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Handbuch für Götter (Jan van Helsing) - eine Rezension

Als mir vor Kurzem jemand dieses Buch schenkte, erschrak ich. Der Name des Autors war mir bekannt. Mir fielen sofort ein paar extrem provokante Buchtitel ein. Und nun ein Handbuch für Götter!
Auch dieser Titel forderte heraus.

Ich gehöre seit unendlich langer Zeit zu jener Gruppe von Menschen, die seit einer Kindheits-Krise - der schmerzliche Verlust des Vaters im Krieg und gleich danach, 1945 , die Flucht aus der Heimat – auf der Suche nach einer befriedigenden Antwort ist. Einer Antwort auf die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt und was der Sinn des Leidens sein könnte.
Erst im letzten Drittel meines Lebens meine ich, die Antwort gefunden zu haben, und sie deckt sich tatsächlich mit dem Titel dieses Buches! Es bestätigt auf geradezu frappierende Weise die Auffassung, dass unser Leben aus der e i n e n Substanz besteht, aus der die Myriaden von Universen bestehen, wir also Wesen sind, die allmählich aus dem Traum unserer Unzulänglichkeit erwachen und unsere Ebenbürtigkeit mit dem EINEN, dem kosmischen Bewusstsein, erkennen.

Jan van Helsing hat dies – und unendlich viel mehr – in der Form eines Interviews vorgetragen, das er mit „Johannes“ führt.

Johannes ist ein Medium, d.h. er ist in unterschiedlichen „Frequenzbändern“ aktiv, und seine Worte berühren den Leser auf besondere Weise.
Jan und Johannes ergänzen sich als Gesprächspartner auf ideale Weise. Während Jan, der Aktive, die Fragen stellt - sicher nicht, weil er die Antwort nicht kennt -, antwortet Johannes sehr souverän.

Der deutsche Schriftsteller Heinrich Böll sagte einmal: Ein Gespräch sei dann wunderbar, wenn der eine der Spieler und der andere das Instrument sei, und am schönsten sei es, wenn man nicht wisse, wer der Spieler und wer das Instrument sei.

Die Vielfalt der Themen ist beachtlich. Sie reicht von Kontakten mit Verstorbenen über Bewohner der Innererde, hellsichtige Kinder, Corona, Schwächen der Neuen Weltordnung bis zu einem Erlebnis mit Luzifer und dem Goldenen Kompass.
„Sei außergewöhnlich … sei dankbar für all die Möglichkeiten, die dir das Leben geschenkt hat. Danke jedem Menschen und danke Gott …, dass du leben darfst.“ (S. 348)

Ganz am Ende definiert Van Helsing dieses gewaltige Experiment, das wir Leben nennen. Und ich weiß nicht, ob er tatsächlich die alten vedischen Schriften gelesen hat oder ob ihm das Gott selber eingegeben hat: Er sieht Gott Schach spielen.
Leben sei ein S p i e l in der Polarität. Die Inder haben es vor Jahrtausenden in ihren heiligen Schriften „lîlâ“ genannt, was tatsächlich als „Spiel“ übersetzt wird.
Wenn wir die Regeln dieses Spiels verstanden haben und uns redlich bemühen, wird die Erfahrung uns letztlich w e i s e machen

David Icke, einer der merkwürdigsten Engländer, definiert die einzige Wahrheit im Universum als „unendliche Liebe“. Alles andere sei Illusion.

Jan van Helsing und Johannes hätten ihrem bemerkenswerten Buch auch diesen Titel geben können. Handbuch für unendlich Liebende.


