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Pflege in Zeiten von Corona - Kleines Stück Normalität zurückbringen

Im März 2020 war in Deutschland nichts mehr wie es vorher war. Die Corona-Pandemie führte zum Erliegen großer Teile des öffentlichen Lebens. Schulen und Büros wurden geschlossen - und Seniorenheime zu Hochrisikozonen erklärt. Doch wie ist die Situation in den Seniorenheimen jetzt? Was wird für den Schutz von Bewohnern und Mitarbeitern getan? Monika Nirschl vom Seniorendomizilbetreiber compassio beantwortet die wichtigsten Fragen.

Pflege im Seniorenheim - Was in Zeiten von Corona wichtig ist
Pflege im Seniorenheim - Was in Zeiten von Corona wichtig istFoto-Quelle: Adobe Stock

Senioren, gerade solche mit Vorerkrankungen, sollten in der Corona-Krise wegen des erhöhten Infektionsrisikos besonderen Schutz erfahren. Das hatte aber auch zur Folge, dass Besuche von Angehörigen zunächst nicht mehr erlaubt waren - und sie es jetzt nur unter strengen Vorgaben wieder sind. Bewohnerinnen und Bewohner litten unter dem plötzlichen Kontaktverlust, Kinder und Enkel machten sich große Sorgen um ihre Liebsten.

"Bei uns gab es in den zurückliegenden Wochen die gesamte Bandbreite an Situationen – Häuser, die betroffen waren von Covid-19-Ausbrüchen, Häuser mit Verdachtsfällen und glücklicherweise viele Häuser, in denen es bislang keine Vorkommnisse gab", erklärt compassio-Geschäftsführerin Monika Nirschl. Die 50-jährige Diplom-Ingenieurin ist verantwortlich für 20 Seniorenheime in Bayern. Momentan habe sich die Lage entspannt, so Nirschl weiter. "Dennoch tragen wir mit höchstem Engagement und größter Vorsicht dazu bei, dass eine erneute Verbreitung nach wie vor im Griff gehalten wird."

Monika Nirschl blickt auf über 20 Jahre Erfahrung in der stationären Pflege  ...
Monika Nirschl blickt auf über 20 Jahre Erfahrung in der stationären Pflege zurückFoto-Quelle: compassio

Zu Beginn der Corona-Krise hätten viele Pflegeheimbewohner unter dem verhängten Besuchsverbot gelitten. "Nähe und körperlicher Kontakt zu Bezugspersonen, insbesondere Kindern und Enkelkindern fehlte", so Nirschl. "Wir sorgen uns sehr gerade um unsere dementiell erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner. Je nach Schweregrad der Erkrankung verlieren diese den Bezug zu ihren Lieben. Dennoch haben wir stets große Akzeptanz und Verständnis für die Maßnahmen erfahren."

Höchste Schutzvorkehrungen in Pflegeheimen

Immerhin sind seit Anfang Mail Angehörigenbesuche unter Wahrung von höchsten Schutzvorkehrungen wieder erlaubt. "Das ist eine gute Entwicklung, die Bewohnern und Mitarbeitern guttut und ein kleines Stück Normalität in den Alltag zurückbringt", ist Nirschl überzeugt. Dennoch seien aber Adhoc-Besuche – auch aufgrund der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen – leider nicht möglich.

Es gelten feste Besuchszeiten, die vorab mit der Einrichtungsleitung zu vereinbaren seien. Darüber hinaus müssten alle Besucher namentlich bei der Einrichtung registriert sein. "Für die Besucher gilt eine Maskenpflicht und das Gebot, nach Möglichkeit durchgängig einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten", sagt Nirschl.

Weiter vorsichtig: Corona-Gefahr noch nicht gebannt

Die compassio-Geschäftsführerin bleibt trotz der Lockerungen weiter vorsichtig: "Wir wissen alle, dass sich die aktuelle stabile Lage schnell wieder verändern kann." Pflegeeinrichtungen blieben auch in Zukunft Hochrisiko-Zonen und Nährboden für das Virus. "Wenn dieses den Weg in eine Einrichtung findet, dann ist eine Ausbreitung nur schwerlich zu verhindern mit entsprechenden Folgen", warnt Nirschl. "Sollten wir jetzt nachlässig bei der Einhaltung der Schutzmaßnahmen werden, dann gefährden wir Risikogruppen."

Wie Seniorenheim-Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige mit der Corona-Krise umgehen, warum die Balance zwischen Corona-Schutz und sozialer Teilhabe so wichtig und gute Pflege so wertvoll ist, lesen Sie im ausführlichen Interview mit compassio-Geschäftsführerin Monika Nirschl auf erl.de. Einfach hier klicken!