Ibuprofen: Studien warnen vor teils lebensgefährlichen Nebenwirkungen

Schmerzmittel wie Ibuprofen vertreiben das Kopfweh und schaffen Erleichterung. Zumindest für den Moment. Doch die langfristigen Folgen für Körper und Gesundheit können fatal sein. Die Nebenwirkungen haben es in sich - und können für Frauen und Männer ganz unterschiedlich treffen.

Achtung vor Nebenwirkungen bei Ibuprofen
Achtung vor Nebenwirkungen bei IbuprofenFoto-Quelle: Adobe Stock

So hat etwa ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences" eine Studie veröffentlicht, welche Ibuprofen als Libido-Killer sieht. Über einen längeren Zeitraum in hohen Dosen eingenommen, kann die Arznei demnach zu Unfruchtbarkeit und Erektionsstörungen bei Männern führen.

Denn das Schmerzmittel verändert offenbar die Hormonproduktion in männlichen Keimdrüsen und wirkt sich negativ auf das Testosteron auf. "Unsere unmittelbare Sorge betrifft die Fruchtbarkeit von Männern, die das Medikament über einen langen Zeitraum einnehmen", erklärte David Møbjerg Kristensen von der Universität Kopenhagen im "Guardian".

Risiko fürs Herz

Wer die maximal empfohlene Menge von drei Tabletten pro Tag überschreitet, schädigt zudem das Herz-Kreislauf-System. Wie Forscher Forscher im "European Heart Journal" erklärten, erhöht etwa Ibuprofen die Wahrscheinlichkeit eines Herzstillstands um 31 Prozent, bei Diclofenac sind es sogar 50 Prozent. Auf keinen Fall sollte deshalb mehr als 1200 Milligramm Ibuprofen am Tag eingenommen werden.

Besonders Arthritis-Kranke, die Ibuprofen zur Schmerzlinderung einnehmen, sind einem Bericht des britischen "Express" zufolge einem erhöhten Risiko von Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Schlaganfall ausgesetzt.

Nierenfunktion beeinträchtigt

Wissenschaftler der kalifornischen Stanford University machten zudem deutlich, dass nicht-steroidalen Antirheumatika, kurz NSAR, wie eben Ibuprofen oder ASS bei regelmäßiger Einnahme die Nierenfunktionen beeinträchtigen können - und nicht nur bei älteren Menschen.

Achtung: Zuletzt hat der Arzneimittelhersteller "Puren Pharma" insgesamt 17 Medikamente zurückgerufen. Betroffen waren unter anderem Ibuprofen und der Blutdrucksenker Candesartan.

