Sein letzter Tag


Ich lebe nun schon fünf einsame Jahre ohne meinen treuen Gianni oder einen neuen vierbeinigen Gefährten.

Nicht, weil mir ein Leben ohne Hund besser gefallen würde. Nein, weil ich es mir im Alter leider nicht mehr leisten kann, einen Hund zu halten. Nicht wegen der Kosten für seine Nahrung und der Hundesteuer.

Nein, wegen der hohen Mietkosten für eine artgerechte Wohnung und Umgebung für einen Hund und die immer im Hintergrund drohenden und dann sehr hohen Tierarztkosten für einen vierbeinigen Freund und Lebensgefährten.

Gianni "musste" zwar auch am Ende seines Lebens in dieser sehr engen, kleinen Plattenbauwohnung hier in Rostock in einem gewöhnungsbedürftigen sozialen Umfeld leben, aber da gab es noch die schöne, große Hundewiese direkt vor dem Plattenbau, die mittlerweile einer "Seniorenresidenz" mit winzigen Zimmerchen und mit m.E. bemitleidenswerten Insassen weichen musste.

Wenn du stark genug bist, Gianni's letzten Tag aus seiner Sicht lesen zu wollen, hier geht's zu dem Blog-Artikel -->> https://dauerblog.de/2020/01/11/gian...anuar-2015/

wize.life-Nutzer
KategorieErinnerungen

37 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Ich erzähle euch eine kleine Geschichte.
Hans und Inge zogen ein, wurden meine Nachbarn, er Hotelchef und sie, 37 Jahre jung.
Sie hatten noch keine Kinder, wollten aber welche.
Die junge Frau ließ alle möglichen medizinischen Hilfen über sich ergehen, es meldete sich kein Kind an.
Er machte mittlerweile nächtliche Sauf-Runden und kam toal kaputt zurück. Sie litt und meinte, lange würde sie das nicht mehr aushalten.

Irgendjemand empfahl ihnen einen Hund, und eines Tages kam ein Golden Retriever in die Wohnung meiner Nachbarn.
Er rettete die Partnerschaft, lag den ganzen Tag unter dem Schreibtisch im HOtel, an dem auch Herrchen und Frauchen saßen. Er war ein süßer Kerl.

Heute leben sie zu dritt am Bodensee und sind sehr glücklich miteinander. Hoffentlich leben sie noch viele Jahre!!! zu dritt.

Ich bin mit Hunden aufgewachsen und liebe sie über alles
wize.life-Nutzer
Danke, wize.life-Nutzer, für diese schöne Geschichte. Auch wir sind kinderlos und lebten 25 Jahre mit unseren beiden Hunden Gina und Gianni (nacheinander) zusammen. Es stimmt, Hunde können sehr gute Therapeuten sein!
wize.life-Nutzer
Sie können Gedanken lesen und sind die ehrlichsten und treusten Freunde.
Als eine Freundin von mir ihren Hund verlor, ging sie 4 Tage nicht in ihre Wohnung.
So ein Abschied tut weh - ich wünsche Euch viel Kraft!
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wize.life-Nutzer
Unser Odin musste am 02.04 19 die letzte Reise antreten. Er war noch keine 8 Jahre alt. Gefühlt haben meine Tränen einen Eimer gefüllt.
Wir haben aber noch unsere Griechin Sophia.
Wir wäre es, wenn Du Dich als Hundepate verdingst?
wize.life-Nutzer
Lieb gemeint, aber dann könnte ich ja gleich die Verantwortung für einen eigenen Hund übernehmen ...
wize.life-Nutzer
Klar, die Entscheidung kannst nur Du treffen.
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wize.life-Nutzer
Danke euch allen für die tröstenden Kommentare. Ich bin echt sprachlos und überwältigt. Tausend Dank!
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wize.life-Nutzer
da kommen wohl jedem hundefreund die tränen...wünsche dir einen neuen besten freund.
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wize.life-Nutzer
Mir laufen die Tränen.... und die Erinnerungen kommen hoch an unseren Joshy... ich schaue auf Emma und weiß, es wird sich in nicht allzu ferner Zukunft so oder so ähnlich wiederholen... wer Hunde in sein Leben lässt, findet einen treuen Freund.... du hast das wunderbar beschrieben....
wize.life-Nutzer
Danke, wize.life-Nutzer Ich wünsche dir noch ganz viele wunderschöne Tage mit Emma.
wize.life-Nutzer
Vielen lieben Dank.... die wünschen wir uns auch
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wize.life-Nutzer
Ich kann es sehr gut nachempfinden, was du schilderst.

Auch ich hatte einen sehr großen alten Hund, 67 cm Schulterhöhe, 12 Jahre alt, musste wegen der Trennung aus einem großen Haus auf 1.700 qm in ein neues Domicil umziehen und suchte nach einer Erdgeschosswohnung oder einem kleineren Haus, in dem Hundehaltung erlaubt ist.
An dem Haus hing mein Herz nicht. Viel zu groß für mich und meine Tochter und das Riesengrundstück eine unglaubliche Belastung neben einem Vollzeitjob. Ich hatte ja auch noch den Garten meiner Mutter zu pflegen.

Alle Versuche meinen Ex dazu zu bewegen, mich in dem Haus wohnen zu lassen, solange Amaree noch bei mir ist, führten zu keinem Ergebnis. Ich hatte ein Jahr Zeit, immerhin. Die Suche war frustrierend! Nirgends etwas Passendes zu finden.

Amaree nahm mir die Entscheidung schließlich ab. Sie erkrankte an einem bösartigen Tumor im Maul, der nicht zu behandeln war. Ich musste sie 5 Wochen nach der Diagnose und ein halbes Jahr vor meinem Auszug gehen lassen.

Ohne Hund eine Wohnung zu finden, war kein Problem mehr. Wir wohnen hier jetzt in einer wunderschönen Altbauwohnung in der Stadt und fühlen uns “sauwohl“.

Amaree aber fehlt noch immer und ein neuer Hund ist wegen meines Vollzeitjobs nicht drin. Wir teilen die Wohnung nun mit zwei Stubentigern.

Inzwischen lebt mein Sohn mit seiner Frau und zwei superlieben Hunden im Haus meiner Mutter. So ganz “hundlos“ bin ich also nicht.
wize.life-Nutzer
Danke für deine Erzählung, wize.life-Nutzer Und schön, dass du durch deinen Sohn nicht ganz hundelos bist.
wize.life-Nutzer
Zwei supersüße Spanierinnen...
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wize.life-Nutzer
Sehr ergreifend... ja der Hund ist ein wahrer Freund und Begleiter.....
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wize.life-Nutzer
...sehr berührend, gleichzeitig empfinde ich es als sehr tröstlich, welch glückliches Hundeleben er führen durfte...
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wize.life-Nutzer
ich kann deine Gründe sehr gut verstehen, das ist für mich der Grund, einen Hund 2 x wöchentlich in 'Pflege' zu nehmen. Ich genieße dann die Zeit mit ihm und den Spaziergängen. Ich weiß aber auch sehr genau, dass ich mir selbst - auch meines Alters wegen - aus genannten Gründen keinen Hund leisten kann.
wize.life-Nutzer
Da kenn ich so einige die es tun und die das richtig zufrieden macht.Ich hab ihn nun auch meinen letzten eigenen Hund.Nach ihm kommt keiner mehr.Aber er ist ja noch jung und es können schon noch 10 Jahre werden.
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