Sommerferien verkürzen: Schäuble will Eltern in Coronakrise entlasten

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich in der Coronakrise zu Wort gemeldet. Mit Blick auf den Unterrichtsausfall an Schulen und als Ersatzlehrer fungierende Eltern forderte der CDU-Politiker in einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen", die Sommerferien zu verkürzen.

Wolfgang Schäuble spricht sich für Verkürzung der Sommerferien aus
Wolfgang Schäuble spricht sich für Verkürzung der Sommerferien ausFoto-Quelle: imago images/Jens Schicke

"Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen", sagte Schäuble der Zeitung. Das bietet Gelegenheit, versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen.

Wie sechs Wochen Sommerferien organisieren?

Im Moment, so Schäuble weiter, sei ohnehin noch aus vielen Gründen unklar, wann und wie man im Sommer verreisen kann. "Das Urlaubskonto vieler Eltern dürfte durch die Krise jetzt schon strapaziert sein. Ich kann die verstehen, die sich fragen, wie sie da noch sechs Wochen Sommerferien organisieren sollen."

Mehrheit für kürzere Sommerferien

Bundestagspräsident Schäuble weiß mit seinem Vorstoß die Mehrheit der Deutschen hinter sich, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeine" zudem zeigt. Danach spricht sich eine Mehrheit der Befragten (55,1 Prozent) dafür aus, die Sommerferien zu verkürzen. Dagegen sind 35,7 Prozent, unentschieden bleiben 9,2 Prozent.

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