Gefährliches Hundefutter: Salmonellen und multiresistente Bakterien in Rohfleisch nachgewiesen

Multiresistente Bakterien im Hundefutter gefährden die Gesundheit von Mensch und Tier. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Vetsuisse-Fakultät an der Universität Zürich. Demnach wurden im Rahmen einer Studie Keime im Rohfutter-Proben nachgewiesen, die Antibiotika wirkungslos machen. Betroffen sind sogenannte "Barf"-Menus (Biologically Appropriate Raw Food), die bei Hundehaltern aktuell hoch im Kurs stehen.

Barf-Futter besteht aus rohem Fleisch, Gemüse, Obst und Getreide.
Barf-Futter besteht aus rohem Fleisch, Gemüse, Obst und Getreide.Foto-Quelle: Pixabay

Die Wissenschaftler untersuchten 51 Proben verschiedener Anbieter in der Schweiz auf Gesamtkeimzahl, normale und antibiotikaresistente Enterobakterien sowie Salmonellen. Das Ergebnis, das von der Forschungsorganisation "The Royal Society" veröffentlicht wurde, ist besorgniserregend:

In 61 Prozent der Rohfleischfutter-Proben wurden Bakterien gefunden, die ein bestimmtes Enyzm (ESBL) bilden, das wiederum Antibiotika wirkungslos macht.

Auch Salmonellen und E-Coli nachgewiesen

In 73 Prozent der Proben wurde der Richtwert für Enterobakterien überschritten. Zudem wurden zweimal Salmonellen und zweimal E-Coli-Bakterien nachgewiesen. Letztere besaßen das Colistin-Resistenzgen "mcr-1", wodurch eine Resistenz gegen das Reserveantibiotikum Colistin hervorgerufen wird.

"Dass wir bei über 60 Prozent der Proben ESBL-bildende Bakterien gefunden haben, ist wirklich erschreckend", so Erstautorin Magdalena Nüesch-Inderbinen. "Darunter waren auch einige Escherichia coli-Typen, die bei Menschen und Tieren Infektionen auslösen können."

Multiresistente Bakterien durch Barf-Futter auf Menschen übertragbar

Durch die Zubereitung des Futters und den engen Kontakt der Tiere mit Menschen gilt das Rohfleisch-Futter damit als ein großer Risikofaktor für die Übertragung multiresistenter Keime.

"Wir raten daher allen Hunde- und Katzenbesitzern, die ihre Tiere mit Barf ernähren wollen, vorsichtig mit dem Futter umzugehen und strikte Hygiene bei der Fütterung einzuhalten", appelliert Nüesch-Inderbinen. Tierhalter sollten sich immer des Risikos bewusst sein, dass ihr Tier multiresistente Bakterien in sich trage und verbreiten könne.

Roger Stefan, Professor am Institut für Lebensmittelsicherheit der Vetsuisse-Fakultät, warnte davor, dass die Situation im Hinblick auf multiresistente Bakterien immer mehr außer Kontrolle gerate. "Gegen die Zunahme der Verbreitung ESBL-bildender Keime sind dringend Gegenmaßnahmen erforderlich", heißt es in der Veröffentlichung der Universität Zürich.

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9 Kommentare

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wize.life-Nutzer
einfach unglaublich ....diese verfluchte FLEISCH-INDUSTRIE !
wize.life-Nutzer
Die Fleischindustrie und die Pharma,die wollen alle Krank machen und das meiste Verdienen
wize.life-Nutzer
Wie Recht du doch hast
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wize.life-Nutzer
Millionen Menschen hungern und der Kater frisst Filet in Bioqualität. .........
wize.life-Nutzer
Das Haustier gehört zur Familie. Es gibt jetzt sehr viel Hunde und Katzenfutter in Bioqualität
wize.life-Nutzer
ganz genau - Rita - wir kleinen Normal-sterblichen können leider nicht viel ausrichten .....aber diese Gottlosen Kriegstreiber und Dreckspolitiker tragen die alleinige Schuld - ich verachte diese Spezies abgrundtief !
wize.life-Nutzer
Das Wort Bio ist nicht geschützt, da vrauchbblos die Karotte Bio sein , schon darf das Futter so genannt werden...das wisst ihr wohl ? Kauft lieber Tierfutter in Lebensmittelqualität, da ist kein Abfall drin .
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wize.life-Nutzer
Jeden Tag neue Hiobsbotschaften
wize.life-Nutzer
Die finde ich nun nicht erstaunlich
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