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"Es ist etwas verloren gegangen": Precht erklärt, wie die Menschen wieder glücklich werden
"Es ist etwas verloren gegangen": Precht erklärt, wie die Menschen wieder gl ...
"Es ist etwas verloren gegangen": Precht erklärt, wie die Menschen wieder glücklich werden

Der Philosoph Richard David Precht spricht auf Labkultur.tv über die nivellierende Wirkung von Geld und vergleicht die Wirkung des Zahlungsmittels mit dem Internet.

Neben einem ungeheuren Schub an Wohlstand habe das Geld als Zahlungsmittel auch vernichtende Auswirkungen mit sich gebracht: Es duldet keine anderen Werte neben sich.

Das heißt, ab einer bestimmten Summe wird jeder korrupt

Der Umstand, dass Menschen nurmehr investieren, auch in die Beziehung oder in den Freundeskreis, hinterlasse ein schales Gefühl.

Wir werden nicht mehr restlos glücklich. Irgendwas ist verloren gegangen

Precht glaubt, dass in einer weiteren Evolution der Werte nun "Zeit" eine wesentliche Rolle spielen wird.

Zeit ist der größte Luxus um Wohlstand

Er geht soweit, dass er aus dieser Erkenntnis der Menschen eine Transformation der Gesellschaft erwachsen sieht.

31 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Mit diesem 5-Min-Beitrag von der Frühgeschichte bis ins Digitale Zeitalter kann ich nicht alluzuviel anfangen. Precht argumentiert mit einer romantischen Vorstellung von Zeit und Glück, die es so wohl nie gegeben hat, denn in Zeiten vor der Uhr war der Mensch umso mehr damit beschäftigt, seine Zeit für das nackte Überleben aufzuwenden. Das trifft in etwas abgemilderter Form aber wieder mehr auch auf den heutigen Menschen zu, sofern er kein Geld hat, das für ihn arbeitet.

Dass Zeit nun zum Luxusgut erhoben wird, ließe sich auch so interpretieren, dass der Wert der Dinge üblicherweise von der Schicht der Vermögenden bestimmt wird und die wenden sich - nachdem sie an materiellem Reichtum schon mehr haben als sie brauchen und dafür keine Zeit mehr aufwenden müssen - dem ideellen Wert der Zeit zu, die der breiten Masse immer mehr abhanden kommt. Das wiederum insinuiert, dass Zeit und Glück letztendlich doch käuflich sind …
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wize.life-Nutzer
Der Faktor ZEIT ist nicht zu unterschätzen. Wer nur dem Wohlstand
nachrennt, hat natürlich für andere Dinge keine Zeit mehr. Die Kinder,
die Ehe usw. kommen zu kurz und man kann diese Zeit nicht mehr
nachholen. Leider merkt man dies immer erst, wenn es zu spät ist.
Dabei kann das Leben so schön sein - wenn die Sichtweise geändert
wird ...
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wize.life-Nutzer
Mich macht es jetzt sehr glücklich, wenn ich einem Flüchtlingen helfen kann, ihren Kindern Schulsachen, Spielzeug oder Kleidung zu besorgen.
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wize.life-Nutzer
Was hat bitte Glück mit Geld zu tun. Man kann auch glücklich sein mit wenig Geld. Ich hab in meinem Leben beides schon gehabt, teife Armut und relativ hohen Wohlstand.
Als ich arm war, gab es Zeiten, wo ich sehr glücklich war, denn ich hatte mehr zeit für mich und meinen Neigungen.
Als mir sehr gut ging, mit großem Haus, 2 dicken Autos usw. musste ich teilweise bis zu 18 Stunden im Büro sitzen und dem geld hinterher laufen.
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wize.life-Nutzer
Precht verwechselt da etwas Wesentliches.
Nämlich verwechselt er Wohlstand mit Konkurrenzkampf.

Wer im Konkurrenzkampf steht, der generiert zwar materiellen Wohlstand, verspielt aber seine eigene Lebensqualität.

