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Vorhofflimmern: Bei Diabetes auch an die Herzgesundheit denken

Diabetes ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen (1). Was viele nicht wissen: Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern (2). Vorhofflimmern kann unbehandelt einen Schlaganfall (3) zur Folge haben.

Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern
Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für VorhofflimmernFoto-Quelle: Pixabay

Häufig unterschätzt: Vorhofflimmern bei Diabetes

In Deutschland sind 6,9 Mio. Menschen an Typ-2-Diabetes und 32.000 Kinder und Jugendliche sowie 340.000 Erwachsene an einem Typ-1-Diabetes erkrankt (5). Diabetes ist damit eine der häufigsten chronischen Erkrankungen (1). Diabetiker haben ein um 34 Prozent erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern (6). Vorhofflimmern ist die Herzrhythmusstörung, an der Menschen mit Typ-2-Diabetes am häufigsten erkranken (5).

Was ist Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern ist außerdem die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung in entwickelten Ländern (7). Allein in Deutschland haben etwa 1,8 Millionen Menschen Vorhofflimmern (8). Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Vorhofflimmern stark an (7). Vorhofflimmern an sich ist nicht lebensgefährlich (2). Die Erkrankung erhöht jedoch das Risiko für verschiedene Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Schlaganfall (2), Demenz (7) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (2). Menschen mit Vorhofflimmern haben so zum Beispiel ein etwa fünf Mal höheres Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen (7). Von knapp 270.000 Schlaganfällen pro Jahr in der Bundesrepublik (9) sind 20-30% durch Vorhofflimmern bedingt (7).

Doch die gute Nachricht ist: Wenn Vorhofflimmern frühzeitig entdeckt wird, ist es gut behandelbar. Auch das durch Vorhofflimmern erhöhte Schlaganfallrisiko kann beispielsweise durch die Einnahme von Gerinnungshemmern gesenkt werden (7).

Wie erkenne ich Vorhofflimmern?

Einige Betroffene spüren Vorhofflimmern in Form von „Herzstolpern“ oder „Herzrasen“ (3). Das Herz ist aus dem Rhythmus geraten. Viele Menschen mit Vorhofflimmern haben wiederum keine spürbaren Symptome oder Beschwerden (7).

Mögliche Symptome bei Vorhofflimmern

Die Anzeichen bei Vorhofflimmern können höchst unterschiedlich und vielfältig sein. Dazu gehören (7):

  • Abgeschlagenheit
  • Benommenheit
  • Brustschmerzen
  • Engegefühl in der Brust
  • Erschöpfung
  • Herzstolpern, Herzrasen
  • Luftnot
  • Schwächegefühl
  • Schwindel
  • Schwitzen
  • Schlafstörungen
  • innere Unruhe

Auf den Rhythmus achten

  • Bei Vorhofflimmern gerät das Herz aus dem Rhythmus, es stolpert. Durch regelmäßiges Pulsmessen können Sie erkennen, ob Ihr Herz möglicherweise nicht im Rhythmus schlägt.
  • Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihr Puls häufiger unregelmäßig ist oder im Ruhezustand über 100 Mal pro Minute schlägt.

Den eigenen Puls kann man selber gut mit smarten Uhren mit EKG- beziehungsweise Pulsmess-Funktion oder Smartphone-Apps überprüfen. Auch Blutdruckmessgeräte sind eine Option. Allerdings können Sie Ihren Puls ebenfalls gut mit zwei Fingern am Handgelenk ertasten. Lesen Sie hier, wie Sie so Ihren Puls richtig messen. Weitere Informationen über die Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern sowie deren Risiken und Folgen finden Sie unter www.herzstolpern.de.

Diabetes und Vorhofflimmern: Was kann ich tun?

Vorhofflimmern ist eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die laut Schätzungen ein um 34 Prozent erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben (6). Wegen dieses erhöhten Risikos für Vorhofflimmern und der damit verbundenen Gefahr eines Schlaganfalls rät die Deutsche Herzstiftung insbesondere Diabetikern, regelmäßig den Puls zu messen (6). So können Betroffene frühzeitig Auffälligkeiten des Herzrhythmus‘ entdecken und durch einen Arzt abklären lassen. Auch ein herzgesunder Lebensstil kann dazu beitragen, Sie vor weiteren Erkrankungen und ihren Folgen zu schützen (6). Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung und Ihr Gewicht.

