Lidl legt offen, wo und von wem die Ware produziert wird

Transparenz bei der Herkunft von Lebensmitteln und anderer Ware wird Verbrauchern immer wichtiger. Der Discounter Lidl trägt dem jetzt Rechnung, indem er offenlegt, woher er seine Produkte bezieht: Er veröffentlichte eine ausführliche Liste seiner Eigenmarken-Lieferanten.

Lidl startet eine Transparenz-Offensive
Lidl startet eine Transparenz-OffensiveFoto-Quelle: pixabay/Frauke Feind

Das Verzeichnis umfasst rund 3000 Firmennamen mit Adressen. Nach einer Auswertung des "Lebensmittelzeitung", über die der "Stern" berichtet, sind darunter 1000 Lebensmittelhersteller, 700 Textilproduzenten und 1300 Zulieferer weiterer Non-Food-Produkte.

Viele Lebensmittelproduzenten aus Deutschland

Die Liste zeigt eine unterschiedliche Gewichtung im Lebensmittel- und im Non-Food-Bereich.
Von den Herstellern der Lebensmittel, die unter der Eigenmarke vertrieben werden, haben demnach 564 Firmen ihren Sitz in Deutschland – das sind mehr als die Hälfte. Die übrigen Firmen kommen aus dem EU-Ausland. Besonders stark vertreten: Produzenten aus Italien (87), Frankreich (73) und den Niederlanden (51).

Non-Food vor allem aus China

Abseits der Lebensmittel stammt die Ware vor allem aus China: Dies sei bei 1500 der 2000 Zulieferern der Eigenmarke der Fall.

Dabei sitzen die Hersteller so genannter Hartware (Gartenmöbel, Spielzeug) den Angaben zufolge zu 90 Prozent in China.

Textilien auch aus anderen chinesischen Ländern

Geringer ist der chinesische Anteil bei den Textilien. Hier haben 300 der 700 Produzenten ihren Sitz in China, 140 kommen aus Bangladesch sowie weitere aus Myanmar, Indien, Kambodscha und anderen asiatischen Ländern.

Das Register, das dem Discounter zufolge keine Lidl-eigenen Produzenten beinhaltet, soll regelmäßig aktualisiert werden.

Hier geht's zur vollständigen Liste.

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