Der Klugen hält sein minimales Glück im Auge und beschränkt den Aufwand zum maximalen Glück.
wize.life-Nutzer
Wer mit seinem minimalen Glück zufrieden ist, braucht sich dem Konkurrenzkampf nicht (mehr) aussetzen.
Bis er erkennt, dass Kampf ja Teil seine Glückes ist.
Bis er erkennt: Ich kämpfe, also bin ich.
wize.life-Nutzer
Was will uns Precht dann sagen?
Er beschreibt nur einen Zustand.
wize.life-Nutzer
Minimales Glück? Was ist denn das? Wird das Glück denn größer, wenn man mehr Geld zur Verfügung hat? Ich habe mein ganzes Leben lang nichts Derartiges erlebt! Wenn kein Mangel herrscht, die Grundbedürfnisse gedeckt sind – und das sind sie in Deutschland – auch in der DDR ja seit den 50-er Jahren, wenn man einigermaßen gesund ist, könnte man glücklich sein.
Könnte! Aber dazu muss man etwas tun! Man muss für ein harmonisches Familienleben sorgen, muss Freundschaften pflegen, muss zufrieden seinem Beruf nachgehen, muss Hobbys haben, und darf niemals neidisch nach dem vermeintlich besseren Leben anderer schielen.
Und was das Geld anbetrifft: Mehr als ausgeben kann man es ja nicht – dann ist es weg, und die Dinge, für die man es ausgegeben hat, sind oft gar nichts wert.
Was ist denn schöner, ein Gartenfest mit Freunden, bei dem jeder was zum Essen und Trinken beisteuert oder ein Dinner in einem Sterne-Restaurant, für das man ein Monatsgehalt ausgibt und wo man sich kaum zu atmen traut?
wize.life-Nutzer
Das volle Glück für eine junge Frau: Kindersegen.
Das minimale Glück einer alten Frau: Sie erfreut sich am Treiben der Vögel an ihrem Vogelhäuschen.

Manchmal sehe ich die alte Frau auch in der Kirche.

Wie Mitochondrien die Energie für das Zellwachtum liefern, so liefert das "minimale Glück" uns die Energie für die (über-)
lebensnotwendige Hoffnung.
Das Glück will aber auch gespeist werden, sonst bleibt es aus, wie die Vögel am Häuschen.
wize.life-Nutzer
Kindersegen - für eine junge Frau das volle Glück? Warum gibt es denn dann so viele Abtreibungen von jungen, gesunden Frauen? Warum verhüten sie bis 40?
Und wenn schon Kinder, dann eins, höchstens zwei, nicht vor 35.
Und die alte Frau hat das volle Glück, wenn ihre Töchter nicht so kinderfeindlich eingestellt sind und ihnen Enkel bescheren - ich habe 5 davon - und noch voller wäre das Glück, wenn ich auch noch - da ich noch ziemlich fit bin-
Urgroßmutter sein könnte. Und nicht zu verachten: ein Orgelkonzert in einer Kirche.
Dass Glück "gespeist" werden will, hast du recht erkannt, Nichts anderes habe ich oben gesagt: Freundschaften und Familienbanden pflegen.
Bernhard: Luftballons pflegen zu platzen. Mein Glück ist viel stabiler
wize.life-Nutzer
Das Glück ist relativ, denn man muss selber sehr viel dazu tun.
wize.life-Nutzer
Zufriedenheit kann auch mit Glück gepaart sein - einfach so...
wize.life-Nutzer
Wenn ich mir die Frage nach dem Gegenteil von Glück stelle, so lautet die Antwort: Unglück.
"Unglück" bündelt Sorgen, Krankheit, Angst und Verzagtheit.
Also bündelt "Glück" Stabilität, Gesundheit und Hoffnung.

Wie kann ich mich, stecke ich in einer misslichen, hoffnungslosen Situation, freistrampeln?

Indem ich mich auf meine Kernkompetenz , nämlich das "minimale Glück", zurückziehe und nach einer angemessenen Pause einen neuen Anlauf versuche, den ich mir in Ruhe wohl überlegt habe.
wize.life-Nutzer
Bernhard: Glück und Zufriedenheit müssen nicht identisch sein.
Wenn z. B. der berühmte Dachziegel 2 Meter vor mir auf die Erde und nicht auf meinen Kopf fällt, dann HABE ich unverschämtes Glück gehabt - aber meine Lebenseinstellung wird dadurch nicht insgesamt glücklicher.
Glücklich SEIN und Zufrieden SEIN sind für mich jedoch ein und dasselbe. Hier ist wieder das berühmte HABEN oder SEIN! (siehe auch Erich Fromm)
wize.life-Nutzer
Glück in der Liebe, Glück im Spiel, aber jemand glücklich
machen erfordert schon mehr "Initiative"!
wize.life-Nutzer
Danke, Edith, für die interessante Formulierung.
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wize.life-Nutzer
Ich bin seit einigen Jahren im Ruhestand und habe mir noch zu Job-Zeiten ganz fest vorgenommen, niemals zu sagen :

RENTNER HABEN KEINE ZEIT ....

