Diskussionskeule "Nazi"
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Diskussionskeule "Nazi"

In einer Diskussion gibt es echte Argumente und Scheinargumente. Zu den Scheinargumenten zählt das Brunnenvergiften und der Angriff auf die Person, und dazu gehört die Anwendung der ‚Nazi-Keule‘ und der ‚Gutmenschen-Keule‘, mit denen Diskutanten unterschiedlicher politischer Richtungen oft aufeinander einschlagen, um den Gegner zu diskreditieren. Dadurch wird eine sachliche Diskussion unmöglich.

Nazi


Ursprünglich war Nazi die Kurzform des in Bayern und Österreich häufig vorkommenden Vornamens Ignaz. Für einfältige Menschen wurde das Wort abwertend gebraucht.
Kurt Tucholsky hat den Begriff Nazi im heutigen Sinn vermutlich 1923 als Erster verwendet, später benutzten ihn die Nationalsozialisten, z. B. Goebbels, als Selbstbezeichnung.
Heute findet man das Wort auch in der englischen, französischen und türkischen Sprache, wobei es teilweise als Bezeichnung für Fanatiker aller Art gebraucht wird.

Man unterscheidet zwischen Altnazis – also wenige ‚Überlebende‘ - und Neonazis, die sich von Ersteren durch eine höhere Gewaltbereitschaft unterscheiden. Ein großer Teil der Neonazis leugnet die Verbrechen des Nationalsozialismus. Andere ‚nationalrevolutionäre‘ Strömungen sind zwar bemüht, sich stärker vom ‚Dritten Reich‘ abzugrenzen, vertreten aber sonst ganz ähnliche Auffassungen.

Rechtsextreme Gruppierungen wenden sich gegen den Ethnopluralismus, beabsichtigen die Schaffung eines ethnisch homogenen Nationalstaats und treten für den Sozialdarwinismus ein: diese ‚Ideologie der Ungleichheit‘ leitet anderen ethnischen Gruppierungen einen minderen Wertestatus zu.

Als Feindbilder dienen deutsche Juden, Ausländer – Asylwerber, Einwanderer, Deutsche mit Migrationshintergrund – und Menschen, die politisch links orientiert sind. Kennzeichnend ist auch ihr Hass auf gesellschaftliche Randgruppen wie Behinderte, Homosexuelle und sozial Schwache.

Durch das ‚Schwingen der Nazikeule‘ wird ein Diskussionsgegner ungerechtfertigt in die Nähe des Faschismus gebracht, um ihn zu diskreditieren und eine sachliche Diskussion zu vermeiden. Er wird ‚nazifiziert‘ (siehe Metapedia). Es ist allerdings nicht gerechtfertigt, jeden, der hier seine Bedenken und Ängste zum Ausdruck bringt, gleich in die undemokratische rechte (‚braune‘) Ecke zu stellen.

14 Kommentare

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Danke für diesen Beitrag.
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Du darfst die Bauernfänger, die mit den Ängsten der Menschen spielen nicht außer Acht lassen, gerade die, die unser System bekämpfen und eine andere Gesellschaft wollen schüren Ängste um die Gesellschaft zu destabilisieren.
Soziale Netzwerke wie dieses dienen als Multiplikator, sozusagen ein Angstmultiplikator. Sehr gut lesbar in den Jahren 2015 und jetzt im Coronazeitalter.
Destabilisieren Ängste schüren das Standardprogramm aller Systemgegner.


Nichts anderes machen Terroristen, die versuchen durch Anschläge Angst zu erzeugen und so einen Zustand herbei zu führen, der es ihnen erleichtert ihre Ziele durchzusetzen.
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Das ist aber etwas anderes als die inflationäre Verwendung des Wortes als Totschlagargument.
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Neuerdings immer wieder hier zu lesen :
Wenn du etwas gegen Grünen hast, bist du automatisch rechts.
Was für ein Blödsinn !
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Es kommt eben darauf an, wie man sein Missfallen äußert.
Wenn mir jemand einen "linksrotgrünversifften Linksfaschisten" an den Kopf wirft, wird meine Reaktion auch nicht fein ausfallen.
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Ich reagiere gar nicht mehr darauf.
Wer so etwas von sich gibt,
hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.
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Meine Gelassenheit ist hingegen von der Tagesvefassung abhängig.
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Ich habe mir vorgenommen, auf solche Dummheiten nicht mehr zu reagieren. Es bringt nichts, mit Betonköpfen zu diskutieren
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Das stimmt.
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Danke für den Beitrag, wize.life-Nutzer!
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So einfach sollte es man den Leuten nicht machen, die als Feindbilder deutsche Juden, Ausländer, Asylwerber, Einwanderer, Deutsche mit Migrationshintergrund, Linke, Behinderte, Homosexuelle und sozial Schwache haben.
wize.life-Nutzer
Rassisten sind nicht zwangsläufig rechtsextrem. Es gibt sie in allen politischen Lagern, wenn auch in wesentlich geringerer Anzahl.
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