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Herzstolpern: Vorhofflimmern erhöht das Demenz-Risiko

Nicht immer schlägt unser Herz im Rhythmus. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung (1). Betroffene haben ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall und die Entstehung einer Demenz (2). Lesen Sie hier, woran Sie Herzstolpern erkennen können und wie Sie Ihren Puls ganz einfach selbst messen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Vorhofflimmern gut in den Griff zu bekom ...
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Vorhofflimmern gut in den Griff zu bekommenFoto-Quelle: Adobe Stock

Was ist Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern, von einigen Betroffenen als Herzstolpern wahrgenommen, ist die häufigste Form einer Herzrhythmusstörung. Jeder vierte Erwachsene in den Industrieländern entwickelt im Laufe seines Lebens Vorhofflimmern (1). In Deutschland haben etwa 1,8 Millionen Menschen Vorhofflimmern (3). Fachleute gehen aber von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus (4). Denn Vorhofflimmern wird – wenn überhaupt – häufig erst spät entdeckt. In Deutschland ereignen sich jährlich etwa 270.000 Schlaganfälle. Jeder Fünfte davon ist auf Vorhofflimmern zurückzuführen (1,5).

Vorhofflimmern selbst ist nicht lebensgefährlich, erhöht aber das Risiko für Schlaganfälle sowie indirekt für Demenz und kann auf Dauer das Herz schwächen (2). Deshalb sollten Sie Vorhofflimmern ernst nehmen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie den Verdacht haben. Vorhofflimmern ist in der Regel gut behandelbar. Auch das durch Vorhofflimmern erhöhte Schlaganfallrisiko kann reduziert werden – mit so genannten Gerinnungshemmern. Daten aus Beobachtungsstudien deuten zudem darauf hin, dass eine solche medikamentöse Therapie mit einem geringeren Demenzrisiko einhergeht (6,7).

Mehr zum Thema Vorhofflimmern erfahren Sie auch auf www.herzstolpern.de.

Wie erkenne ich Vorhofflimmern?

Einige nehmen Vorhofflimmern als „Herzstolpern“ oder „Herzrasen“ wahr (2). Viele Betroffene spüren aber gar keine oder nur unspezifische Symptome (2). Regelmäßiges Pulsmessen kann zum Erkennen von Vorhofflimmern beitragen (2). Weitere Anzeichen für Vorhofflimmern sind (2):

  • Atemnot
  • Antrieblosigkeit
  • Benommenheit
  • Brustschmerzen
  • Engegefühl in der Brust
  • Erschöpfung
  • Schwächegefühl
  • Schwindel
  • Schwitzen
  • Schlafstörungen
  • innere Unruhe

Auf den Rhythmus kommt es an! Sie können selbst zur Erkennung von Vorhofflimmern beitragen, indem Sie regelmäßig Ihren Puls messen. Wichtig ist, immer um die gleiche Zeit den Ruhepuls zu messen. Zum Beispiel morgens vor dem Aufstehen oder abends vor dem Zubettgehen. Lesen Sie hier, wie Sie den Puls richtig messen: Vorhofflimmern: Richtig Pulsmessen. Das Video „Richtig Pulsmessen“ zeigt Ihnen, wie einfach das geht.

Welche Risikofaktoren begünstigen Vorhofflimmern?

Die genauen Ursachen für Vorhofflimmern sind noch nicht bekannt. Sicher ist, dass mit zunehmendem Alter, insbesondere ab 65 Jahren, die Wahrscheinlichkeit steigt, an Vorhofflimmern zu erkranken (1). Etwa sieben Prozent aller 65-Jährigen sind von Vorhofflimmern betroffen (1). 80-Jährige trifft es beispielsweise noch häufiger (1). Das Alter ist demnach der größte Risikofaktor. Aber auch der persönliche Lebensstil hat einen Einfluss auf die Herzgesundheit (1). Die Risikofaktoren im Überblick:

  • Übergewicht (2)
  • Bluthochdruck (2)
  • bestehende Herz-Kreislauf- oder Gefäßerkrankungen (1)
  • nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe) (2)
  • Diabetes (1)
  • Herzinfarkt (1)
  • Lungenerkrankungen (1)
  • häufige starke Anstrengung (1)
  • Rauchen (2)
  • starker Alkoholkonsum (2)

Sehen Sie im Video, welche Risikofaktoren Vorhofflimmern begünstigen und wie Sie Vorhofflimmern erkennen können:


Was hat Vorhofflimmern mit Demenz zu tun?

