Rente: Geschiedene bekommen oft gekürzte Bezüge – außer der Ex stirbt

Bei der Scheidung werden die gesetzlichen und privaten Anrechte auf Altersversorgung aus den Ehejahren in der Regel gleichmäßig zwischen den beiden Partnern aufgeteilt. Das Ganze wird Versorgungsausgleich genannt und hat zur Folge, dass Geschiedene je nachdem eine gekürzte Rente erhalten.

Die Altersversorgung kann durch die Scheidung geschmälert werden
Die Altersversorgung kann durch die Scheidung geschmälert werdenFoto-Quelle: Gerd Altmann/pixabay

Unter bestimmten Voraussetzungen können Geschiedene dennoch eine ungekürzte Rente ausgezahlt bekommen. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin, wie "Zeit.de" schreibt.

Im Todesfall des Ex ist ungekürzte Rente möglich

Möglich ist das demnach etwa, wenn der frühere Ehegatte, zu dessen Gunsten der Versorgungsausgleich durchgeführt wurde, stirbt. Voraussetzung: Der Verstorbene hat seine Rente kürzer als drei Jahre lang bezogen. Eventuelle Leistungen an Hinterbliebene des Verstorbenen bleiben den Angaben zufolge unberücksichtigt.

Möglichst bald Antrag stellen

Die Anpassung des Versorgungsausgleichs erfolgt nicht automatisch: Betroffene Ex-Partner müssen sie bei ihrem Rentenversicherungsträger beantragen. Ab dem Monat nach der Antragstellung zahlt dieser die Rente dann ungekürzt aus.

Zum Thema: Steuer auf Rente ungerecht? Selbst arme Senioren müssen zahlen

Achtung: Genau prüfen, ob Antrag wirklich lohnt

Nicht immer muss dies vorteilhaft sein: Die Deutsche Rentenversicherung rät Geschiedenen, darauf zu achten, welche Ansprüche sie außerhalb der Rentenversicherung wegen des Versorgungsausgleichs erworben haben. Denn diese könnten mit der Anpassung entfallen.

Schließlich lohnt der Antrag nur, wenn das Einkommen insgesamt steigt.

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3 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Das endlich die "zu DDR Zeiten " geschiedenen Frauen , Renten Punkte vom "Ex " erhalten lag schon einige male dem Bundestag vor und wurde immer wieder abgewiesen ? Warum ? In eine "geeinigtem Deutschland " wird mit zweierlei Maß gemessen ?? Die Frauen in Westdeutschland erhalten diese und wir nicht ? Es wurde eingezahlt, es ist eine Rentenkasse ? Also warum ??
wize.life-Nutzer
Könnte es evtl. daran liegen, dass in die DDR-Rentenkasse eingezahlt wurde, nicht in die Rentenkasse von Westdeutschland? Eine gewisse "Dame", die sich nach Chile absetzte, nahm 40.000 Volksvermögen mit dorthin, wovon unsere Rentenkasse keinen müden Taler gesehen hat!
wize.life-Nutzer
Damit hat es sicher nichts zu tun, aber die Vorlage im Bundestag das WIR ebenfalls aus den Renten Punkten des Ex -Gatten erhalten, wurde immer und immer wieder abgewiesen. Dieses "Vermögen "war da und wurde bei der "Einheit Deutschlands " übernommen ! !
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