Corona-Einschränkungen "faschistisch": Tesla-Chef fliegt aus Konferenz

Der Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk hat die Maßnahmen im Zuge der Corona-Krise in den USA als "faschistisch" kritisiert: Der Unternehmer bemängelte in einer Telefonkonferenz die starken Einschränkungen für die Bürger und forderte die Rückgabe deren "Freiheit", als man ihm plötzlich den Stecker zog und die Verbindung kappte.

Tesla baut «Gigafactory» in Brandenburg
Tesla baut «Gigafactory» in BrandenburgFoto-Quelle: Glomex

In einer Telefonkonferenz des Elektroauto-Herstellers Tesla kritisierte Musk, dass Menschen durch Corona-Ausgangsbeschränkungen im US-Bundesstaat Kalifornien "in ihren Häusern eingesperrt" würden. Der Tesla-CEO bezeichnete die Maßnahmen laut "the verge" als "faschistisch" und als eine Verletzung der durch die Verfassung garantierten Rechte.

Menschen zu sagen, dass sie ihr Haus nicht verlassen dürfen, dass sie sonst festgenommen werden, das ist faschistisch. Das ist nicht demokratisch, das ist keine Freiheit.

"Menschen zu sagen, dass sie ihr Haus nicht verlassen dürfen, dass sie sonst festgenommen werden, das ist faschistisch. Das ist nicht demokratisch, das ist keine Freiheit", sagte Musk in der Konferenz nach einer aufgekommenen Frage über die derzeitige finanzielle Lage seines Konzerns.

Tesla-Chef warnt vor finanziellem Ruin kleiner Unternehmen

Musk warnte zudem vor dem wirtschaftlichen Schaden, der durch die Maßnahmen entsteht. Zwar werde Tesla durch die Krise kommen, "viele kleine Firmen" jedoch nicht. Der Unternehmer forderte dann, den Bürgern "ihre gottverdammte Freiheit" wiederzugeben. Daraufhin kappte man die Verbindung zum 48-jährigen CEO und die Konferenz wurde erst nach einigen Minuten fortgesetzt.

Tweet sorgt für Aufsehen

Am selben Tag hatte Musk bereits auf Twitter für Aufsehen gesorgt, wo er "FREE AMERICA NOW" schrieb.

Bereits zuvor lobte Musk öffentlich den US-Bundesstaat Texas, nachdem dieser ankündigt hatte Restaurants und Einzelhandelsgeschäfte nach den Einschränkungen durch die Coronakrise wieder zu öffnen.

Zudem teilte Musk auf seinem Profil eine Reportage des Wall Street Journals, die besagte, dass strenge Betriebsstilllegungen nicht dazu beigetragen haben, Leben zu retten.


Im Video | Tesla baut «Gigafactory» in Brandenburg

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