Messerattacke in München: Polizist wird vielleicht nicht mehr gesund

Der Polizist, der am Münchner Hauptbahnhof niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden ist, könnte lebenslange Schäden davon tragen. Der Täter, der nach eigenen Angaben aus Hass auf Polizisten gehandelt hat, wurde in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen.

Ob der Münchner Polizist vollständig gesunden wird, ist noch unklar
Ob der Münchner Polizist vollständig gesunden wird, ist noch unklarFoto-Quelle: pixabay

Der 30 Jahre alte Polizist habe aufgrund der schweren Verletzungen einer „sehr risikoreichen, komplizierten Operation“ unterzogen werden müssen, sagte der Leiter der Münchner Mordkommission Josef Wimmer am Dienstag auf einer Pressekonferenz in München.

"Hoffen auf bestmögliche Heilung"

Die Operation sei gut verlaufen, allerdings könne noch "keine valide Auskunft gegeben werden, ob es zu einer vollständigen Genesung kommt. Hier hoffen wir alle auf eine bestmögliche Heilung".

https://www.Polizei.bayern.de/content/3/0/6/9/6/0/zweite_pressekonferenz_zum_angriff_auf_einen_polizeibeamten_am_m__nchner_haupt....mp4

Rückenmark verletzt

Zuvor hatte bereits Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) berichtet, dass der Mann Rückenmarksverletzungen davongetragen habe und er schwere Schädigungen befürchte.

Täter kam von hinten

Ein 23 Jahre alter polizeibekannter Mann hatte den Polizisten am Montagmorgen gegen 6.30 Uhr von hinten ein Messer in den Rücken gerammt, als dieser am Hauptbahnhof einen 24 Jahre alten Eritreer kontrollierte. Der Angriff war "so heftig, dass die Messerklinge nahe am Heft abbrach und im Hals-Nackenbereich des Kollegen stecken blieb", wie Wimmer beschrieb.

Kontrollierter 24-Jähriger half Polizisten

Daraufhin brach der Polizist sofort zusammen. Mithilfe von Passanten, darunter einem Zollbeamten, und dem kontrollierten Eritreer konnte sein Kollege den Angreifer zu Boden ringen.

Täter wollte gezielt Polizisten töten

Der Tatverdächtige begründete seine Attacke mit einem "allgemeinen Hass auf die Polizei". "Demnach wollte er einen Polizeibeamten gezielt töten", sagte Wimmer.

Mann ist psychisch krank

Der Mann war schon in der Vergangenheit im Zusammenhang mit psychischen Problemen polizeiauffällig geworden. Auch jetzt ergab eine Begutachtung, dass der 23-Jährige während der Tat unter einer akuten psychiatrischen Erkrankung litt und seine Steuerfunktion "erheblich beeinträchtigt" gewesen sei, wie Wimmer erläuterte.

Versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor und begründete die Einweisung in die geschlossene Psychiatrie sowohl mit der Erkrankung als auch mit der Gefahr für die Allgemeinheit, die von dem Mann ausgehe.

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1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Dass Deutschland auf Platz 17 der sichersten Länder sein soll, entspringt wohl einer alten Statistik. Inzwischen ist D auf Platz 22 abgerutscht, wen wundert es noch?
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Deutschland rutscht, wie auch schon in den vergangenen Jahren, weiter ab und fällt aus der Top 20 der friedlichsten Länder auf Platz 22 (letztes Jahr: 17).

https://www.travelbook.de/ziele/laen...er-der-welt
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