Pflegt ihr ein Familienmitglied zu Hause?


Liebe Community, in Deutschland pflegen rund 3 Millionen Menschen Familienangehörige zu Hause. In 70 Prozent der Fälle sind es Frauen, die anpacken. Eine harte Aufgabe, die nicht nur Kraft kostet, sondern oft auch mit Einkommenseinbußen verbunden ist! Habt ihr ein Familienmitglied gepflegt oder tut es noch? Wie geht es euch dabei? Wir würden gern einen Artikel zu dem wichtigen Thema machen, der über Zahlen hinaus geht. Schreibt uns doch bitte eure Erfahrungen. Entweder unter der Notiz oder Mail an meine-geschichte@wize.life
Vielen Dank im Voraus.

News Team
KategorieSonstiges

213 Kommentare

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wize.life-Nutzer
ja habe ich - es fehlt immer an Unterstützung - an menschlicher Unterstützung - insbesondere der Verwandschaft - leider -
wize.life-Nutzer
Mir gehts genauso...!
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wize.life-Nutzer
Ich habe neben meinem Beruf meine Demenz Kranke Mutter über 15 Jahre auch mit Hilfe meines Sohnes und danach mit Hilfe meiner zweiten Frau gepflegt. Bei mir ging es an die Substanz , meine Mutter bekam von der Nerven Ärztin Medikamente welche bewirkten das sie Tagsüber oft ruhig war und nachts aktiv was sich auf meinen Schlaf nicht gerade gut auswirkte. Nachdem ich die Medikamente weg lies wurde es besser obwohl meine Mutter sich trotzdem mehrere Male aus dem ersten Stock abseilte und gesucht werden mußte. Hilfe gab es so gut wie keine. Als ich einmal für acht Tage in den Ski Urlaub ging und meine Mutter in der Wilhelmshilfe Kurzzeitpflege unterbrachte wurde ich nach zwei Tagen angerufen weil sie weg gelaufen war und dann Gott sei Dank wieder gefunden wurde. Die von der Wilhelmshilfe teilten mir allerdings nicht mit das sie meine Mutter in die Geschlossene Abteilung im Christophsbad eingewiesen hatten. Das erfuhr ich erst als ich wieder nach Hause kam und holte sie so schnell wie möglich von dort ab , was ich da zu sehen bekam spottete auch jeder Beschreibung. Nach diesem Aufenthalt brauchte ich ein halbes Jahr um sie wieder einigermaßen umgänglich zu bekommen. Dann war da der Kampf um die Pflegestufen mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen , ohne mehrere Widersprüche war nie ein Erfolg da. Statt einer Medizinischen Untersuchung wurde gefragt welcher Tag ist heute , uns so verwirrt wie meine Mutter auch war hatte sie den Wochentag erraten. Uns schon ging der Papierkrieg von vorne los. Was in Deutschland mit Menschen welche ihre Familienangehörigen pflegen veranstaltet wird ist unverschämt.
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wize.life-Nutzer
Ja, ich habe meine Frau ca. 5 Jahre gepflegt. Nachdem sie sich nicht mehr selber versorgen konnte habe ich meinen Job aufgegeben und bin früher in Rente gegangen. Die finazielle Einbußen sind durch nichts zu ersetzten, denn das Pflegegeld ( hier 901 € ) reicht niemals aus. Schlimm war es wenn man etwas erledigen musste und das man jemanden suchte musste der sich stundenweise um meine Frau kümmern konnte. Die Schwierigkeit war das die Pflegedienste lediglich da waren, der Patientin lediglich zu essen oder zu trinken geben durften. Saubermachen oder Medikamenten geben durften die nicht. Also mussten die Termine so gelegt werden das ich immer wieder zu Hause sein musste wenn es heißt das Medikamente oder Saubermachen angesagt war. Das war Stress pur kann ich nur sagen. Nachdem meine Frau dann verstorben ist bin ich in meinem Alter endsprechend nach in Rente gegangen. Jedoch bleibt die Rente gekürzt und man kommt dem Gedanken nahe das wenn man die Pflege übernimmt das man auch noch dafür bestraft wird. Dennoch habe ich keinen Tag bereut das ich mich die Jahre über um meine Frau gekümmert habe und das 24 Std. am Tag. Wir waren 38 Jahre verheiratet gewesen und haben gelebt nach dem Motto - in guten wie in schlechten Zeiten -. Es ist auf jeden Fall verbesserungswürdigt. Ich möchte noch hinzufügen das seitens der Kinder keinerlei Unterstützung vorhanden war. Noch nicht einmal nach ihrem Tode hat sich einer sehen lassen. Warum das so war, ich habe keine Ahnung wieso das so war. Heute ist es mir egal. Meine Frau ist jetzt dort wo es ihr gut geht und sie keinerlei Schmerzen mehr hat.
