Gedanken über "Solidarität"
Gedanken über "Solidarität"
Gedanken über "Solidarität"

Vor langer, langer Zeit, als ich noch ins Gymnasium ging, gab es ein Unterrichtsfach, das hieß "Sozialkunde". Ich mochte es nicht besonders, denn meine Interessen lagen damals anderswo.
Aber zurückbehalten habe ich aus diesen Unterrichtsstunden eines: Kritik ist immer konstruktiv, wenn sie sachlich geäußert und dargebracht wird. Nur so wird eine Diskussion draus, die ein positives Resultat erzeugen kann. Wer sich seiner Meinung (oder Thesen) sicher ist, der braucht keine Kritik oder die Diskussion darüber zu fürchten.
Aber immer wieder erlebe ich hier, dass sich genau dies nicht bestätigt. Gegensätzliches wird schnell gelöscht, damit bloß keine Diskussion aufkommen kann. Andere Meinungen müssen schnell verschwinden, weil sie nicht mit der Mehrheit konform sind. Kurz: Unangenehmes muss weg.
Jetzt stellt sich mir die Frage: Passiert dies, weil sich die selbsternannte sogenannte "Mehrheit" hier ihrer selbst NICHT SICHER ist ? Fürchten ihre Protagonisten, durch kritische Argumente verunsichert zu werden ? Ist DESHALB eine gut geführte, sachliche Debatte nicht möglich ?
Wieviel ANGST muss man haben, um nicht einmal DAS auszuhalten ?
Früher habe ich die deutsche Solidarität gerühmt und als gutes Beispiel angeführt, als z.B. die Mülltrennung und der Umweltschutz noch umstritten waren. Ich war stolz auf die deutsche "Nation", die so einheitlich etwas in Angriff nahm, bei dem alle mitmachten.
Heute sehe ich, dass dieses Deutschland abgedriftet ist in eine EINHEITLICHE, SOLIDARISCHE MEINUNGSMACHE.
Ja – man ist sich einig, man hält zusammen, man agiert einheitlich, wie immer. Nur jetzt ist die Einheit "von oben" diktiert. Kritik daran ist nicht mehr möglich. Der "Zusammenhalt" wird "forciert" – jeder MUSS mit der von den Medien verteilten Meinung konform sein. Wer Kritik übt, wird "gelöscht".
Das Verfahren erinnert mich ein bisschen an die Tierwelt – ein schwaches Tier wird von den anderen zurückgelassen, angegriffen oder sogar getötet, weil es die Herde schwächt. So geht es heute zu. Ein Mitglied der Gemeinschaft, das nicht konform ist, wird eliminiert. Eigentlich sollte es doch bei uns Menschen anders sein – ein Mitglied der Gemeinschaft sollte dies auch bleiben können, auch wenn es etwas "anders" ist, eine andere Meinung hat.
Warum ist dies in Deutschland nicht mehr möglich ?
Wie konnte es dazu kommen, dass es nur noch eine einzige Auffassung geben darf ?
Wie ist es möglich, dass eine einzige, staatskonforme Meinung allmächtig ist und gegenteilige Dinge NICHT TOLERIERT werden ?
Wo ist der Sinn für Kritik abgeblieben ?
Warum wird die Angst geschürt, eine gegenteilige Meinung/Methode könnte schaden ?
Solidarität ist was Schönes, Edles, Erstrebenswertes. Aber diese Art von "Einheit" ist eine Schande.

16 Kommentare

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wize.life-Nutzer
danke für deinen anstiftenden beitrag wize.life-Nutzer .... ich bin zufällig darüber gestolpert, als ich mich heute morgen fragte, ob es eigentlich noch beiträge in der themenwelt gibt.... irgendwie kriegt man das nicht mehr mit, was ich sehr schade finde - vielleicht muß ich meine wl-einstellungen mal überprüfen, könnte auch der grund sein
auf jeden fall untersuche ich gerade in meinem kopf, was mir der begriff solidarität sagt und bedeutet, evtl melde ich mich später nochmal zu wort
danke auch für den unten einkopierten überaus interessanten phoenix-beitrag mit dieter nuhr!
wize.life-Nutzer
Also viel "angestiftet" habe ich ja nun nicht. Es fällt mir nur immer mehr ins Auge, diese "missbrauchte" Solidarität in Deutschland.
Dazu gibt's auch hier nochmal was zu hören :
wize.life-Nutzer
ich fühlte mich angestiftet, oder inspiriert danke dafür
ist aber nicht unanstrengend, sich mit dem wort und was dahinter steht auseinanderzusetzen.
für mich wird es hier bei wl sehr strapaziert und auch teilweise mißbraucht, da ich persönlich es mit positiven absichten verbinde, wenn sich menschen solidarisieren in gemeinschaften.

