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KZ-Überlebende (95) startet Petition: 8. Mai soll Feiertag werden

Am 8. Mai jährt sich zum 75. Mal die Niederschlagung des NS-Regimes. Die 95-Jährige KZ-Überlebende Esther Bejarano fordert, dass dieser Tag ein Feiertag werden muss. Dazu hat sie auf der Online-Plattform "change.org" eine Petition gestartet - und schon 44.000 Unterschriften gesammelt.

8. Mai soll Feiertag werden - 95-Jährige startet Petition
8. Mai soll Feiertag werden - 95-Jährige startet Petition

Auf der Petitionsseite heißt es von Bejarano: "Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten." Ziel der Petition sind zunächst 50.000 Unterschriften.

Bereits am 26. Januar 2019 hatte die heute 95-Jährige einen offenen Brief an Bundespräsident Steinmeier und Bundeskanzlerin Merkel sowie an "alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen" geschrieben. Auch hier fordert sie, dass der 8. Mai ein Feiertag werden soll.

1924 in Saarlouis geboren, überlebte Bejarano als Mitglied des "Mädchenorchesters" das deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und konnte vor 75 Jahren auf einem der berüchtigten Todesmärschen der Häftlinge des KZ Ravensbrück der SS entkommen. Sie lebt in Hamburg.

Berlin ist das einzige Bundesland, in dem der 8. Mai dieses Jahr ein Feiertag ist - aber nur einmalig anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes. In Bremen ist er zwar ein Gedenktag - arbeiten muss man trotzdem.

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