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wize.life-Nutzer
Ich habe meine Mutter bis zu ihrem Tod gepflegt und habe es gerne getan. Sie war auch sehr dankbar dafür. Ich hatte eine sehr gute Mutter.
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wize.life-Nutzer
Wichtig erscheint mir der Grundsatz, dass jeder Einzelfall anders ist. Das sehr viel von der Beziehung der Betroffenen abhängt. Und, dass es keine moralischen und ethischen Vorgaben gibt, wie Menschen ihr Leben gestalten, wie sie mit ihrem Schicksal umgehen oder auch nicht. Wer sich ganz bewusst für Pflege und die damit verbundenen Dinge entscheidet darf und soll gewertschätzt werden. Ebenso wie der oder die, die sich dagegen entscheidet. Wer das Gefühl hat, etwas gegen seinen freien Willen und seine persönliche Verantwortung zu tun, also nicht frei wählen zu dürfen/können (z.B. wegen Schuldgefühlen und Scham oder vermeintlichen moralischen Verpflichtungen) der sollte innehalten und am besten auch das Gespräch mit Dritten suchen, die sich mit diesen Situationen auskennen. Jeder Mensch hat nur ein Leben und die Verantwortung und Freiheit, was er oder sie daraus macht. Jeder/jede hat die Wahl. Auch nicht zu entscheiden ist eine Entscheidung.
wize.life-Nutzer
Damit unsere Kinder nicht vor diese Wahl gestellt werden müssen - muss, soll, kann ich - haben wir ihnen diese Entscheidung abgenommen.
Wir haben uns in einem Pflegeheim bereits eine Appartement gekauft, in das wir für den Fall der Pflege unterkommen.
Heute ist aber auch das Denken freier geworden, gegenüber früher, wo es einfach für zumutbar erachtet wurde.
Ich höre das von vielen, die sagen, sie möchten den Kindern nicht zur Last fallen.
Es ist meiner Ansicht nach eigensinnig zu sagen, ich habe dich ja auch erzogen. das habe ich leider auch schon gehört.
Dazu gehört auch die Grabpflege, die wir auch nicht möchten.
Da ist es nämlich genauso, ich muss ja noch ..........
Ich möchte, dass meine Kinder auch noch später lieb über uns denken.
wize.life-Nutzer
Genau das haben wir auch gemacht und wir sind auch Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben. Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen inklusive. Und wir sprechen über alle diese Themen mit unseren drei erwachsenen Kindern sehr offen und klar.
wize.life-Nutzer
Das finde ich bewundernswert Gerhard. Viele Familien scheuen dieses Thema.
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wize.life-Nutzer
Ich habe 3 Familienmitglieder gepflegt und versorgt bis zum bitteren Ende. Bin in die Arbeit gegangen und habe mir in der Zeit meiner Abwesenheit von zu Hause Unterstützung von Pflegediensten geholt. Unser Wohnzimmer wurde zur Pflegestation mit Sauerstoffgerät, Infusionsständer und Jede Menge Pflegematerial.
Meine Verwandtschaft hat sich nicht blicken lassen,denn sie hatten angst sie könnten sich anstecken. Weder staatliche Unterstützung noch anderweitige hilfen wurden mir zuerkannt.
Als meine Angehörigen dann in einem Zeitraum von 1 1/2 Jahren alle verstorben waren, habe ich einen Schlußstrich unter die Verwandtschaft und den ach so hilfsbereiten Nachbarn gezogen. Was geblieben ist und mir sehr gut tut, ist das ich mit einem ehrlichen und guten Gewissen an das Grab meiner Eltern und Großeltern gehen kann.
