WhatsApp pervers: Gaffer nutzen Dienst, um sich gegenseitig auf Unfälle hinzuweisen

Von einer besonders abstoßenden Form des Sensationstourismus berichtet jetzt die Polizei in Bayern: Gaffer sollen sich zunehmend gegenseitig per WhatsApp über Unfälle informieren, berichtet der "Bayerische Rundfunk" und beruft sich auf Angaben der Polizei in Landshut.

Mitunter würden sich diese Schaulustigen mithilfe von WhatsApp-Gruppen verabreden, um gemeinsam zur Unfallstelle zu fahren - in der Hoffnung, besonders dramatische Unfallszenen zu sehen und vermutlich mit dem Smartphone zu filmen.

Gaffer sollen sich zunehmend gegenseitig per WhatsApp über Unfälle informier ...
Gaffer sollen sich zunehmend gegenseitig per WhatsApp über Unfälle informieren.Foto-Quelle: Pixabay

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Dadurch würden Rettungskräfte in ihrer Arbeit behindert, immer wieder müsse die Polizei einschreiten, zitiert der BR Stefan Scheibenzuber von der Landshuter Polizei.

Diese WhatsApp-Gruppen sind der Polizei ein Dorn im Auge. Gelassen jedoch sehen die Ermittler dem Sender zufolge solche Gruppen, in denen sich Autofahrer gegenseitig auf Geschwindigkeitskontrollen der Polizei aufmerksam machen.

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Das könne im besten Fall sogar dazu beitragen, dass sich die Autofahrer defensiver verhalten, sagt Scheibenzuber. Allerdings: Wer beim Autofahren aufs Smartphone blicke, um WhatsApp-Nachrichten zu lesen, dem drohe eine Geldstrafe von bis zu 100 Euro.

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