Wahlurne
WahlurneFoto-Quelle: pixabay.com
Warum nur ein Wert für CDU und CSU?

Bald sollen wir wieder den Meinungsforschern Glauben schenken, die uns bereits im Vorfeld der Wahlen das Wahlergebnis verkünden wollen.
"Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre".
Und dann kommen die ermittelten Ergebnisse. Die Ergebnisse unterscheiden sich unwesentlich je nach Auftraggeber und oder durchführendes Institut. Ist das nun ein Lottospiel bei dem die Institute wetteifern, wer das spätere tatsächliche Ergebnis in Prozentwerten besser oder exakter vorausgesagt hatte? Diese Wahlprognosen mögen uns Wahlberechtigte Informationen liefern, auf deren Grundlage wir unsere Wahlentscheidung überdenken können. Für die FESTGEFAHRENEN (wir wählen schon seit Generationen ...) Wahlberechtigten ist es völlig egal was die Institute melden. Einige Wechselwähler mögen die Ergebnisse der Wahlforscher berücksichtigen. Bei anderen bewirkt die Wahlprognose, dass sie keine gültige Stimme abgeben. Warum soll ich dahin rennen, wenn das Wahlergebnis schon feststeht. Die unberechenbare Wahlgemeinschaft besteht aus den Wahlberechtigten, die zumindest das politische Geschehen der letzten vier oder acht Jahre werten und danach eine gültige Stimme abgeben.

Ich frage mich jedoch, warum die Forschungsinstitute die beiden selbstständigen Parteien CDU und CSU nicht mit den für sie ermittelten Prognosewerten veröffentlichen. Soll niemand erfahren, welchen Prozentwert die CSU in nur einem Bundesland erreichen könnte. Dabei hat die CSU in den letzten neun Wahlen auf der Bundesebene gar nicht so schlecht abgeschnitten.
Zweitstimmen in %
"Bezogen auf gültige Stimmen"; "Bezogen auf alle Wahlberechtigten"
1987
CDU 34,45; 28,78
CSU 9,81; 8,20
1990
CDU 36,71; 28,22
CSU 7,11; 5,47
1994
CDU 36,39; 28,35
CSU 6,92; 5,39
1998
CDU 28,40; 23,05
CSU 6,74; 5,47
2002
CDU 29,52; 23,06
CSU 8,99; 7,02
2005
CDU 27,78; 21,23
CSU 7,39; 5,65
2009
CDU 27,27; 19,03
CSU 6,53; 4,55
2013
CDU 34,13; 24,09
CSU 7,42; 5,24
2017
CDU 26,76; 20,18
CSU 6,17; 4,65
Ich nehme zu Gunsten der Institute an, dass sie uns das lästige Addieren ohne Taschenrechner ersparen wollen.

Gebt dennoch zumindest eine gültige Zweitstimme ab!

1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Um eine Wahl zu treffen, benötigt man doch keine Vorbeter wie in der Kirche oder Moschee. Nein wir erstellen eine Matrix und schreiben uns die Probleme auf die wir vor der letzten Wahl hatten und die Probleme die wir heute noch haben. Dann vergleichen wir was wurde erledigt in den Zwischenzeit und was blieb liegen, anschließend wird gewichtet. was hat uns sehr geärgert = 9 Punkte, was hat einem gefreut= 1 Punkt, die Partei die die wenigsten Punkte hat wird gewählt. Da steht Merkel & Co sicher bei vielen an der absoluten 9 er Spitze mit Ihren hörigen 16 MP´s.
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