Babymilch mit Mineralöl belastet - Foodwatch warnt vor Krebsgefahr

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch warnt vor Mineralöl-Rückständen in Babymilch. Diese hatte ein staatliches Labor in zahlreichen Milchprodukten für Babys und Kleinkinder nachgewiesen.

Mineralölbestandteile stehen im Verdacht, Krebs auszulösen.

"Wenn sich herausstellt, dass Baby- oder Säuglingsmilch der Gesundheit unser ...
"Wenn sich herausstellt, dass Baby- oder Säuglingsmilch der Gesundheit unserer Kleinsten schaden könnte, darf sie nicht im Supermarkt landen", hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Oktober mitgeteilt.Foto-Quelle: Kelly Sikkema/Unsplash

Das Labor aus Nordrhein-Westfalen hat laut Foodwatch krebsverdächtige aromatische Mineralöle (MOAH) in 9 von 12 Produkten nachgewiesen, die in Blechdosen verpackt sind. Bei in Karton verpackten Produkten waren es 2 von 14 getesteten Milchprodukten.

Um welche Produkte es sich konkret handelt, wurde nicht bekannt. Das Labor hatte die Untersuchungsergebnisse über das Verbraucherschutzministerium von NRW an Foodwatch anonym übermittelt, ohne Angabe von Hersteller- oder Produktnamen.

Ende Oktober hatte die Foodwatch mitgeteilt, dass Säuglingsmilch-Produkte von Nestlé und Novalac mit gesundheitsgefährdendem Mineralöl belastet seien und sich auf "unabhängige Laboranalysen" berufen.

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Betroffen waren demnach die Nestlé-Produkte „Beba Optipro Pre, 800 g, von Geburt an“ und „Beba Optipro 1, 800 g, von Geburt an“ sowie die in Apotheken in Deutschland erhältliche „Novalac Säuglingsmilchnahrung Pre, 400g“.

"Darf nicht im Supermarkt landen"

"Wenn sich herausstellt, dass Baby- oder Säuglingsmilch der Gesundheit unserer Kleinsten schaden könnte, darf sie nicht im Supermarkt landen", hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Oktober mitgeteilt, nachdem Foodwatch die Testergebnisse veröffentlicht hatte.

Die Verbraucherschutzorganisation fordert, dass die CDU-Politikerin nun ihren Worten Taten folgen lässt: "Ministerin Klöckner muss ihr Versprechen halten und dafür sorgen, dass die belasteten Produkte umgehend aus den Regalen verschwinden und endlich strikte Grenzwerte einführen, um die Gesundheit der Kinder zu schützen“, erklärte Oliver Huizinga von Foodwatch.

2 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Es ist so absurd, dass man Kleinkindern Kuhmilch füttert. Warum keine Hundemilch? Warum keine Katzenmilch? Warum keine Mäusemilch? Kein anderes Säugetier benötigt die Muttermilch einer anderen Art. Wo hat Gott oder die Natur diesen schweren Fehler begangen, dass es angeblich so gut fürs Baby ist? Erklärt es mir.
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wize.life-Nutzer
dazu müsste die ministerin sich gegen ihre freunde aus der wirtschaft wenden und würde womöglich ihren hübschen posten nach ihrer politkarriere gefährden.
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