Von den Mudschaheddin zu den Taliban: Die USA in Afghanistan
Von den Mudschaheddin zu den Taliban: Die USA in Afghanistan
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Alles begann im Sommer 1979 mit der Unterstützung der Widerstandskämpfer durch die USA gegen die sowjetische Besatzung Afghanistans, der

Mudschaheddin


Als Mudschaheddin bezeichneten sich die verschiedenen islamistischen Guerilla-Gruppierungen, die von 1979 bis 1989 in Afghanistan gegen die sowjetischen Truppen und die von ihnen gestützte kommunistische Regierung kämpften. Sie erhielten finanzielle und materielle Unterstützung vor allem von den USA, Pakistan und Saudi-Arabien. Die Waffenlieferungen und die Ausbildung vieler Kämpfer wurden vor allem vom US-amerikanischen Geheimdienst CIA und dem pakistanischen Geheimdienst ISI organisiert.

Operation Cyclone
Das war der Tarnname für eine verdeckte Unternehmung des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA im Kalten Krieg, die ab Sommer 1979 in enger Zusammenarbeit mit dem pakistanischen Geheimdienst die Bewaffnung, Ausbildung und Finanzierung islamistischer afghanischer Mudschaheddin zum Gegenstand hatte. Ziel war zunächst der Sturz der seit 1978 bestehenden prosowjetischen ‚Demokratischen Republik Afghanistan‘ und ab dem Beginn der sowjetischen Militärintervention vom Dezember 1979 die Erzwingung des Rückzugs der Invasionstruppen.
Im Sommer 1979 unterzeichnete US-Präsident Jimmy Carter die erste Direktive zur Unterstützung von Mudschaheddin in Afghanistan. 1980 genehmigte er deren direkte Bewaffnung. Zum Zweck der Geheimhaltung wurden mit Wissen der Kontrollgremien im Kongress in Drittländern wie China, Ägypten und Tschechien sowjetische Waffen gekauft und über Pakistan nach Afghanistan geliefert. Unter der Präsidentschaft Ronald Reagans ab 1981 wurden die Aktivitäten im Rahmen der Operation Cyclone stark ausgebaut und umfassten nun auch Lieferungen von Luftabwehrwaffen aus US-amerikanischer Produktion.
Die Operation Cyclone war eine der längsten und teuersten CIA-Operationen überhaupt. In Abstimmung mit den USA unterstützte die Regierung Saudi-Arabiens die Operation mit Finanzhilfe in derselben Höhe.
Insgesamt wurden von den USA mehrere Milliarden US-Dollar nach Pakistan geleitet.

Rekrutierung und Radikalisierung
Die CIA arbeitete mit dem Maktab al-Khadamat (MAK) zusammen. Dieses Dienstleistungsbüro war eine Anlaufstelle für islamistische Widerstandskämpfer. Das MAK wurde zu Beginn der 1980er-Jahre in Pakistan gegründet. Aufgabe des MAK war es, zukünftige Afghanistan-Kämpfer zu rekrutieren und auszubilden. Außerdem diente es als Mittler für finanzielle Transaktionen zugunsten des afghanischen Widerstands gegen die sowjetische Besetzung. Es unterhielt enge Beziehungen zum saudi-arabischen Geheimdienst und zur pakistanischen Regierung und zum pakistanischen Geheimdienst sowie zur CIA, die das MAK mitfinanzierte.
Um den Widerstand gegen die sowjetische Besatzung in Afghanistan anzuspornen, hatten die USA unter anderem mehrere Millionen Dollar in gewaltverherrlichende Lehrbücher investiert. Mittels dieser Bücher, die mit Gewaltdarstellungen, islamistischen Lehren und aus dem Zusammenhang gerissenen Koranversen gefüllt waren, wurde den afghanischen Schulkindern die Lehre vom Dschihad nahegebracht.

Um die Bücher mit ihrer Ideologie des Bilderverbots in Einklang zu bringen, wurden die menschlichen Gesichter darin herausgeschnitten.
Siehe http://www.globalissues.org/article/...cs-of-jihad erschienen in: Washington Post vom 23. März 2002

Die Nachfolger der Mudschaheddin in Afghanistan sind die

Taliban


Die Unterstützung der Mudschaheddin führte zu einer Stärkung des Islamismus, was den Taliban in Afghanistan den Weg ebnete. Die von den USA für die Mudschaheddin produzierten Bücher wurden ebenfalls in Lagern für afghanische Flüchtlinge in Pakistan im Unterricht eingesetzt. Aus diesen Flüchtlingen sind die Taliban hervorgegangen.

Vergl. Wikipedia: #Mudschahed, #Operation Cyclone, #Maktab al-Chidamat,

Weltstrafgericht


Nunmehr ermittelt der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag gegen die Taliban, aber auch gegen die Aktionen der USA in Afghanistan.
Die Antwort der USA:
Der Internationale Strafgerichtshof wird von den USA nicht anerkannt. Die USA verhängt Strafsanktionen gegen die Chefanklägerin Fatou Bensouda; ihr Vermögen in den USA wird eingefroren. Strafmaßnahmen könnten auch gegen jene verhängt werden, die die Chefermittlerin bei ihrer Arbeit unterstützen.
https://www.derstandard.at/story/200...rafgerichts

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