Edith Zeile

_____________

Literatur:
David Icke, Unendliche Liebe ist die einzige Wahrheit – Alles andere ist Illusion. (2. Auf. 2006)

Martin Mittwede, Spirituelles Wörterbuch, Sanskrit-Deutsch (4. Aufl. 2003)

21 Kommentare

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Danke,Edith
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Vielleicht sollte auch mal Hintergründiges zum Autoren mitgeteilt werden:

"Jan van Helsing (bürgerlich: Jan Udo Holey)"
>> Sie fragen sich jetzt vielleicht, warum ich mir antue, ein solches Schrottwerk zu studieren, wo doch ein kurzer Blick ins Internet zeigt, dass Jan van Helsing als rechtsextremistischer Esoteriker bekannt ist und dass er auch vom Verfassungsschutz so gesehen wird und dass einige seiner Bücher auf dem Index jugendgefährdender Schriften stehen.
Obwohl ich das alles weiß, spielt es bei meinen Überlegungen keine Rolle. Dem Verschwörungstheoretiker fällt es nämlich leicht, diese Urteile als Verunglimpfung anzusehen, die von den Verschwörern selbst in die Welt gesetzt worden sind.
Ein jeder von uns muss sich schon selbst an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen. <<
https://www2.hs-fulda.de/~grams/hopp...ess/?p=1590
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"Mit 14 Jahren las Holey Bram Stokers Roman Dracula, der ihn inspirierte, das Pseudonym „van Helsing“ für seine Veröffentlichungen zu nutzen. Zur Begründung führt er an, dass der Illuminatenorden, gegen den sich mehrere seiner Bücher richten, ebenfalls aus „Blutsaugern“ bestünde."
https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Udo_Holey
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Das ist mir alles bekannt, Peter, und ich verlasse mich nicht auf diese abfälligen nichtssagenden Urteile.
Menschen entwickeln sich im Laufe ihres Lebens, und gerade die, die große Krisen hinter sich haben, kommen besser voran als die so Selbstzufriedenen, die die Meinung der Masse nachplappern.
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Versteh' ich jetzt nicht so richtig, Edith ...
Die angebotenen Aussagen sehe ich weniger als "abfällige Urteile", sondern durchaus als aussagekräftig. Sie sind für Mitleser wohlwollend gedacht als Ergänzung zu einseitiger Dogmatik. Mit dieser Methode gewinnen Weltsichten doch mehr, als sie verlieren können - Einäugigkeit birgt die Gefahr von verlorener Perspektive!

Und wenn Du Dich noch erinnerst, ist meine Weltsicht meist eben nicht nur einseitig. Für mich gibt es weder "absolute Unmöglichkeit", noch "unwiderlegbare Richtigkeit". Ich beurteile nach "Wahrscheinlichkeiten unterschiedlicher Grade", und dabei sind die Behauptungen des Jan. U. Holey --für mich-- eher wenig wahrscheinlich. Prinzipiell gilt also (wie so oft bei mir!): "Sowohl ... als auch".

Also, die "Meinung(suche) der Selbstzufriedenen" wird durch solche Anregungen durchaus unterstützt, und ich möchte Deine auch gar nicht in Abrede stellen - die Gedanken sind frei (und bleiben es hoffentlich auch!).

Bleib' neugierig und erkenntnishungrig,
lebe lange und erfolgreich
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Vielen Dank für die guten Wünsche, die ich gern erwidere.
Der unglaubliche Vorteil eines hohen Alters ist, dass man unendlich viele Mosaiksteine zur Verfügung hat, die sich zu einem Ganzen zusammensetzen lassen.
Jahrelang hatte ich mich gesträubt, mich mit diesen unendlichen Welten zu befassen, die jenseits unseres kleinen Heimatplaneten existieren. Sie waren mir lediglich als astronomische und astrologische Größen eine Realität.