die hier stattfindende vergemeinschaftlichung, die auch du ansprichst, dient hauptsächlich dazu, andere meinungen zu zerreden, andere meinungen nicht zuzulassen und sie zwangsbelehrungen auszusetzen.
und, noch vor allen anderen genannten punkten werden die leute, die sich kritisch äußern und eine andere meinung haben, verhöhnt, verletzt, vorgeführt .... immer und immer wieder, nicht nur von einzelnen, nein, von gruppen und grüppchen.

die rede von herrn friedrich teile ich inhaltlich, aber er quatscht mir ne spur zu aufdringlich - nichts für ungut, habs trotzdem vollständig angehört.

ebenfalls bin ich noch am hören dieses beitrages zum wort "solidarität"
auch nicht uninteressant aus meiner sicht

https://www.wertesysteme.de/solidarit%C3%A4t/
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wize.life-Nutzer
Es wäre interessant gewesen, wenn du diesen ausgezeichneten Beitrag am Schwarzen Brett angezeigt hättest, da hätte es sicher mehr Kommentare gegeben oder er wäre gelöscht worden.
Im Grunde ist das zur Zeit das kardinale Problem in unserer Gesellschaft.

Aber es soll ja nur e i n Probleme geben, und alle sollen sich den durchaus konfusen Anordnungen der politischen Elite ohne Widerrede unterordnen.

Die Kabarettisten haben noch gewisse Freiheiten, schließlich ist es ihr Beruf, sich mit allen Facetten des Lebens auseinanderzusetzen. Sie greifen dieses Thema gern auf, denn es bedroht auch sie.

Di beklagst den Verlust der Solidarität - zu Recht. In einer Diktatur ist die freie Meinungsäußerung das erste Zeichen eines Widerstands. Deshalb muss das unterdrückt werden.
Wir sind auf dem besten Weg dahin, da unter dem Vorwand eines "Schutzes" die Bürger vieler Rechte beraubt werden.
Ich beklage ebenso den Verlust der Integrität , der Wahrheitsliebe und der Bewegungsfreiheit (Reisefreiheit).
wize.life-Nutzer
Hello wize.life-Nutzer - eigentlich beklage ich nicht den Verlust der Solidarität, sondern ihren MIßBRAUCH. Die Mehrheit der Menschen macht Einzelgänger/denker einfach gemeinsam nieder. Es ist eine solidarische Diktatur, die jedem Einzelnen ihre Ansichten aufzwingt.
Auf das Interview mit Dieter Nuhr (siehe unten) bin ich erst später gestoßen. Auch er beklagt diesen Mißbrauch durch die solidarische Mehrheit.
wize.life-Nutzer
Ja, ich schätze Nuhr sehr, habe aber d i e s e s Video noch nicht angeschaut.
Ich erlebe zwei Blöcke, den einen, der die Linie vorgibt, der sich auch nicht scheut, Lügen vorzutragen und Panik zu schüren, ... um welches Ziel zu erreichen?? ... und einen anderen kleineren, aber sehr viel redlicheren Block, der eine radikal andere Haltung wünscht.

Als Munition werden von der größeren Gruppe falsche "Vokabeln" eingesetzt wie z.B. Corona-Leugner oder Querdenker.
Diese Gruppe leugnet NICHT die Tatsache, dass es Corona gibt, sondern bestreitet die Wirksamkeit der Maßnahmen, die gegen Corona ergriffen worden sind.

