Merkel in der Corona-Krise: "Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst!"

Das hat es in der Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch nie gegeben. Zum ersten Mal wendet sie sich in einer TV-Ansprache - wenn man die Neujahrsansprache weg lässt - direkt an die Bürger in Deutschland. Was die Regierungschefin zur Corona-Krise zu sagen hat, erfahren Sie hier.

Corona: Angela Merkel über größte Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg
Corona: Angela Merkel über größte Herausforderung seit dem 2. WeltkriegFoto-Quelle: ZDF/Screenshot

"Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst!", sagte die Kanzlerin Merkel in der Aufzeichnung ihrer Ansprache, die um 19.15 Uhr im TV ausgestrahlt wird. Seit dem Zweiten Weltkrieg habe es "keine Herausforderung an unser Land gegeben, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankam“. Es seine eine historische Aufgabe.

Das Virus verändere das Leben dramatisch, so Merkel. Sie wisse, wie hart die Schließungen etwa von Veranstaltungsräumen, Schulen, Kitas und Spielplätzen seien. "Es sind Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gab."

"Die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sie über Monate zu strecken und so Zeit zu gewinnen", sagte die Kanzlerin einem vorab herausgegebenen Text der Ansprache zufolge. Denn es gebe weder eine Therapie noch einen Impfstoff.

Nicht hamstern

Merkel mahnte aber auch: "Hamstern, als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch." Die Versorgung mit Lebensmitteln sei jederzeit gesichert, leere Regale würden aufgefüllt.

Merkel appellierte zudem an die Bürger, die beschlossenen Regeln zu befolgen. "Es kommt auf jeden an. Wir sind nicht verdammt, die Ausbreitung des Virus passiv hinzunehmen. Wir haben ein Mittel dagegen: wir müssen aus Rücksicht voneinander Abstand halten." Momentan sei "nur Abstand Ausdruck von Fürsorge". Man müsse das Risiko, "dass der eine den anderen ansteckt, so begrenzen, wie wir nur können".

Ob es weitere Maßnahmen gebe? Möglich!

Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch: was womöglich noch nötig ist."

IM VIDEO | Coronavirus: Virologe entdeckt neue Symptome

10 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
So ist es !
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Es war eine "Muttirede",aber ich fand sie gut. Keine Panikmache, sondern vernünftig und realistisch.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Die Franzosen hamstern Rotwein, die Holländer Schip's, die Amis' Waffen und wir Toilettenpapier . Darüber sollte Sie mal Nachdenken, wie Fertig wir sind?
wize.life-Nutzer
Tunnes kaalle : Die Amis hamstern keine Waffen , was soll der Scheiß?
wize.life-Nutzer
über das Toilettenpapier braucht man doch nicht nachdenken !!!
das es zur Zeit keins gibt, liegt wohl daran, das es in diesem Lande hier zu viele Ar... löcher gibt
wize.life-Nutzer
Monika
Dann Informiere Dich mal genauer.
wize.life-Nutzer
Eben in den Nachrichte : in Düsseldorf lagern in einer Fa. 2 Millionen Pakete Toiolettenpapier. Wahnsinn!!!
wize.life-Nutzer
Die Hälfe davon benötigen die Politiker im Landtag ! Da sitzen ja genug "Bedürftige" herum. Glatte 10 Prozent von dem Vorrat allein
für den Ministerpräsidenten. Der benötigt das sogar doppelt, denn mit dem Papier kann man auch "Sprechblasen" weg wischen
Anmerkung : ich deklariere diesen Beitrag nach WDR-TV Art mal
als "Satire" ... !
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
viel geredet aber nichts gesagt
wize.life-Nutzer
wie üblich bei dieser Frau !!!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.