Seit einem halben Jahr hat sich das Blatt gewendet, vor allem weil ich mich mit den Aufzeichnungen der am. Astronauten befasse, die sie w ä h r e n d und n a c h ihrer Mondfahrt niedergeschrieben haben.
David Icke hatte Einblick in Akten, die normalen Bürgern nicht zugänglich sind.
Und diese Feststellungen openend my eyes.
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wize.life-Nutzer
Du hast ja so recht, aber es gibt nur ganz, ganz wenige Menschen
die diesen Themen folgen können,
geschweige etwas dazu zu sagen haben.
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Ich rechne auch nicht mehr damit, onbwohl - gerade in Corona-Zeiten - solche Fragen aktueller sein sollten.
Wenn man etwas schreiben will, erfordert es ein etwas intensiveres Nachdenken. D a s ist auch schon ein subjektiver Gewinn.
wize.life-Nutzer
Ja, ein gutes Buch. Wer sich diese Fragen stellt, wird darin auch eine befriedigebde Antwort finden. Allerdings doch eher gedacht fuer die Menschen, die sich mit Fragen, die gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit, unser Leben betreffen auch befassen.
Nur hier in diesem Forum, wird es eher als Verschwörungstheorie von einigen bezeichnet. Man kann es im kleinen Kreis, in einer Gruppe eher diskutieren. Vor allem sachlich und nicht, wo Einige in Abfaelligkeiten verfallen.
wize.life-Nutzer
Absolut, Rabeah.
wize.life-Nutzer
Unverbindliche, aber kontextbezogene Denkanstöße dazu:
(und natürlich nur für Interessierte, ich möchte ja Niemanden langweilen!)

„Am Ende sind alle wesentlichen Eigenschaften der Welt geistig"

>> Daß eine Ameise von den Sternen nichts weiß, halten wir nicht für einer Erklärung bedürftig. Daß auch ein Affe noch hoffnungslos von der Möglichkeit getrennt ist, verstehen zu können, was es mit der gelben Scheibe auf sich hat, als die sich der Mond auch auf seinen Augenhintergrund projiziert, gilt uns ebenfalls als trivial. In dem Augenblick aber, in dem es um die Frage nach den Grenzen unserer eigenen Einsichtsfähigkeit geht, da halten wir mit einem Male das Gegenteil für selbstverständlich. Da glauben wir allen Ernstes an die Möglichkeit, daß der Umfang der Realität mit der von uns erlebten Welt identisch sei. (…) Aus evolutionärer Perspektive ist die Wahrscheinlichkeit überwältigend, daß das Gegenteil zutrifft: daß es jenseits unseres Erkenntnishorizonts also unausdenkbar große Bereiche der Wirklichkeit geben muß, zu denen uns der Zugang durch die gleiche schwer faßbare, aber absolut unüberwindliche Barriere verlegt ist, die uns, jetzt wieder in der entgegengesetzten Blickrichtung gesehen, etwa daran hindert, auch dem intelligentesten Affen eine Ahnung davon vermitteln zu können, was wir von der Welt halten. <<
https://freidenker156758532.wordpres...schon-weit/
wize.life-Nutzer
--> "Wer sich diese Fragen stellt, wird darin auch eine befriedigebde Antwort finden."

Also, "Mir sind Fragen lieber, die nicht beantwortet werden können, als Antworten, die nicht hinterfragt werden dürfen ..."
(Richard Feynman)

Seine letzten Worte waren:
„Gut, dass man nur einmal sterben muss, es ist so langweilig.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Feynman
wize.life-Nutzer
Ich finde, dass das Leben erst recht interessant wird, wenn man sich nicht mit der physischen 3D Welt zufrieden gibt.

ES gibt jenseits der Materie eine unendliche Zahl von "Frequenzbändern", die zu erforschen sich lohnt.
wize.life-Nutzer
Dem derzeit gültigen kosmologischen Standardmodell (indizienbasiert durch beobachten und messen) liegt ganz im Gegenteil eine vieldimensionale relativistische Raumzeit zugrunde. Uns unvorstellbar, aber berechenbar (auch Einstein konnte sich die Ergebnisse seiner Feldgleichungen nicht "vorstellen", dennoch werden sie immer wieder durch neue Experimente belegt - aktuelles Stichwort: Gravitationswellen).
Und damit hast Du natürlich recht: Weil unsere Erkenntnisse noch unvollständig und vorläufig sind, wird "es jetzt erst richtig interessant"!

