Mein Wort zum Sonntag: Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit Asylanten?
Mein Wort zum Sonntag: Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit Asylant ...
Mein Wort zum Sonntag: Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit Asylanten?Foto-Quelle: Dragan Tatic / Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres

Deutschland spaltet sich: Die einen heißen Asylanten willkommen, die anderen wollen sie loswerden. Die Vorteile des Zuzugs werden gegen ihre Gefahren abgewogen. Aber wer hat persönliche Erfahrungen mit den Zuzüglern?
Wir können nicht überall dabei sein, und so verlassen wir uns auf die Medien, die von manchen (eher der rechten Szene zuzurechnenden) Personen pauschal als "Lügenpresse" abgetan werden. Wer aber, so frage ich die Leser unseres sozialen Netzwerks, wer hat persönliche Erfahrungen mit Flüchtlingen? Ich mache den Anfang.
In unserem Dorf in Niederbayern gibt es einen Gasthof, der schon seit Jahren verlassen ist, weil seine Besitzer genug von der täglichen Plackerei hatten und sich niemand fand, ihn zu pachten. So boten sie ihn eines Tages dem zuständigen Landratsamt als Flüchtlingsunterkunft an. Seitdem wird er von Flüchtlingen aus Syrien bewohnt, fast nur junge Männer, einige wenige mit Frau und Kleinkind. In der Gemeinde meldeten sich zahlreiche freiwillige Helfer, die zusätzlich zum obligatorischen Deutschunterricht den Flüchtlingen ihre Hilfe anboten: sprechen üben, schreiben üben, Hausaufgaben kontrollieren, sie zu Ämtern und Ärzten bringen, ihnen beim Bürokratie-Papierkram helfen, als Übersetzer tätig sein (sofern sie Englisch können, was bei einigen der Fall ist).

Probleme der Flüchtlinge mit Frauen?

Die Helfer sind überwiegend weiblichen Geschlechts, jüngere und ältere Damen, die gelegentlich ihre noch schulpflichtigen Töchter als Aushilfskräfte (beim Unterricht) mitbringen. Alles in allem gab es nie Probleme. Die Männer sind lernwillig, fleißig und respektvoll. Beim Volksfest halfen sie mit, auch in der Küche und hinter Theke. Sie bedanken sich höflich und haben untereinander ein gutes Verhältnis. Das ist auch nicht verwunderlich: In dem Gasthof ist genügend Platz, vor allem in der Küche. Da gibt es hinreichend Möglichkeiten zur Sozialisierung. Wer zu einer Essenszeit dort ankommt, wird herzlich eingeladen. Und von Autoritätsproblemen der weiblichen Helfer habe ich nie etwas gehört.
Aber was tun, wenn es so geschieht wie der Polizistin, die von Asylbewerbern gerufen wurde, deren Hilfe sie dann ablehnten? Was tun, wenn (wie geschehen, aber nicht bei uns) eine Frau einem Araber anbietet, ihm Deutsch beizubringen, woraufhin der erwidert, er lasse sich nicht von einer Frau unterrichten? Darauf gibt der seit langem in Deutschland ansässige syrische Schriftsteller Rafik Schami eine gute Antwort: Das hat mich sehr verwundert. Ich habe ihr geraten, dem Mann zu sagen: „Dann pack Deinen Koffer und geh’ – hier in Deutschland sind Männer und Frauen gleichberechtigt. Dafür haben wir Jahrhunderte lang gekämpft.“ Das hätte der Mann im Übrigen in Damaskus nicht sagen dürfen, weil es dort Lehrerinnen gibt, sogar weibliche Polizei-Offiziere.

Und was sind eure persönlichen Erfahrungen mit Flüchtlingen?