Interessant wäre es, klar herauszuarbeiten, welche e h r l i c h e n Ziele beide Böcke verfolgen.
wize.life-Nutzer
Ich glaube, der erste "Block" will nur alle "überzeugen", er duldet keine "Andersdenker" und Quertreiber. Wird wohl das "Herdenverhalten" sein. Dabei sehen sie nicht, dass sie manipuliert wurden und jetzt genau das tun, was von ihnen erwartet wurde. Es ist genau so gekommen, wie es N.Chomsky in seinen "Strategien zur Massenmanipulation" beschrieben hat.
Die zweite Gruppe fühlt sich (zu Recht!) in ihren Grundrechten eingeschränkt und möchte alternativen Ideen eine Chance geben. Diese Leute haben nachgedacht und haben die Situation erkannt. Sie würden gerne etwas verändern, werden aber durch die neue Staatsgewalt und den mitlaufenden "Überzeugten" davon abgehalten. Meiner Meinung nach sind sie zu dreist und stürmisch... sie haben nicht das physikalische Gesetz erwogen "Druck erzeugt Gegendruck". Würden sie ihre Aktionen überlegter und durchdachter organisieren, träfen sie bestimmt auf mehr Verständnis in der Bevölkerung (von denen nicht alle "überzeugt" sind, die aber nur den Mund halten um des lieben Friedens Willen). Bei den "Köpfen" der Querdenken-Bewegung scheinen keine "Kommunikationspezialisten" dabei zu sein.
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wize.life-Nutzer
Ich seh das nicht so kritisch wie Du. Solidarität ist für mich eigentlich nicht erstrebenswert, da es mich meiner eigenen Kritikfähigkeit und -möglichkeit so was wie entfernt.
Ich würde mich nie solidarisch erklären mit "etwas", was mir selbst nicht logisch erscheint.
Schlicht will ich sagen, dass ich Solidarität "um jeden Preis" nicht gut finde.
Jede Situation wird von mir neu bewertet, von mir persönlich. Darüber kann ich gerne mich austauschen, neue Erkenntnisse gewinnen. Nur, überlegen tu ich dann schon noch selbst.
Insofern ist das Wort "Solidarität" möglicherweise eines meiner Reizworte.
Schaun wir mal, was noch so Wortmeldungen hier ankommen. Dann wird es vielleicht eine gute Diskussion. Würde mich freuen.
Schönen Abend
wize.life-Nutzer
Danke für Deine Meinung, Erika. Sie ist auf Dich bezogen.
Ich habe das Wort "Solidarität" benutzt, weil es mir am besten erschien. Natürlich passt es nicht auf die Situation selbst. Und es ist auch klar, dass jeder selbst entscheidet, womit er sich identifiziert.
Woran ich Anstoß nehme, ist, dass die Menschen heute dazu gezwungnen werden, WL ist das beste Beispiel dazu. Bist du nicht solidarisch der selben Meinung wie die Mehrheit, wirst Du geächtet, erniedrigt, verachtet und der "Obrigkeit" gemeldet, bei WL dann gelöscht.
Natürlich bewertet jeder persönlich selbst, womit er sich solidarisch erklärt. Das mach ich auch. Aber WENN meine Entscheidung nicht dem sog. "Mainstream" entspricht, dann tu ich besser dran, den Mund zu halten - denn wenn ich meine (differente) Meinung bekunde, werde ich von allen Anderen SOLIDARISCH NIEDERGEMACHT.
wize.life-Nutzer
Ich gestehe, dass ich mich gerade nicht fähig fühle, sachlich zu antworten. War kein einfacher Tag heute für mich. Bitte um einen Tag Geduld. Danke und schönen Tagesausklang
wize.life-Nutzer
Ach, ist doch in Ordnung. Man hat nicht immer den Kopf dafür.
Ebenfalls schönen Abend.
wize.life-Nutzer
Genau ist es wie wize.life-Nutzersagt...
Will jetzt nicht weiter ausholen,denn es ist hier manches Mal(auch einige Male öfter)sowas von unterst...
LG
wize.life-Nutzer
Dazu hab ich gerade das hier gefunden.....
wize.life-Nutzer
Danke Rena...könntest du mir das schicken?habe im Moment
Krankenhaus..Partner..ich auch krank..
Wenn es deine Zeit zuläßt..
wize.life-Nutzer
Hello wize.life-Nutzer - Du findest das auf Youtube
Einfach unten rechts auf "Youtube" klicken.
wize.life-Nutzer
Danke wize.life-Nutzer
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