Kein Platz in der Bahn: Greta Thunberg muss im ICE am Boden sitzen

Ihr blieb nur noch der Sitz auf dem Boden: Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat den Alltag vieler deutscher Pendler kennen gelernt - überfüllte Züge. Sie selbst fand im ICE nur noch einen Platz auf dem Boden, was sie allerdings nicht zu stören schien.

Greta Thunberg durchquert Deutschland im ICE - auf dem Boden
Greta Thunberg durchquert Deutschland im ICE - auf dem BodenFoto-Quelle: Greta Thunberg/Twitter

Bei ihren Reisen als Klimaaktivistin hat Greta Thunberg schon Erfahrungen mit vielerlei Verkehrsmitteln gemacht. Zweimal überquerte sie den Atlantik auf Segeljachten. Von Portugal nach Madrid wurde ihr ein Esel angeboten – sie wählte dann doch den Zug.

Auch zurück nach Hause von der Klimakonferenz in der spanischen Hauptstadt fuhr sie im Zug – unter anderem in einem ICE der Deutschen Bahn. Dort verbrachte die 16-Jährige die Fahrt auf dem Boden, weil der Zug so voll war. Ein Bild davon veröffentlichte sie am Samstagabend auf Twitter.

"Reise mit überfüllten Zügen durch Deutschland. Und ich bin endlich auf dem Weg nach Hause!", schrieb sie.

"Überfüllte Züge sind unsere Spezialität"

User amüsierten sich, zumal sie auf dem Bild unter einem Plakat sitzt, das für den "Komfort-Check-In" wirbt.

"Overcrowded trains are our local specialty in Germany 😉", schrieb Atilla.

Xtra meinte: „Willkommen in Deutschlands Full-Service-Zugkomfort, beschert durch Imkompetenz der CDU und Minister Andreas Scheuer [der zur CSU gehört].“

"Thank you for travelling ..."

Die deutsche Friday’s for Future-Bewegung zitierte schlicht die Deutsche Bahn:

Kritik an Weltklimakonferenz

Zuvor hatte Greta Thunberg die Weltklimakonferenz in Madrid scharf kritisiert, bevor sie – quasi schon auf dem Heimweg – am Freitag in Turin in Italien noch auf einer Demonstration auftrat.

Mühsame Einigung bei Weltklimakonferenz

Nachdem die Weltklimakonferenz schon zu scheitern drohte, einigten sich die Teilnehmer nach einer 40-stündigen Verlängerung am Sonntag doch noch auf eine Abeschlusserklärung, wie "focus.de" berichtet.

Sanfte Erinnerung

Darin erinnerte das Plenum nach zweiwöchigen Verhandlungen alle rund 200 Staaten an ihre Zusage, im nächsten Jahr ihre Klimaschutzziele für 2030 möglichst zu verschärfen.

Weiter wird gestritten

Das Plenum wollte demnach zudem Regeln für die internationale Zusammenarbeit beschließen, insbesondere den Handel mit Klimaschutz-Gutschriften. Ob das gelingt, ist allerdings offen. Hier wird allerdings noch über Details gerungen.

Den Bemühungen zugrunde liegt das Pariser Abkommens. Dessen Ziel es ist, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Dafür muss der Ausstoß von Treibhausgasen vor allem aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas in den kommenden Jahren drastisch sinken, bisher steigt er aber immer weiter.

Der nächste UN-Klimagipfel findet im November 2020 in Glasgow statt.

2 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Das jedes Jahr Millionen Deutsche so reisen müssen interessiert kein Schwein bei dieser Bahn, die haben unsere Steuergelder mit Investitionen im Ausland veruntreut und unsere Infrastruktur verkommt. Zur Sanierung werden jetzt wieder wir Bürger über Steuersubventionen zur Kasse gebeten.
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