Medizinische Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern und der Entstehung einer Demenz (7). Aber über welche Mechanismen wird dies vermittelt? Große manifeste Schlaganfälle stellen nur einen Teil der Erklärung dar für den kognitiven Abbau. Einen größeren Anteil haben wahrscheinlich unbemerkt abgelaufene Hirnembolien mit resultierenden stummen Infarkten im Gehirn sowie zerebrale Mikroinfarkte. Als Folge kommt es zu einem Verlust an Nervenzellen im Gehirn.

Nach mehreren Hirninfarkten steigt die Wahrscheinlichkeit, an einer gefäßbedingten Demenz zu erkranken, auf bis zu 40 Prozent an (8).

Welche Risikofaktoren fördern die Entwicklung einer Demenz?

Wie bei Vorhofflimmern steigt das Risiko für eine Demenz mit zunehmendem Alter (9). Neben Vorhofflimmern können auch weitere Erkrankungen eine Demenz begünstigen (9):

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Bluthochdruck
  • Entzündungen der Gefäße
  • hohe LDL-Cholesterinwerte

Wie kann Vorhofflimmern behandelt werden?

Es ist kein gutes Gefühl, wenn das Herz nicht mehr so schlägt, wie es soll. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, Vorhofflimmern gut in den Griff zu bekommen. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie empfiehlt eine ganzheitliche Therapie (1). Die Behandlung soll die Lebenserwartung erhöhen und die Lebensqualität verbessern. Die Therapie umfasst fünf zentrale Punkte:

1. Akute Frequenz- und Rhythmuskontrolle: Ziel ist es, den gestörten Puls unter Kontrolle zu bekommen. Dazu werden zum Beispiel Medikamente aus der Gruppe der Betablocker eingesetzt, die die Herzfrequenz bei akuten Beschwerden kontrollieren.

2. Behandlung auslösender Faktoren: Ein wesentlicher Bestandteil dieser Therapie ist die Korrektur des Lebensstils durch Schulungen zur Herzgesundheit (gesunde Ernährung, moderate Bewegung, Rauchen aufhören etc.) sowie die Behandlung zugrundeliegender Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

3. Senkung des Schlaganfallrisikos: Sogenannte orale Antikoagulanzien (= Gerinnungshemmer) hemmen die Blutgerinnung und können das Schlaganfallrisiko senken.

4. Verbesserung der Symptomatik: Zur Verbesserung der Symptomatik bei Vorhofflimmern sowie zum Erhalt der sogenannten LV-Funktion (Funktion der linken Herzhälfte) wird eine Frequenz-regulierende Therapie durchgeführt.

5. Wiederherstellung des Herzrhythmus: Eine weitere Therapieoption ist es, den normalen Herzrhythmus mit Hilfe von Antiarrhythmika, Kardioversion oder Katheterablation wiederherzustellen. Eine regelmäßige Kontrolle des Herzrhythmus ist weiterhin wichtig.

Egal, wofür Ihr Herz schlägt. Achten Sie darauf, dass es im Rhythmus bleibt.

Mehr Infos zum Thema finden Sie HIER.


Mit freundlicher Unterstützung von Bristol Myers Squibb und Pfizer

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Quellen:
(1) Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (Stand 2016): Management von Vorhofflimmern. Online-Quelle. URL: https://leitlinien.dgk.org/files/201...rbeitet.pdf, zuletzt abgerufen am 08.04.2020.
(2) Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Stand 2017): Vorhofflimmern. Online-Quelle. URL: https://www.gesundheitsinformation.d...311.de.html, zuletzt abgerufen am 08.04.2020.
(3) Kip et all (2015): Weißbuch Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern. Thieme Verlag.
(4) Bjorck S, Palaszewski B, Friberg L, Bergfeldt L. Atrial fibrillation, stroke risk, and warfarin therapy revisited: a population-based study. Stroke 2013;44:3103–3108.
(5) Kirchhof et al, Eur Heart J. 2016 Oct 7;37(38):2893-2962.
(6) Bunch TJ et al.: Arrhythm Electrophysiol Rev 2019; 8: 8–12
(7) Friberg L et al.: Eur Heart J 2019; 40:2327–35
(8) Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe (2019). Schlaganfall – und dann Demenz? Online-Quelle. URL: https://www.schlaganfall-hilfe.de/de...dann-demenz, zuletzt abgerufen am 15.04.2020.
(9) Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Stand 2017): Alzheimer-Demenz. Online-Quelle. URL: https://www.gesundheitsinformation.d...219.de.html, zuletzt abgerufen am 15.04.2020.