Wegen Coronavirus: Bayern erlässt Besuchsverbote für Alten- und Pflegeheime

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen untersagt der Freistaat Bayern Angehörigen weitgehend den Besuch von Alten- und Pflegeheimen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München an.

Bayern schränkt den Besuch von Altenheimen stark ein
Bayern schränkt den Besuch von Altenheimen stark einFoto-Quelle: Robert Kneschke - Fotolia

"Da es keine Medikamente gibt, sind wir darauf angewiesen, andere Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung zu verlangsamen", sagte Söder auf der Pressekonferenz am Freitag. Die Enkel sollten auch nicht von den Großeltern betreut werden, appellierte er.

Virus besonders gefährlich für Senioren

Hintergrund für die Einschränkung ist, dass die von Sars-CoV-2 ausgelöste Krankheit Covid-19 für alte und kranke Menschen besonders gefährlich ist. Virologen werden nicht müde zu appellieren, in den nächsten Monaten die Enkel nicht zu den Großeltern zu bringen.

Bis 20. April schließen Schulen und Kitas

Allerdings erschweren dies die gerade beschlossenen Kita- und Schulschließungen, die ab sofort bis zum Ende der Osterferien am 20. April gelten – denn berufstätige Eltern sind oft auf die Unterstützung von Oma und Opa angewiesen.

Söder sagte weiter, mit dem Kultusministerium werde über eine Notfallbetreuung und die Abiturprüfungen gesprochen. "Kein Schüler soll aus dieser Situation einen Nachteil erfahren", betonte er.

Kommunalwahl soll stattfinden

Auch Veranstaltungen sollen weitestgehend im Freistaat abgesagt werden. Das betreffe Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern. Die Kommunalwahl in Bayern soll allerdings wie geplant stattfinden.

Söder sagte mit Blick auf die angekündigten Einschränkungen in der nächsten Zeit: "Diese fünf Wochen können entscheidend sein".

Mehr zum Thema:

Immer mehr Länder schließen Schulen und Kitas - Bundesliga unterbricht Spielbetrieb: Der Coronavirus-Ticker

Mann besprüht Nachbarin mit Desinfektionsmittel und schreit "Corona"

Coronavirus: "Kinder möglichste nicht mehr bei Oma und Opa abgeben"

1 Kommentar

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Was soll dieser erneute Hystrie wegen dem Korona-Virus? Das ist doch nicht der erste und wird auch nicht der letzte Virus sein, den wir erleben. Herr Palmer sagte es richtiger weise: Wenn Schulen und Kindergärten geschlossen werden, wo gehen dann die Kinder hin? Natürlich zu den Großeltern, was bleibt den Eltern sonst übrig? Das soll doch lt. Herrn Lauterbach die Gruppe sein, die den Virus am meisten zu befürchten hat. Hier werden durch hysterische Maßnahmen Länder wirtschaftlich kaputt gemacht. Wenn Herr Scholz vollmundig, wie so oft verkündet, daß der Staat genügend Mittel hat, dann frage ich mich, warum er so eine ungerechte Steueragrobatik vorführt? Zuerst will er haben, daß man eine eigene Vorsorge betreibt, in dem man Aktien für die Altersabsicherung käuft und gleich darauf will er die Verluste nicht auf die Gewinne anrechnen lassen? Was ist das für eine Politik? Oder war es politisch gewollte, daß man Teile der Bevölkerung ins Verderben rennen läßt und gleich noch den Sargnagel dazu liefert?
Vielleicht hilft am Abend ein Schnaps zum Gurgeln um Keime und Viren abzutöten
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.