Deutlich weitergehende Erkenntnisse von Welteigenschaften (die ja schon in der Welt sind und vermutlich auch jetzt auf uns einwirken!) sind uns aber aus dem gleichen Grunde unzugänglich, aus dem eine Ameise nichts von den Sternen weiß ...
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Ein "jenseits der Materie" ist für uns nicht definierbar (siehe oben). Aber die Materie kann in unterschiedlichen Zustandsformen" in Erscheinung treten ... E = mc² ...
wize.life-Nutzer
Materie kann sich auch dematerialisieren.
Das ist meine jüngste Erfahrung an meinem Schreibtisch. Es passierte vor ca. 3 Wochen.
Da ich morgens direkt in die aufgehende Sonne schaue, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze, versuchte ich, mit einem kleinen Buch einen Spalt zwischen Monitor und Schreibtisch zu verdecken, indem ich ein kleines Buch davorstellte. Jeden Morgen war das sozusagen eine Hilfe, damit die Sonne mich nicht blendete.

Dieses Buch enthält Gedichte, die ich vor Jahrzehnten geschrieben und veröffentlicht hatte. ("Kapriolen - Heitere Liebesgedichte").

Eines Morgens war dieses Buch w e g, v e r s c h w u n d e n.

Ich habe mir nun über amazon dieses Buch wieder bestellt. Aber ich lasse den Spalt offen. und w a r t e auf die Wiederkehr des Buches.


In dem Buch eines früheren Kollegen Rudolf Meldau, "Die Toten sind sehr lebendig" - er war Dozent an der Frankfurter Universität - beschreibt er , wie nach seiner Rückkehr von dem Besuch des englischen Malmediums ("Ich male Gesichter Verstorbener") in London in seiner Wohnung plötzlich eine Blumenvase auf einem anderen Tisch in einem anderen Zimmer erschien. Sie wanderte sozusagen ...

Auch David Icke , den ich zur Zeit diagonal lese -, beschreibt solche Vorkommnisse, dass DInge verschwinden und wieder auftauchen oder auch nicht ... soviel zu unserem Verständnis von "Materie".

Inzwischen ist es für mich a b s u r d, davon überzeugt zu sein, dass wir die einzigen Lebewesen im Universum sind.
EIne kurzsichtige und arrogante Haltung des Erdmenschen!
wize.life-Nutzer
Schön, dass Du Dich hier noch immer aktiv beteiligst und Anregungen für 'Geneigte' einstellst, Edith - ich hatte mich ja längere Zeit uninteressiert 'zurück gehalten' ...

Und zu den Erfahrungen der (De)Materialisierungen gilt für mich Wittgensteins 'Tractatus ...' :
"Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen."
wize.life-Nutzer
Nein. Peter, man muss nie aufhören, Fragen zu stellen. Dieser intensive Wunsch, mehr zu verstehen, öffnet viele Türen, stellt Kontakte her, kann zu wunderbaren Freundschaften führen.

Meine Kollegin Dr. Thiele, hat vor Jahren ihre Doktorarbeit über Wittgenstein geschrieben , Gadamer war ihr Doktorvater.
Auch Philosophen können sich irren, irgendwo stecken bleiben. Ihre Domäne ist ausschließlich das Denken.
Ich halte von Erfahrungen sehr viel und von Begegnungen mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Da mag jeder seine ganz individuelle Auswahl treffen.
wize.life-Nutzer
Gemeinsame Erfahrungen austauschen, ist für mich persönliche so bereichernd... es ist ein wertvolles Geschenk und man kann sogar noch etwas dabei dazulernen.
wize.life-Nutzer
ein großes Danke an Rabeah und Edith. Begegnungen und Erfahrungen auszutauschen sind auch für mich ein Geschenk und ich bin immer glücklich wenn ich solchen Menschen begegne.
wize.life-Nutzer
Danke, Marie, L e b e n ist von allem Anfang an B e r ü h r u n g, und das geschieht auf vielfältige Weise. Ganz wichtig, lebenswichtig für Kinder (und Erwachsene) die Berühung von Haut zu Haut, dann durch Klänge, durch Gedanken, durch optische Erlebnisse ...
Wir sind alle Teil eines Ganzen, deshalb diese Sehnsucht, teilhaben zu wollen.
wize.life-Nutzer
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
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