281 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Nun, ich habe noch keinen direkten Kontakt mit ihnen gehabt, aber wenn sie einkaufen und auf der Straße, sie unterhalten sich laut und Kollegen haben einiges selbst erlebt, wie sie sich benehmen!!!! Es ist eine andere Kultur und die legen sie nicht ab, obwohl sie zu uns gehören wollen!!!!!!! Arm müssen sie nicht sein, da sie alle Technik haben, wo unser5e Kinder noch träumen!!!!!!!!!!!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Ich arbeite seit einem Jahr ehrenamtlich im Arbeitskreis Flüchtlinge in unserer Stadt und kann zu 99 % nur positiv berichten.
Die Teilnehmer in meinen Deutschkursen sind hoch motiviert, höflich und begegnen mir mit Achtung, Sie kommen aus verschiedenen Ländern. Es macht Spass mit ihnen zu arbeiten.
Es gibt nur wenige Ausnahmen mit denen man "Klartext" reden muss.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Frage: Was ist nun mit dem Bauerhof?
Ich finde es toll, dass die Flüchtlinge dort jetzt leben dürfen.
Führen sie nun auch den Bauernhof weiter?
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Nicht Gute...........
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Selbst unsere 5 arabischLehrer und SprachPartner sagen: "erschiesst sie alle!" (Samr) Ja, sie haben auch Angst, dass Europa bald explodiert! Vor lauter lukrativen AsylIndustrie, zahlenAkrobatischer fachKräfteMangel, Kinder als Mitleidsobjekt missbrauchend... Helfen muß man, aber bei dem Tsunami-artiger ZUstrom? Maulkorb, Nein! -- youtube "What Pisses Me Off About The European Migrant Crisis" Ein Franzose sagte auch: "La peste!" - Albert Camus?
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Selbst unsere 5 arabischLehrer und SprachPartner sagen: "erschiesst sie alle!" Ja, sie haben auch Angst, dass Europa bald explpdiert! Vor lauter lukrativen AsylIndustrie ... Helfen muß man, aber bei Tsunami-artiger ZUstrom? Maulkorb, Nein!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Peter, danke für Dein Beitrag.
Meine Meinung: sich nicht im Beklagen erschöpfen; mitfühlend beobachten, den Mensch im Menschen sehen, Zusammenhänge klären und verstehen, mit seinen Möglichkeiten persönlich aktiv werden und lokal helfen, andere HelferInnen ermutigen, in seinen Aktionen Beständigkeit entwickeln. Meine Hilfe ist nicht nur eine Unterstützung für andere es ist auch ein Geschenk an mich.


for our guest - wellcome refugees,

Radio / Nachrichten: arabisch
Funkhaus Europe: 103,3 refugee
http://www.funkhauseuropa.de/sendung...dex190.html

Guide for refugees, Wegweiser für Flüchtlinge, معلومات للاجئين الجدد في ألمانيا
http://www.ard.de/home/ard/Guide_for.../index.html

Basic Conversation: Arabisch - Deutsch
http://www.refugeephrasebook.de/basi...nversation/
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Moin!
Im Team Kirche beteilige ich mich als aktives Mitglied des KGR meiner Gemeinde indem wir eine staatlich geduldete Übernachtung für Transitreisende (Flüchtlinge überwiegend aus Syrien, Irak, Afghanistan auf ihrem Weg nach Skandinavien) ehrenamtlich organisieren. Nachtschichten neben der Arbeit.
Mein bisher prägendstes Erlebnis kam an einem Abend im familiären Doppelpack als für mich die Tagesschaubilder aus Aleppo zu lebendigen Menschen wurden:
1. Ein mittelaltes Ehepaar; ihr Laden-Geschäft: zerstört. Ihr Haus: zerbombt. Ihr Ziel: als orthodoxe Christen wollen sie zu Geschwister in Stockholm.
2. Der gebürtige Palistinennser in meinem Alter; aufgewachsen in Syrien. Als Kind bereits aus Palestina vertrieben. Verbittert jetzt vor dem nächsten Lebensstart. Mit seinen Söhnen und Frau unterwegs in den Norden, weil er in Calais nicht nach GB durch kam. Also einmal bereits an der Italienroute gescheitert; jetzt über die Balkanroute unterwegs. Um endlich Frieden und Zukunft zu finden? Ich wünsche es ihm!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Nun liebe Leute ich habe die Gattung Flüchtlinge schon gesehen und auch schon mit dem Taxi gefahren und muß Ängstlicher weiße sagen, Hurra es hat mich noch keiner gebissen, hahahhahahahaa....
Im ernst ich konnte keinen Unterschied zwischen uns Menschen erkennen, die Augen, Nase, Mund alles am selben Platz, gut einige waren vielleicht etwas länger in der Sonne und habe nicht gleich alles verstanden, doch sonst.
Die waren sogar unbewaffnet und gespuckt, oder mit Sand hat auch keiner geschmissen.
wize.life-Nutzer

sind ganz normale Menschen wie Du und ich und sie kennen auch Handy und Internet (sie kommen ja nicht aus dem Urwald)
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Huhu...

"Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit Asylanten?"...
...sehr Gute...

"Und was sind eure persönlichen Erfahrungen mit Flüchtlingen?"...

Alle sehr freundlich und aufgeschlossen und bemüht, deutsch und andere Dinge zu lernen. Unsere christl. Gemeinde ist inzwischen *mutli-kulti* geworden und jeder ist gern gesehen dort, auch Moslems sind dabei.
Unser Hausfreund ist auch Moslem und hilft uns in jeder Lebenslage sehr nachbarschaftlich. Bin froh, ihn kennengelernt zu haben.

Ich habe bisher nur Gute erfahrungen gesammelt. Blos denke ich: *So wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder hinaus.* Wenn man andere Menschen und Nationalitäten bzw. ihren Glauben nicht akzeptiert, kann das schon zu Spannungen führen.
Und so mancher Deutsche ist manchmal auch nicht gerade freundlich.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.