Die Erkenntnis: Was man in der Lebenszeit ,der zu Pflegenden nicht getan hat, läßt sich später nicht mehr gut machen.
wize.life-Nutzer
Das ist ja verdammt hart Karl.
Ja, die lieben Verwandten.
wize.life-Nutzer
Ja, am Anfang war es hart, und ich erinnere mich noch sehr gut daran, als der letzte Trauergast mit dem Zug nach Hause gefahren ist und ich alleine auf dem Bahnsteig stand, dieses Gefühl wünsche ich keinen. Aber es hat auch seine Vorteile , denn man lernt in solchen Lebensphasen, wer die wirklichen Freunde sind . Es geht sogar so weit , daß man sich darüber klar wird, wen man selbst einmal bedenkt und wen nicht. Da gehen halt dann manche leer aus.
Was aber wirklich zählt ist, daß man immer vor sich selbst bestehen kann, wenn man morgens in den Spiegel sieht.
Staatliche Unterstützung , habe ich abgehakt und den Staat dazu.
wize.life-Nutzer
Ja Karl , bleibe dir treu, das ist ganz wichtig.
Bei meinen Geschwister, zwei Brüder, stimmt zum Glück alles und haben mir zur Seite gestanden.
Auf diese Weise kann ich nur von Glück sprechen.
Ich wünsche dir eine gute Zeit.
wize.life-Nutzer
Danke , lieb von Dir. 🌹😊
wize.life-Nutzer
wize.life-Nutzer
Mache weiter so, finde es toll , daß Du 2 Brüder hast , die zu Dir stehen. Ich arbeite seit 46 Jahren in einem medizinischen Beruf und oft kommen Menschen zu mir, die mit ihrem Schicksal alleine sind. Dies ist in den letzten 20 Jahren enorm gestiegen . Die Personaldecke im Pflegebereich ist so dünn, daß recht und schlecht die medizinische Versorgung aufrecht erhalten wird. Ich schreibe manchmal an die 20 Notfallprotokolle das ist ein erheblicher Zeitaufwand und endet meist in Überstunden. In unserem System fehlt es hinten und vorne an Personal. Aber der Wasserkopf / Verwaltung gehört reduziert. Die Versprechungen der Politik sind nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn Angehörige dann zu Hause die Pflege übernehmen , wird ihnen das kaum honorierte und wenn , dann nur mit erheblichem Verwaltungsaufwand , Gutachter usw.
Dir alles Gute und einen schönen Abend.

🚑👍
wize.life-Nutzer
Ich wusste das zu schätzen mit meinen Brüdern lieber Karl.
Und ich weiß auch, wie schlecht es bestellt ist mit Pflegepersonal und all das was dazugehört.
Eine Freundin hat ihren guten Posten, sie leitete ein Altenheim, aufgegeben, als es darum ging, jede Minute der Pflege aufzuschreiben, alles zu notieren.
Sie konnte sich nicht mehr „menschlich“ um ihre Leutchen kümmern von einem auf den anderen Tag.
Das machte sie mürbe.
Sie pflegt jetzt ihre eigene Mutter zuhause; würde sie nie in ein Altenheim geben. Das ist wohl schon eine Aussage!!!
Weil man für die Menschen nicht der zustehende Umsorge gerecht werden kann.
Da muss tatsächlich noch sehr viel geschehen.
Vielleicht sollte die Jugend auch dafür mal auf die Straße gehen, denn auch sie werden älter, sogar noch älter als die Alten zuvor lt Forschung.
wize.life-Nutzer
Hallo Helga, danke für die Rückantwort.
Die heutige Jugend wird systematisch kaputt gemacht. Das beginnt bereits in der Kita, und setzt sich in der Schule fort. Da wird eine Sache hochgespielt und den Kindern in den Mund gelegt ,wie z.B. der Umweltschutz . Dann wird die Schule geschwänzt, und jeden Freitag lautstark demonstriert CO2 ausstoß, Treibhausgase, Klimaerwärmung. So kann man Generationen eines Volkes verdummen in dem man es immer und immer wieder in den Medien suggestiert. Die weitaus schlimmeren Bedrohungen der Menschheit werden aber nicht angesprochen. ( Aus gutem Grund ! )
Wieviel Strahlung die Menschheit durch Reaktorkatastrophen u.v.m. ausgesetzt ist , das und einiges mehr wird absichtlich verschwiegen.
