Silvester 2019: Deutsche Feuerwerks-Importe steigen zweistellig

Kein Thema hat Deutschland 2019 so beschäftigt wie die Klimadebatte. Gefühlt will jeder CO2-Abgase sowie die Feinstaubbelastung in der Luft reduzieren. Doch wenn es darum geht, persönlich zurückzustecken, sieht es mit der Bereitschaft eher mau aus. Ein Beispiel: die Silvesterböllerei. Obwohl Millionen Deutsche beteuern, der Knallerei zum Jahreswechsel dem Klima zuliebe abzuschwören, steigen die Importe von Feuerwerkskörpern in diesem Jahr mit zweistelligen Zuwachsraten.

Silvester-Knallerei: Handel erwartet Rekordzahlen
Silvester-Knallerei: Handel erwartet RekordzahlenFoto-Quelle: Pixabay

Laut "Welt" stammen dabei 80 bis 85 Prozent der Importe aus Asien, größtenteils aus China.

Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Bereits bis Oktober stiegen die Feuerwerksimporte um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies entspricht Ausgaben von 96,4 Millionen Euro. Auch die importierte Menge wuchs um fast 18 Prozent auf 37.184 Tonnen Raketen und Böller an. Und da ist der Silvester-Umsatz noch gar nicht mit einberechnet.

Schon 2018 hatten die Feuerwerksimporte mit insgesamt 47.400 Tonnen und 121 Millionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Im Vergleich zu 1999 wurden 48 Prozent mehr Feuerwerkskörper in den Himmel gejagt - allerdings nicht nur an Silvester, sondern auch während des Jahres bei unterschiedlichen Veranstaltungen mit Pyrotechnik.

Keine Umsatzeinbußen

Der Branchenverband geht davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt. „Wir hoffen auf einen Umsatz von rund 133 Millionen Euro wie im Vorjahr“, sagte Klaus Götzen, Geschäftsführer des Verbandes der pyrotechnischen Industrie, der „Welt“.

Auch der deutsche Marktführer Weco Feuerwerk verzeichnet bislang keine Umsatzeinbußen aufgrund der Debatte um ein Böllerverbot. „Der erste Werksverkaufstag verlief sehr zufriedenstellend“, so ein Firmensprecher. Man gehe nach Vorgesprächen mit Großkunden davon aus, dass auch im nächsten Jahr die Bedeutung des Feuerwerks für den Handel groß bleibe.

Branchenverband fordert Versachlichung der Feuerwerksdebatte

Branchenverband und Weco fordern zudem eine Versachlichung der Feuerwerksdebatte. So wurden die Hochrechnungen des Umweltbundesamtes „bisher nie unter realen Bedingungen gemessen“. Das Umweltbundesamt hatte ermittelt, dass die Feinstaubmenge durch Feuerwerke pro Jahr bei 4500 bis 5000 Tonnen liege.

Der Verband wolle in der Silvesternacht selbst Messungen durchführen, um die neuen, validen Zahlen dann der Öffentlichkeit sowie dem Umweltbundesamt vorzulegen.

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1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Diese ganze Klimadebatte wurde von den Grünen angezettelt,wenn es,aber darum geht Geld in die Kassen zu spühlen,ist plötzlich alles vergessen,diese Doppelmoral sucht seines gleichen!
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