Polizei und Feuerwehr mit Raketen beschossen - Video zeigt Randale

Wolfsburg - Im Stadtteil Westhagen haben mehr als 30 junge Leute in der Silvesternacht an einem Schulzentrum randaliert. Videos davon landeten im Netz. Auch wurden Raketen auf Polizisten und Feuerwehrleute abgefeuert. Die Polizei ermittelt.

Wolfsburg: Schulgebäude unter "Beschuss"
Wolfsburg: Schulgebäude unter "Beschuss"Foto-Quelle: Screenshot Youtube

"Bei einem Einsatz wegen eines Brandalarms in einem Schulkomplex in Wolfsburger Stadtteil Westhagen wurden in der Silvesternacht Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr massiv mit Feuerwerksraketen und Leuchtmunition durch ausufernde Silvesterfeiernde vom nahen Marktplatz vor dem Einkaufszentrum beschossen", teilte die Polizei bereits am 1. Januar mit.

"Mit Platzverweisen wurde das Silvesterfeuerwerk der Feiernden nach drei Stunden schließlich beendet", so die Polizei weiter. "Als sich vier Beteiligte im Alter zwischen 18 und 23 Jahren den polizeilichen Maßnahmen widersetzen und als mutmaßliche Tatverdächtige von Einsatzkräften erkannt werden, fixieren Beamte das Quartett mit Handfesseln." Laut Polizei wurden drei Schreckschusswaffen mit Aufsätzen zum Verschießen von Feuerwerksmunition sichergestellt.

Hoher Schaden an Schulgebäude

Später dann wurde das ganze Ausmaß der Gewaltaktion offensichtlich. So wurden Schulfensterscheiben mutwillig zerstört und in dem Klassenzimmer Knallkörper gezündet. Die Polizei geht von einem Schaden über 10.000 Euro aus. Die Beamten ermitteln nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Landfriedensbruch in besonders schwerem Fall.

Ein Video zeigt das Ausmaß der Randale:

Zunächst wurden mehrere Fensterscheiben der Wolfsburger Oberschule und des Albert-Schweitzer-Gymnasiums zerstört, anschließend mehrere angezündete Silvesterraketen und Knallkörper in ein Klassenzimmer geworfen. Brandbeschädigungen an dem Schulmobiliar, Wänden und dem Fußboden waren die Folge.

Böller und Raketen gezündet

"Als Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr aufgrund des Brandmeldealarms im Schulkomplex den genauen Brandort lokalisieren, werden sie mit Böllern beworfen, die in einer extrem lauten blitzartigen Detonation abbrennen, so das Beamte später von illegalen Feuerwerkskörpern ausgehen", heißt es in der Polizei-Mitteilung.

Und weiter: "Als die Einsatzkräfte sich in dem betroffenen Klassenzimmer zur Schadensbegutachtung aufhalten, näherte sich eine kleine Gruppe, zündete Raketen und nutzte Feuerwerksmunition, die nur aus Schreckschusswaffen abgefeuert werden kann. Diese Feuerwerksgeschosse schlugen durch die zerstörten Scheiben direkt in dem Klassenzimmer zwischen den Kräften ein. Zum Glück wurde keine Einsatzkraft verletzt."

Bei diesen Waffen handele es sich nach dem Waffengesetz um erlaubnispflichtige Waffen, die auf öffentlichen Wegen und Plätzen nicht geführt werden dürfen.

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