Wie praktisch ist es doch, das Krebskranke nicht anklagen. Umwelthilfen reden vom Dämmen der Häuser und alle Fenster müssen luftdicht schließen. Keiner redet davon, wie hoch die Radonkonzentrationen in den Wohnungen sind und die Folgen für die Gesundheit. Ich könnte ein Buch darüber schreiben . Aber es nützt den Menschen nichts mehr, die schon jetzt an Lungenkrebs leiden,trotz gesunden Lebenswandel.
wize.life-Nutzer
Das ist wirklich eine Fehlentwicklung was gerade so passiert, das stimmt.
Das mit dem Dämmen der alten Häuser hat mich stutzig gemacht, da hast du wohl recht. Mein Mann sagte des Öfteren, die können nicht mehr „atmen „diese Häuser.
Man darf gar nicht zu viel darüber nachdenken, sonst .............
Ich wünsche dir dennoch einen gemütlichen Abend lieber Karl
wize.life-Nutzer
Um noch kurz auf Zustände in Altenheimen hin zu weisen, so kommen doch immer wieder skandalöse Dinge ans Tageslicht. Da hat ein Patient unter sich gehen lassen. Da ein Pfleger davon genervt war , weil dies immer wieder mal vor kam, hat er den Patienten im Winter an einen Rollstuhl gefesselt und ihn bei Minustemperaturen eine halbe Stunde auf dem Balkon abgestellt und von innen die Türe abgeschlossen. Da fehlen mir echt die Worte.
wize.life-Nutzer
Waaaas!!!????
Das sind doch keine Menschen, das sind Sadisten.
Da kann einem ja Angst und bange werden.
Viele, oder sogar die meisten des Hilfspersonal ist überarbeitet; aber so etwas darf trotzdem nicht passieren.
Daher wünsche ich mir ja, dass ich mal genau so sanft und pflegeleicht bin, wie es meine Mutter war.
Es gibt schon böse alte Menschen, trotzdem muss eine Überwachung stattfinden, wenn jemand nicht mehr zurecht kommt in der Pflege.
Wenn wir wüssten , was alles so passiert.
wize.life-Nutzer
Da gibt es soviel böses, hatte mal einen Patienten die ist lt. Angaben der Angehörigen hingefallen und hat sich den Oberschenkelhals gebrochen. Dummerweise hat sich das Enkelkind verplappert das die Frau die Treppe herunter geschubst wurde.
Da gibt es wirklich viel was da so abgeht. Sind die alten Menschen erst mal entmündigt ...............aber Hallo
Da erzählen mir manche Angehörige die Storry vom Pferd aber ich mache mir meine eigene Meinung und
sehe mir nicht nur den Patienten sondern auch die Umgebung an in der etwas geschehen ist.
wize.life-Nutzer
Ich habe viele Jahre in der ambulanten Pflege gearbeitet. Es kam vor, das die Oma ein Bett in der Besenkammer hatte, oder jemand verwahrlost war und es Angehörige gab, die sich nicht um den kranken und alten Menschen kümmern wollten. Im Gegenteil, ihn aus Überforderung oder anderen Gründen Gewalt antun . Schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten. Habe auch in Pflegediensten gearbeitet, die den Angestellten und den Staat betrogen haben, indem sie die Sozialabgaben zwar vom ( niedrigen) Gehalt abzogen, es aber nicht abführten. Kontrollen müssen sein, aber was manchmal beanstandet wird, ist Lachhaft.
Heute arbeite ich in einer WG in der häuslichen Intensivpflege. Wir sind alle mindestens 3 jährig ausgebildete Pflegekräfte. Aber es gibt auch Pflegedienste, die mit Hilfskräften arbeiten. Wir haben ständig irgendwelche Kontrollen. Man steht immer mit einem Bein im Knast, obwohl man alles nach besten Wissen und Gewissen macht. Nur den Betrügern geht es selten an den Kragen.
wize.life-Nutzer
Da allerdings muss ich Rita recht geben.
