Falsche DHL-Nachrichten im Umlauf: Verbraucherzentrale warnt vor Betrug

Klamotten hier, Bücher dort und zwischendurch andere Dinge des täglichen Bedarfs: Vieles wird derzeit wegen der Corona-Pandemie im Internet bestellt. Das ist nicht nur für Verbraucher praktisch, sondern auch Betrüger nutzen diese Möglichkeit, um an Geld und Daten anderer zu gelangen - derzeit mit täuschend echten DHL-Nachrichten.

Falsche DHL-Nachrichten im Umlauf: Verbraucherzentrale warnt vor Betrug
Falsche DHL-Nachrichten im Umlauf: Verbraucherzentrale warnt vor BetrugFoto-Quelle: Pixabay

Davor warnt aktuell die Hamburger Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite. In letzter Zeit berichten immer mehr DHL-Kunden davon, wie sie per E-Mail oder SMS dazu aufgefordert werden, einen kleinen Beitrag an den Paketdienstleister zu überweisen, damit ihre Sendungen ausgeliefert werden können.

Wer auf den Link in der SMS oder E-Mail klickt, gelangt auf eine Webseite, die wie die offizielle Seite von DHL daherkommt. Sogar ein aktueller Hinweis zur Corona-Pandemie ist eingebunden. Doch Achtung: Die Zustellung bestellter Ware ist nur Mittel zum Zweck. Tatsächlich haben es Betrüger auf die Daten abgesehen.

Gibt der Kunde seine Sendungsnummer nun ein, wird er zu einer Seite mit dem vermeintlichen Status der Lieferung weitergeleitet. Dort erfährt er, dass die Zustellung gestoppt wurde, weil noch ein Betrag von zwei Euro zu begleichen sei. Der Versand erfolge innerhalb von 24 Stunden ab Zahlungseingang.

Täuschend echte DHL-Nachrichten: Fallen Sie darauf nicht herein!
Täuschend echte DHL-Nachrichten: Fallen Sie darauf nicht herein!Foto-Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg

Nutzungsbedingungen: So erkennen Kunden den Betrug

Klickt der Empfänger jetzt auf den Button "Zur Zahlung", erscheint ein Formular. Hier sollen Daten wie Name, Anschrift und E-Mail sowie in manchen Fällen Kreditkartendaten eingetragen werden. Füllt der Kunde das Formular aus, muss er nun nur noch die "Nutzungsbedingungen" akzeptieren und auf "Weiter" klicken.

Achtung: In kleiner Schrift neben der Häkchen-Box zu den vermeintlichen Nutzungsbedingungen wird gleichzeitig darauf hingewiesen, dass beim Fortfahren des Prozesses nach einer fünftägigen Testperiode ein Abonnement von 69,95 Euro für einen unbekannten Dienst startet.

Ob die Kreditkarte beziehungsweise das Bankkonto nach Ablauf der "Testperiode" mit dem genannten Betrag tatsächlich belastet wird, ist unklar. Dennoch haben Betrüger nun die Möglichkeit, mit den gestohlenen Daten Abonnements und Kaufverträge im Namen des Geschädigten abzuschließen.

Gefälschte DHL-Nachricht? Darauf müssen Sie achten

In echten E-Mails von DHL beginnt der enthaltene Link zur Sendungsverfolgung immer mit der Adresse "nolp.dhl.de". Gefälschte E-Mails verweisen auf andere Webadressen (oben: "support1"), die nur vorgeben, von DHL zu stammen. Zudem fordert DHL grundsätzlich nicht zur Vorabzahlung von Waren auf.

Haben Sie eine ähnliche E-Mail oder SMS erhalten? Auf der Internetseite von DHL können Sie den Betrug dem Kundenservice mitteilen.

1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Die Betrüger sind sehr kreativ. Ich wünschte es wären auch die Richter oder Fahnder in diesen Gefilden.
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