Trump unterzeichnet Tierschutz-Gesetz - Tierquälern droht in den USA jetzt Gefängnis

Erst kürzlich sorgte ein besonders brutaler Fall von Tierquälerei in Deutschland für Entsetzen: Unbekannte hatten im brandenburgischen Bad Liebenwerda ein Eichhörnchen an einen Baum genagelt.

In den USA gilt ein solcher Fall von Tierquälerei jetzt als schweres Verbrechen und kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu sieben Jahren bestraft werden. Ein entsprechendes Bundesgesetz hat US-Präsident Donald Trump in der Nacht zu Dienstag (26. November 2019) unterzeichnet.

US-Präsident Trump bei der Unterzeichnung des Gesetzes gegen Tierquälerei
US-Präsident Trump bei der Unterzeichnung des Gesetzes gegen TierquälereiFoto-Quelle: Twitter/Screenshot/The White House

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Das Gesetz mit dem Namen "The Preventing Animal Cruelty and Torture Act" (PACT) - zu Deutsch: "Gesetz zur Verhinderung der Quälerei und Folter von Tieren" - listet auf, welche Vergehen künftig in den USA auf Bundesebene verfolgt und bestraft werden.

Genannt werden etwa die absichtliche Vernichtung, Verbrennung und das Ertränken, Ersticken von "Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien".

Im Video:

Wenn Menschen Tiere quälen: Die Ursachen liegen meist in der eigenen Vergangenheit


Video-Aufnahmen von Tierquälerei verboten

Auch vom Aufspießen von Tieren - wie im Fall des Eichhörnchens aus Bad Liebenwerda - ist im neuen PACT die Rede. Ganz allgemein ist es dem Gesetz zufolge strafbar, den Tieren auf andere Art schweren Schaden zuzufügen.

Das Gesetz verbietet außerdem Fotos und Videos, auf denen Tierquälerei zu sehen ist.

Bestraft werden künftig derartige Vergehen mit einer Geldstrafe und/oder einer bis zu siebenjährigen Haftstrafe.

Das Gesetz, das Donald Trump jetzt unterzeichnet hat, ist eine parteiübergreifende Initiative, die zuvor der Kongress verabschiedet hatte.

"Sachbeschädigung" in Deutschland

In Deutschland ist Tierquälerei nach dem Tierschutzgesetz strafbar. Eine bis zu dreijährige Haft- oder Geldstrafe droht demjenigen, der "ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt".

Wobei Gefängnisstrafen für Tierquäler in Deutschland sehr selten sind. Meist verhängen Gerichte eine Geldstrafe oder ein Verbot der Tierhaltung. Denn laut Strafgesetzbuch werden Tiere als Sache eingestuft, so das bei Vergehen der Tatbestand der Sachbeschädigung zugrunde gelegt wird.

Tierschützer in Deutschland fordern seit langem, dies zu ändern und härtere Strafen für Tierquäler.

2 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Ich habe es an anderer Stelle schon einmal erwähnt: unser Tierschutzgesetz ist eine Lachnummer! Jüngstes Bespiel das Versuchslabor bei Hamburg. Was passiert? Nichts!
wize.life-Nutzer
In Deutschland werden jährlich etwa 800 Millionen Landtiere und Millionen Fische getötet. Einfach schrecklich.
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