Rita ich bewundere euch, die ihr diese Arbeit verrichtet, hatte ich dir bestimmt schon gesagt.
Diese Arbeit ist zu wenig geachtet, bewertet und bezahlt.
Wäre das nämlich der Fall würden sich mehr für diesen Beruf zur Verfügung stellen.
wize.life-Nutzer
Ich wollte nur sagen, das es immer 2 Seiten gibt. Und die meisten Pflegekräfte machen eine gute Arbeit. Danke Helga, für Deine Wertschätzung. Die kommt oft leider zu kurz
wize.life-Nutzer
Ich sehe es immer wieder bei unseren Praktikanten, diese für meinen Beruf zu begeistern ist sehr schwer. Da sind schon so viele gekommen und wieder gegangen. Ich bin so froh, daß wir ein festes Team sind, das erleichtert alles
Es ist nicht mit Blaulicht und ..... getan. Die Realität sieht anders aus und die Verantwortung ist mehr als unterbezahlt. Was unbezahlbar ist ,sind die schönen Ereignisse wie eine z.B. Geburt auf der Autobahn. Muß man erlebt haben.
wize.life-Nutzer
Resp ekt Rita ,
wize.life-Nutzer
Du hast meine Hochachtung Karl. Ihr habt auch einen harten Job und erfahrt immer weniger Wertschätzung. Werdet angegangen oder gar beschimpft und bedroht
wize.life-Nutzer
Das ist bei uns an der Tagesordnung und ich habe aufgehört mich über solche Dinge zu wundern und versuche mich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, wenn möglich. Gelingt nur nicht immer .
wize.life-Nutzer
Zugänge in Bahnhofstoiletten zu legen , ist auch nicht der Hit.
wize.life-Nutzer
Von Hygiene keine Spur...
wize.life-Nutzer
Sicher mit Desinfektion und all den Dingen. Danach Duschen und Kleidung wechseln.
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wize.life-Nutzer
Nach einer mehrstündigen OP ist meine Mutter in eine Demenz verfallen,da war sie 86, heute ist sie 93. Anfangs hatte ich die Betreuung übernommen. Da ich aber wußte, was in den folgenden Jahren auf mich zukommt, habe ich eine andere Lösung gewählt. Wenn ich das nicht getan hätte, wäre ich in diesen sieben Jahren selber zum seelischen Krüppel geworden.
Wie ein User unten schon geschrieben hat, in einer Stunde 100x die gleiche Frage und diese (leider) Aggressivität hält der stärkste Mensch nicht aus.

Jeder hat ein Anrecht auf sein eigenes Leben, nirgendwo steht geschrieben, dass man Vater oder Mutter pflegen muss.
Wer es trotzdem macht, hat meinen größten Respekt, ich könnte es nicht.
wize.life-Nutzer
Genau so sehe ich das auch Maxi.Wenn man psychisch und körperlich an seine Grenzen gerät, sollte man sich Hilfe holen, bzw. den zu Pflegenden in kompetente Hände geben.
wize.life-Nutzer
Man muss lernen,sich nicht selber ein schlechtes Gewissen einzureden.
wize.life-Nutzer
Das zum einen, zum anderen: niemals Versprechen geben (z. B."Du kommst niemals in ein Heim").
wize.life-Nutzer
Meine Mutter wollte vorher nichts schriftliches machen, keine Patientenverfügung und keine Vorsorgevollmacht. Das hat sie rigeros abgelehnt. Im Nachhinein musste ich feststellen, wie wichtig diese Vollmachten sind.

Ein Versprechen habe ich nie gegeben, würde ich auch meinem Mann gegenüber nicht machen, weil man nie weiß was kommt.
wize.life-Nutzer
So ist es.Ich habe mit meiner Mutter Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht aufgesetzt, das ist dann eine Beruhigung für uns.
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wize.life-Nutzer
Ich habe meine Mutter für eine kurze Zeit gepflegt.