.... es ist mir gelungen

Heute erlaube ich mir den Luxus, mich mit Dingen zu beschäftigen, die ich gerne mache (von Ausnahmefällen mal abgesehen) - aber Zeit habe ich immer
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wize.life-Nutzer
Ich falle so gar nicht in das Konzept: Ich habe genauso viel Zeit wie alle, nur nutze ich sie anders
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wize.life-Nutzer
Das Streben nach Mehr, die Ruhelosigkeit, der Egoismus der weiter um sich greift, die Rücksichtslosigkeit, die Lieblosigkeit ..all dies, sind Phänomene unserer heutigen Gesellschaft.

Denke gern am meine Kindheit zurück, die 50/60iger Jahre.. da waren diese Eigenschaften ein Fremdwort. Wir hatten nicht viel, waren für einander da, und haben uns gegenseitig geholfen, soll ja heute auch noch "stellenweise" vorkommen !! Verloren gingen diese Werte ab 1990..!! > die Globalisierung sollte diese Eigenschaften neu beleben, genau das Gegenteil ist der Fall !!
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wize.life-Nutzer
Menschen sind abgekoppelt.
Die einen brauchen sich in keiner Weise anzustrengen,... die Börse vermehrt ihr Geld und ihr "Gespür" für die Kosten eines guten Lebens verlieren sie nach und nach. Es wird zur Selbstverständlichkeit.
Die anderen ackern und rödeln, was die Kräfte hergeben und fühlen sich dennoch nicht wertgeschätzt. Schaffen es kaum, sich das gute Leben zu erarbeiten, da es NUR mit der Hände Arbeit heute kaum mehr funktioniert.
Durch Fleiß ist weit weniger möglich, als es vor Jahrzehnten der Fall war, somit verschieben sich der Anspruch und die Erfüllung dessen....Frust kommt oftmals auf.
Ist dann "Zeit übrig" sind die einen inzwischen oft gelangweilt und nutzen sie immer nur für denselben "Spaß", während die anderen oft zu erschöpft sind, um diese Zeit als Geschenk für sich zu nutzen.
Die Gesellschaft hat sich gravierend verändert....Kapitalismus eben. Und zwar "vom Feinsten".
wize.life-Nutzer
Stimmt Werner, aber sie haben keine Zeit, da sie mit ihrem Smartphone beschäftigt sind , keinen "Bock" auf Zukunft haben .
wize.life-Nutzer
... oder alle Jugendlichen dem Diktat "Abitur" ausgesetzt sind,
weil, wer es nicht hat, von Anfang an benachteiligt ist.
wize.life-Nutzer
Ich möchte nicht einen Tag mit ihnen tauschen.
wize.life-Nutzer
... zählt aber in Politiker- und Akademikerkreisen nicht mehr wie der Altenpfleger- oder Krankenschwesterberuf, sorry, so weit haben uns die Altparteien schon runter- und missgewirtschaftet mit ihrem elitären und arroganten Regierungsstil !!!

Ich behaupte mal, dass in 10 Jahren Handwerker wie Manager bezahlt werden müssen, weil es kaum noch welche gibt und wenn, dann müssen wir Otto-Normalverbraucher die Zeche dafür zahlen. Statt das Potential der neuen jungen Bürger unseres Landes handwerklich auszubilden, erhalten sie eher Hartz-IV-Gelder vom Staat !!!
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wize.life-Nutzer
Die Zeit als Ware. Viele von uns werden nach Zeit bezahlt - Euro/Stunde und nicht nach dem was sie tun, d.h sie verkaufen ihre Zeit - wobei, die Zeit nicht ihnen gehört; sie ist da, für alle gleich - nicht ganz: niemand weiß, wann seine Zeit hier endet...
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