Diabetes – welche Typen gibt es?

Es gibt zwei Arten von Diabetes. Bei beiden Formen sammelt sich Zucker im Blut an:

Diabetes Typ 1: Ursache für diesen Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung (5). Diese tritt in der Regel schon im Kindes- oder Jugendalter auf (5). Bei Typ-1-Diabetikern kann die Bauchspeicheldrüse kein oder nur sehr wenig Insulin produzieren (9). Der Insulinmangel bringt den Stoffwechsel durcheinander und kann vor allem bei Typ-1-Diabetikern eine völlige Stoffwechselentgleisung (Ketazidose) verursachen (9). Betroffene müssen deshalb ihr Leben lang regelmäßig Insulin spritzen (9). Insulin ist ein wichtiger chemischer Botenstoff in unserem Körper. Der Botenstoff sorgt dafür, dass unsere Körperzellen den Zucker aus den Lebensmitteln gut aufnehmen können (10).

Diabetes Typ 2: Bei Typ-2-Diabetikern wirkt der Botenstoff Insulin nur noch unzureichend und die Körperzellen nehmen zu wenig Zucker auf (10). Diese Form tritt meist mit zunehmendem Alter auf, deshalb auch häufig der Name „Altersdiabetes“ (10). Typ-2-Diabetes kommt wesentlich häufiger vor als Typ-1-Diabetes. Rund 90 Prozent aller betroffenen Diabetiker haben einen Typ-2-Diabetes (11).

Zuckerkrankheit: Welche frühen Diabetes-Symptome gibt es?

Bei Menschen mit der so genannten Zuckerkrankheit ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft zu hoch (Hyperglykämie) (10). Das ist nicht immer einfach zu diagnostizieren. Typ-2-Diabetes entwickelt sich ähnlich wie Vorhofflimmern über Jahre, ohne dass sich eindeutige Symptome zeigen (10). Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann mit folgenden Symptomen einhergehen (10):

  • Antriebsschwäche
  • Atemluft riecht nach Aceton (Nagellackentferner)
  • übermäßiger Durst
  • starker Harndrang
  • Infektanfälligkeit
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • trockene Haut
  • Übelkeit

Bemerken Sie einige dieser Symptome, sollten Sie eine mögliche Erkrankung beim Arzt abklären lassen. Denn frühzeitig diagnostiziert, kann Diabetes gut behandelt werden, so dass spätere mögliche Folgen eingedämmt werden können. Gleiches gilt für Vorhofflimmern.

Weitere Informationen rund um das Thema Vorhofflimmern finden Sie unter www.herzstolpern.de


Mit freundlicher Unterstützung von Bristol Myers Squibb und Pfizer

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Quellen:
(1) Deutsche Diabetes Gesellschaft (Stand 2015). Patientenleitlinie zur Therapie des Typ-2-Diabetes. Online-Quelle. URL: https://www.deutsche-diabetes-gesell...-pll_1_.pdf, zuletzt abgerufen am 09.04.2020
(2) Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V.
(3) Deutsche Schlaganfallhilfe
(4) Langzeitstudie im European Heart Journal (2019; doi: 10.1093/eurheartj/ehz386)
(5) Deutsche Diabetes Gesellschaft (2020). Deutscher Gesundheitsbericht | Diabetes 2020. Online-Quelle. URL: https://www.deutsche-diabetes-gesell...ht_2020.pdf, zuletzt abgerufen am 09.04.2020
(6) Deutsche Herzstiftung (Stand 2016). Diabetes: bei Herzpatienten oft unerkannt. Online-Quelle. URL: https://www.herzstiftung.de/diabetes.html, zuletzt abgerufen am 09.04.2020
(7) Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (Stand 2016): Management von Vorhofflimmern. Online-Quelle. URL: https://leitlinien.dgk.org/files/201...rbeitet.pdf, zuletzt abgerufen am 09.04.2020
(8) Kip et all (2015): Weißbuch Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern
(9) Diabetes Ratgeber
(10) Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Stand 2019): Diabetes Typ 2. Online-Quelle. URL: https://www.gesundheitsinformation.d...486.de.html, zuletzt abgerufen am 15.04.2020.
(11) Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Stand 2017): Diabetes Typ 1. Online-Quelle. https://www.gesundheitsinformation.d...196.de.html, zuletzt abgerufen am 16.04.2020.