Ein Angestellter der Krankenkasse hat sich großzügig verhalten und mir erklärt was ich alles beantragen könne, vom Krankenbett, die dazugehörenden Einlagen, auch sonst Windeln oder Hosen für Erwachsene bis zum Rollstuhl und vieles mehr.
Ich wusste das alles gar nicht, vielleicht müsste man da mal anordnen, dass auch die Angehörigen besser durch einen Berater der Krankenkassen unterstützt werden. Ich hatte da großes Glück gehabt,habe ich erfahren später.
Aber auch meine Mutter hat es mir leicht gemacht und war sehr pflegeleicht.
Ich wünsche mir das für mich ebenso, auch dass ich niemanden überfordere.
Aber oft merkt man das selbst nicht.
Aber, ich wäre nie auf den Gedanken gekommen für die Pflege meiner Mutter Geld zu beantragen. Es ist die Mutter.
Früher war es selbstverständlich, dass man seine alten Leutchen gepflegt hat, ohne finanzielle Unterstützung.
wize.life-Nutzer
Mit dem. „Ich wünsche mir da so ebenso“? meine ich, dass ich so gutmütig sanft und pflegeleicht bleibe, nämlich auch für die pflegende Personen welche mich mal im Heim pflegen, denn dazu habe ich mich entschlossen, zu gehen..
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wize.life-Nutzer
Ich habe eine anderthalbjährige Pflegehölle (noch vor der Einführung des Pflegegeldes, also ohne jegliche Unterstützung) hinter mir.
"Hölle" deshalb, weil ich, alleingelassen mit der Situation, völlig überfordert war und alle meine Zuneigung und Liebe gegenüber der aggressiven und aufbegehrenden Mutter verbraucht und verzehrt wurden von der täglichen hässlichen Routine.
Es gab kein Entrinnen, gefangen vom eigenen Pflichtbewusstsein ("Sie ist schließlich deine Mutter!") und dem Versprechen, sie nicht in ein Heim zu geben.
Es waren für mich als junge Frau die schlimmsten 16 Monate meines Lebens und ich wünsche dieses Situation meinem schlimmsten Feind nicht.


Mehr werde ich hier dazu nicht schreiben.
wize.life-Nutzer
Schade, dass du das so erfahren musstest.
Ich bin der Meinung, nur der welcher es selbst erlebt hat, kann sich das vorstellen, auch wie schwierig das sein kann.
Ich weiß das auch von meiner Freundin, Verständnis wird selten von außen aufgebracht.
wize.life-Nutzer
Stimmt Helga,wir haben es im Doppelpack,vorher 7 Jahre den Schwiegervater gepflegt (Rollstuhl),jetzt beide Omas.Alle helfen von der Familie aber es zehrt.
wize.life-Nutzer
Helga es stimmt was du schreibst....ich habe es auch erfahren müssen wie es ist.Für jeden den es betrifft ,ist es schlimm...aber man muss Hilfe annehmen.Das schlimmste ist, wenn man am Grab seines Kindes steht😪.Alte Menschen wollen oft sterben und können es nicht und junge Menschen werden mitten aus ihren Leben gerissen ohne eine Chance auf Heilung.
Also sollte jeder sein Leben schätzen..... Wir brauchen Kraft und Verständnis in solchen Zeiten.
wize.life-Nutzer
Dieter wir kennen unsere Situationen und wissen wovon wir schreiben. Aber es gibt auch schöne Zeiten dazwischen und die geben uns Kraft auch das Schöne am eigen Leben nicht zu vergessen.
wize.life-Nutzer
Die Situation von Poly ist wìrklich die Hölle gewesen....so eine Situation kenne ich auch von meiner Tante.....es gab keine Hilfe, Sie war hinterher selbst kaputt und lebensmüde.Es hat lange Zeit gedauert bis sich wieder erholt hat. Man sollte auch oftmals mit kleinen Diensten der Nachbarschaft und den Freunden helfen.
wize.life-Nutzer
Genau Ulla, so ist es.
Aber man traut sich nicht Hilfe von außen zu holen. Zum einen, weil man Ablehnung erwartet, zum anderen weil man sich vielleicht schämt, es nicht alleine zu schaffen und nicht immer bitten will.
