erfindung für die Online-Händler, die jedoch auch am Black Friday mittlerweile deutlich reduzieren. Mit Rabatten ist auch in der kompletten Cypber-Monday-Woche ab 2. Dezember zu rechnen.

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