Deutschen ist Herkunft der Lebensmittel wichtiger als Tierwohl und Umweltschutz

Umwelt- und Tierschutz hat in Deutschland Hochkonjunktur. Die Grünen schwimmen auf einer Erfolgswelle. Auf den Fridays for Future Kundgebungen kämpft die Jugend für eine klimafreundliche Lebensweise. Doch wenn es ums Essen geht, hört die Umweltfreundlichkeit scheinbar auf.

Erschreckende wenige sorgen sich bei Lebensmitteln um die Tierhaltung.
Erschreckende wenige sorgen sich bei Lebensmitteln um die Tierhaltung.Foto-Quelle: Pixabay

Das ist das erschreckende Ergebnis einer EU-weite Umfrage im Auftrag der Behörde für Lebensmittelsicherheit. Demnach ist den Deutschen die Herkunft der Lebensmittel deutlich wichtiger als Tierhaltung und Umweltschutz.

60 Prozent der Befragten gaben an, dass die Herkunft der Lebensmittel kaufentscheidendes Kritierum im Supermarkt sei. Für knapp 40 Prozent ist der Preis wichtig. Der EU-Schnitt liegt jeweils bei 50 Prozent.

Überraschenderweise spielten nur bei 35 Prozent der Deutschen ethische Aspekte beim Lebensmittel-Kauf eine Rolle. Dabei mussten sich die Befragten nicht auf einen Aspekt festlegen. Mehrfachnennungen waren möglich.

Sorge um eigene Gesundheit

Darüber hinaus achten die Befragten immer mehr auf die Qualität. So sorgten sich 60 Prozent um Hormone, Antibiotika oder Steroide im Fleisch, mehr als 40 Prozent machen sich Gedanken um Pestizide in Lebensmitteln bzw. Schadstoffen in Fisch, Fleisch oder Milchprodukten.

Drei von vier Deutschen gaben sogar an, aufgrund neuer Informationen über gesundheitliche Risiken, ihre Gewohnheiten geändert zu haben.

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