13 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Wenn man mal Kopfschmerzen hat, kann man ja vielleicht Ibuprofen nehmen. Wenn man regelmäßig Kopfschmerzen hat, sollte man vielleicht die Ursache bekämpfen.
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wize.life-Nutzer
Steckt doch die Scheiss-Selbstoptimierungs-Instant-Happiness-Hyper-Wellness-Drogen in den Mülleimer! Ausreichend Schlaf, Bewegung, Achtsamkeit sind der einzige Weg ztu dauerhafter Schmerzfreiheit. Ich bin zwar seit einigen Jahren ziemlich faul geworden, habe aber durch entsprechendes Verhalten in den vorangegangenen Jahrzehnten es geschafft, nur nach einem richtig ordentlichen Suff oder im Falle einer ordentlichen Grippe Kopf- oder Leibschmerzen zu haben.
wize.life-Nutzer
Herr "Caspar AF Falkenhöj., dem ist im Grunde nicht zu Widersprechen, wenn es denn so einfach wäre ! Teilweise ist es eben doch ein "Karussell" in welchen man sich befindet.
Bei einigen Krankheiten wie zb. Rheuma,Arthose,Arthritis etc. kann man schon sehr viel ohne "Medis" für sich selbst tun, wenn es denn
"noch" möglich ist! Bei akuten Bandscheibenvorfällen, welche durch schwere Körperliche Arbeit entstanden sind, sollen die Schmerzen wohl nicht von Bewegungsmangel herrühren wobei auch hier nicht wie früher sofort operiert wird. Ich denke dies ist ein zweischneidiges "Schwert" und nicht zu verallgemeinern. Bleiben Sie weiterhin gesund und vg.
wize.life-Nutzer
Nun ja, Ibuprofen wird ja auch nicht als Krebstherapie oder für den Fall orthopädischer Schäden empfohlen. Das ist - was mir während des Verfassens meines Kommentars durchaus durch den Kopf ging - eine andere Hausnummer, da muss eine ganz andere Therapie incl. allerhand Pillen ran. Zum Glück kenne ich davon wenig. Mehr als Antibiotika (und vor dreissig Jahren eine zeitlang "Aufheller" ...) waren es bi mir zum Glück nie. Auf alles niederschwellige, rezept und apothekenfreie habe ich immer bewusst verzichtet. Mal abgesehen von dem einen oder anderen Schnaps, der ab und an ein gutes Hausmittelchen ist. Aber eben nur ab und an.
wize.life-Nutzer
Danke für Ihre Klarstellung, dann habe ich Ihren "Comment" wohl ein wenig "Missverstanden !
Leider bin ich eben auf die anderen "Hausnummern" angewiesen und kann mich diesbezüglich zu den benimten-seien es frei verkäufliche oder rezeptpflichtige gar nicht äußern, wobei mir die Gefährlichkeit des "Dauerkonsums" bekannt sind und ich Ihnen diesbezüglich nur zustimmen kann. Wobei, es gibt schon "Heilmittel " welche bis zu einem gewissen Maße sehr wohl wirksam sind. (zb. Arnika) aber eben auch technische Methoden(zb.EMS-TENS Reizstrom), welche auch wirksam sein können bzw Schmerzen verringern, ohne die chemische "Keule" dauerhaft einzusetzen !
wize.life-Nutzer
Ich persönlich habe nichts gegen eine Spalt-Tablette oder ein 'Aspirin, sollten die Kopfschmerzen akut und störend sein. Aber dieses Versprechen, Körpersignale per Pille wegdrücken zu können und damit scheinbar gesund zu sein, erscheint mir hochgefährlich. Ich maße mir allerdings mit meinen geringen medizinischen Kenntnissen nicht zu, über die Wirksamkeit von Medikamenten zu urteilen, sondern freue mich über den Grund der Unkenntnis, nämlich außer den Blutdrucksenkern keine Pillen zu brauchen. Und ich fange an zu begreifen, welches Geschenk ich damit eigentlich empfangen habe.
wize.life-Nutzer
Die meisten Pillen helfen jedenfalls den Apotheken
wize.life-Nutzer
Wie recht Sie haben! Wie benimt handelt es sich bei mir nicht um die benannten "Medis" (nehme Opioide) und dies ist hier ja eigendlich nicht das Thema welches benannt wurde! Allerdings hat man ja auch eine sogenannte "Schmerzskala" und da werden solche "Beschwerden wie zb. Kopfschmerzen bei mir ausgeblendet wobei mir bewusst ist das "Migräne" Patienten auf Dauer auch Psychologisch krank werden können. Stimme Ihnen völlig zu betreff : "Körpersignale einfach mit
"solchen" Substanzen einfach aus zu schalten. Betreff meiner medizinischen Kenntnisse kann ich mich nur anschließen. Jedoch möchte ich noch zum Ausdruck bringen, wenn man mit knapp 60 Jahren wie meine Bekannte Medikamente nehmen musst gegen
Bluthochdruck,Nierendysfunktion und Bronchal Asthma, dass man da diesbezüglich wenig Möglichkeiten hat dies zu verbessern, ohne entsprechende Medikamente zu nehmen, oder ?

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wize.life-Nutzer
In allen diesen Fällen wird der entsprechende Facharzt gut wissen was zu tun ist
wize.life-Nutzer
Ohne Ibuprofen hätte ich meine Schmerzen nach OP nicht in den Griff bekommen, auch nicht das hohe Fieber an die 40.
Jemand, der diese Erfahrungswerte und Schmerzen nie kennen gelernt hat, sollte sich dazu niemals negativ äußern.
wize.life-Nutzer
Wenn es hilft, ist es ja okay. Wenn die Einnahme ärztlich verordnet und überwacht wird, erst recht.
wize.life-Nutzer
Wenn du deine Schmerzen nicht anders aushältst fragst du nicht nach Nebenwirkungen. Und ich bin mit Sicherheit jemand der Tabletten in jeglicher Form ablehnt. Sei einfach froh und dankbar das es dir gut geht.
wize.life-Nutzer
100%.
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