Oft hört man aber, hättest du ja mal was gesagt, die Menschen sind mit sich selbst so beschäftigt und haben keinen Blick was um sie herum geschieht.
Es ist traurig aber wahr.
Warum hat man Polly auch von Seite der Kasse so alleine gelassen. Mir wurde gesagt, denken sie auch an sich, sie können ihre Mutter für eigene Erholungstage in eine Einrichtung geben, um Kräfte zu sammeln.
Ich habe es nicht in Anspruch nehmen müssen, da meine Mutter bald gegangen ist.
Ich weiß aber auch, wie grausam alte kranke Menschen werden können. Frage: ob sie es selbst so wollen oder es tatsächlich nicht merken, wie sie sind.
wize.life-Nutzer
Ich war jung und habe mich schnell erholt, wize.life-Nutzer. Aber ich habe damals (wie heute) Tagebuch geschrieben und weiß, dass ich kaum eine Nacht ruhig schlafen konnte.
Mir konnte auch keiner sagen, wann "es denn endlich vorbei" ist.

wize.life-Nutzer, anfangs ist man guter Dinge und meint, man könne es schaffen. Man mobilisiert Freunde und bezahlt Hilfe für die Vormittagsstunden, an denen man aus dem Haus ist, aus eigener Tasche.
Aber irgendwann wurde das auch finanziell zu einer Belastung, dann kommen zur körperlichen Belastung noch die Geldsorgen und vor allem! immer das schlechte Gewissen, das ununterbrochen an dir nagt und dir oktroyiert "Du bist eine schlechte Tochter!"
Ich wäre damals nicht auf die Idee gekommen, von der KK Hilfe für mich selbst in Anspruch zu nehmen!
"Du bist doch noch jung und stark!" war der gängige Satz.

Wenn ich hier die Beiträge lese, sind anderthalb Jahre ja auch ein Nichts gegenüber dem, was andere leisten mussten.
wize.life-Nutzer
Aber auf die Zeiten der Qualen kommt es an, da warst du ja stark betroffen.
Ich verstehe dich voll und ganz, auch wenn es bei mir leicht war. Kenne aber aus der nahen Sicht meiner Freundin wie es sein kann.
Und trotzdem war ich erleichtert, als meine Mutter starb, das hört sich für Außenstehende schrecklich an. Aber ich habe nach dem Tode meiner Mutter gespürt, welche Last abgefallen ist. Man hat ja immer das zuhause im Kopf, wo man geht und steht. Ich kenne das zugut. Meine Mutter hat es mir leicht gemacht, aber nicht die Familie meines Mannes.
Wir haben ein Haus und ich durfte meine Mutter nicht nach Hause holen.
Im Krankenhaus sagte man mir, alleine geht nicht, oder Pflegeheim. Das wollte ich nicht. Mein Mann wollte das andere nicht, das könne er seiner Mutter nicht antun. War für mich schrecklich, zumal das eine sooo fromme Frau war, sie hat ihn beeinflusst.
Ich habe damals sofort alles gepackt und bin zu meiner Mutter gezogen.
Wären es Jahre geworden, wären wir nicht mehr zusammen.
Nur, ich habe nicht gesagt wie du, ich wünsche das meinem stärksten Feind nicht.
Nein ich habe gesagt, ich wünsche ihr das gleiche aber etwas mehr noch.
So kam es letztlich auch und ihre Tochter war nicht bereit die Mutter zu betreuen. Es tat mir richtig gut, das erleben zu dürfen.
Bei mir hatte sich die Schwiegermutter später entschuldigt, habe es aber nur oberflächlich angenommen. So etwas vergisst man nicht.
Das sind auch Seiten, die passieren, wenn nicht alle einig zusammen halten.
wize.life-Nutzer
"Erleichtert" sein, wenn sie es "geschafft hat" hört sich grausam an, ist aber doch nur wie ein Schrei desjenigen, der noch leben will und doch wie vergraben neben und mit dem Sterbenden eingesperrt war.
Ich kann dich und deine widerstreitenden Gefühle gut verstehen!
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