Verbreitung über die Luft - Coronavirus könnte durch Atem übertragen werden

Einer Studie von US-Wissenschaftlern zufolge kann sich das neuartige Coronavirus leichter über die Luft verbreiten, als bisher angenommen. Schon durch normales Atmen oder Sprechen könnten genügend Viren in die Luft geraten, um andere Menschen infizieren zu können, sobald diese die Erreger einatmen. Laut den Forschern könnten Atemschutzmasken dieses Risiko stark vermindern.

COVID-19-Studie: Bereits Atmen oder Sprechen könnte Coronavirus übertragen
COVID-19-Studie: Bereits Atmen oder Sprechen könnte Coronavirus übertragenFoto-Quelle: Pixabay

Anthony Fauci, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am National Institute of Health (NIH), sagte gegenüber dem US-Sender Fox News, dass man die Empfehlungen für Schutzmasken überarbeiten werde. Bislang hatten US-Behörden Bürgern davon abgeraten, sich Atemschutzmasken zuzulegen. Dies sei nun anders. Grund hierfür seien neueste Erkentnisse darüber, dass "das Virus tatsächlich auch dann verbreitet werden kann, wenn Menschen nur sprechen. Nicht nur bei Husten und Niesen."

Der Mediziner mahnte jedoch, dass derzeit zu wenige Masken verfügbar seien. Der Bestand sollte zuerst an die "Frontlinie gegen das Coronavirus" in Krankenhäusern und Arztpraxen gehen.

Wissenschaftler schreiben Brandbrief an das Weiße Haus

Wissenschaftler der National Academy of Sciences (NAS) hatten am 1. April einen Brandbrief an das Weiße Haus geschickt, in dem sie die jüngsten Forschungsergebnisse zu diesem Thema zusammenfassten und die US-Regierung vor dem Ansteckungsrisiko warnten. Schon ein Gespräch zwischen zwei Menschen könnte zu einer Infektion führen, so die Forscher.

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Virus bleibt bis zu drei Stunden lang in der Luft

Bisher hatten Gesundheitsbehörden verlautet, dass der Hauptübertragungsweg größere Wassertröpfchen seien, die von infizierten Menschen beim Niesen oder Husten ausgeschieden werden. Die neue Studie legt jedoch nahe, dass das Virus auch in einem sehr feinen Nebel, der beim Ausatmen entsteht, übertragen werden könnte. In diesem Aerosol könnte das Coronavirus bis zu drei Stunden lang in der Luft bleiben, wie eine vom NIH finanzierte Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, ergab.

Kritiker warnen vor Übertreibung des Risikos

Die jüngst veröffentlichten Studienergebnisse lösten jedoch eine heftige Debatte aus. Kritiker werfen den Forschern vor, die Ergebnisse zu übertreiben. Das Team hinter der Studie verwendete spezielle medizinische Zerstäuber, um absichtlich einen sehr feinen Virusnebel zu erzeugen. Dies habe jedoch wenig mit den wahrhaftigen Vorgängen im alltäglichen Leben zu tun, so die Kritiker.

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4 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Ich fühle mich nicht eingesperrt, habt ihr keine Hobbys.
Rausgehen kann ich immer noch, wenn ich die Regeln beachte, als was soll die Panikmache, einfach nur an die Vorschriften halten.
Wenn auf der Autobahn Tempo 80 ist, fahren die meisten (Männer) ja auch schneller. Also einfach an die Regeln halten.
wize.life-Nutzer
Ich fühle mich auch nicht eingesperrt.
Bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen halte ich mich aber ganz artig zurück, das kann Frau auch ganz gut.
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wize.life-Nutzer
Die finden immer neue Wege um Ihre Verbotswidrigen Handlungen zu rechtfertigen,jeden Tag neue fragwürdige Einzelheiten um die Menschen einzusperren,so langsam reicht es!
wize.life-Nutzer
In der Tat da geb ich dir recht langsam nervt Es nur noch der ganze scheiß
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