Daoub Nabi - 71-jähriger fing in Neuseeland Kugeln ab, um andere zu retten

49 Menschen wurden bei den Anschlägen in Christchurch in Neuseeland ermordet. Dass nicht noch mehr Todesopfer zu beklagen sind, ist auch Daoud Nabi zu verdanken, der sich schützend in den Kugelhagel geworfen hat. Er selbst erlitt durch seine Heldentat tödliche Verletzungen. Er hinterlässt 9 Enkelkinder.

71-Jähriger wird in Christchurch zum Held (Symbolbild)
71-Jähriger wird in Christchurch zum Held (Symbolbild)Foto-Quelle: Public domain

Gegenüber NBC News erklärte sein Sohn, Omar Nabi (43), dass er selbst das Freitagsgebet am 15.3.2019 hatte ausfallen lassen, weil er arbeiten musste. Von sienem 71-jähriger Vater, einem frommer Muslim, war er sicher, dass sich dieser in der Moschee befinden musste. Als er von dem Terror-Angriff hörte, fuhr er umgehend zur Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum von Christchurch, um Daoud Nabi zu suchen.

Doch da war sein Vater bereits tot, getroffen von Kugeln des Attentäters, als er sich schützend vor einen anderen Gläubigen geworfen hatte.


Daoud Nabi, ein Ingenieur aus Afghanistan, war in den 1980er-Jahren nach Neuseeland gekommen. In der muslimischen Gemeinde hatte er immer wieder Flüchtlingen bei ihren ersten Schritten in dem neuen Land geholfen. Sein Sohn beschreibt seien Hilfsbereitschaft so:

Egal ob sie nun aus Palästina, Irak oder Syrien kommen - er war die erste Person, die ihre Hand hochhielt.

Bei dem Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch (Neuseeland) sind am 15. März 2019 mindestens 49 Menschen getötet und weitere 48 Menschen verletzt worden. Die von einem rechtsextremen 28-jährigen Australier verübte Tat ist nach Zahl der Todesopfer das schwerste Verbrechen in der Geschichte Neuseelands.

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