Die Natur braucht den Menschen nicht. Menschen brauchen die Natur.
Die Natur braucht den Menschen nicht. Menschen brauchen die Natur.Foto-Quelle: Extinction Rebellion, gefunden auf You Tube
Die Natur braucht den Menschen nicht. Menschen brauchen die Natur.

Eine beeindruckende Rede von Harrison Ford.

Sie sind hier, ich bin hier, weil wir uns Sorgen machen. Nicht nur um heute, sondern hingebungsvoll um die Zukunft. Wir wissen, dass wir nur dann eine Chance haben, eine drohende klimatische Katastrophe zu verhindern, wenn Menschen wie wir sich weigern, aufzugeben. Die Zukunft der Menschheit steht auf dem Spiel.

Während ihr daran arbeitet, die Herausforderungen des Klimawandels anzugehen, flehe ich euch an: Vergesst nicht die Natur! Die Zerstörung von Natur verursacht mehr globale Emissionen als alle Autos und LKWs auf der Welt. Wir können Solarzellen auf jedem Haus installieren, wir können jedes Auto durch ein elektrisches Fahrzeug ersetzen, aber solange Sumatra brennt, haben wir versagt. Solange die Regenwälder im Amazonas abgeholzt und verbrannt werden, solange in die geschützten Gebiete von Stammesleuten, einheimischen Völkern einzudringen erlaubt bleibt, solange Feuchtgebiete und Moore zerstört werden, werden unsere Klimaziele außer Reichweite bleiben und die Zeit wird uns davongelaufen sein. Wenn wir die Zerstörung unserer natürlichen Welt nicht stoppen, wird nichts anderes mehr von Bedeutung sein. Warum?

Weil das Schützen und Wiederherstellen von Wäldern, Mangroven, Feuchtgebieten, diese großen, dichten Kohlenstoffsenken, mindestens 30 Prozent von dem repräsentiert, was getan werden muss, um eine katastrophale Erwärmung zu verhindern. Es ist zu dieser Zeit die einzig mögliche Lösung, um Kohlenstoff auf einer globalen Ebene zu absorbieren.

Einfach gesagt: Wenn wir die Natur nicht schützen, können wir uns selbst nicht schützen.
Das müssen wir tun:
- Wir müssen die Natur in jedes Unternehmens-, Staats- und nationales Klimaziel einbeziehen. Setzt die Pläne auf, Zeitpläne, um diese Ziele zu erreichen.
- Investiert in Mangroven und tropische Wälder und
- Investiert in gleicher Weise in erneuerbare Energien.
- Setzt euch dafür ein, die Zerstörung dieser Ökosysteme zu beenden.
- Macht euch an die Arbeit, um sie im nächsten Jahrzehnt für die Zukunft zu schützen.
- Betreibt Forschung in Wiederaufforstung, wie wir Forschung in CO2-Ausscheidung und -Speicherung betreiben.
- Setzt ein Ziel, um Kosten zu senken und den Umfang dramatisch zu erhöhen.
- Ermächtigt einheimische Gemeinden, um ihr Wissen anzuwenden, ihre Geschichte, ihre Vorstellungskräfte.
- Unsere Wissenschaft, um ihr Erbe und ihre Gebiete zu schützen.
- Respektiert und garantiert ihre Rechte.
- Hort - verdammt nochmal - auf, die Wissenschaft zu leugnen.
- Hört auf, Leuten Macht zu geben, die nicht an Wissenschaft glauben, oder noch schlimmer, vorgeben, nicht an die Wissenschaft zu glauben, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Sie wissen, wer sie sind. Wir wissen, wer sie sind.

Wir sind alle reich oder arm, mächtig oder machtlos. Wir werden alle an den Folgen von Klimawandel und der Zerstörung des Ökosystems leiden und wir stehen dem gegenüber, was sich schnell zur größten moralischen Krise unserer Zeit entwickelt; dass diejenigen, die die wenigste Schuld tragen, die schwersten Kosten ertragen müssen.

Also vergesst nie, für wen ihr kämpft:
- Die Fischer in Kolumbien, die Fischer in Somalia, welche sich fragen, wann sie ihren nächsten Fang machen und sich wundern, warum ihre Regierungen sie nicht vor industrieller Fischerei auf der ganzen Welt beschützen kann.
- Für die Mutter auf den Philippinen, die sich sorgt, dass der nächste große Sturm ihr ihr Kind aus den Armen reißen wird.
- Für die Menschen in Kalifornien, die vor beispiellosen Bränden fliehen.
- Die Menschen an der Ostküste erleben die schwersten Stürme seit Beginn der Aufzeichnungen.
- Für unser eigenes Land, unsere eigene Gemeinde, unsere eigenen Familien.

Das ist die Wahrheit:
Wenn wir auf diesem Planeten überleben wollen, das einzige Zuhause, das jeder von uns je kennen wird, für unser Klima, für unsere Sicherheit, für unsere Zukunft, brauchen wir die Natur. Heute mehr denn je.
Die Natur braucht den Menschen nicht.
Menschen brauchen die Natur.

Lasst uns unsere Handys ausschalten, lasst uns die Ärmel hochkrempeln und lasst uns diesem Monster in den Arsch treten.

8 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Wir alle sind gefragt und nicht die Politiker. Die wollen gewählt werden. Deshalb hüten sie sich, ihren Wählern drastische Maßnahmen zuzumuten.
Das Autoblech aus den Städten entfernen und dafür mehr Grün anzupflanzen geht gar nicht. Nicht einmal Tempo 30 in Innenstädten, oder Tempo 130 auf Autobahnen. Auch Strommaste stoßen auf erbitterten Widerstand, ebenso Windanlagen zur Stromerzeugung.
Kurz, es muss erst schlimmer kommen. Wälder müssen kaputt gehen, Hochwasser muss möglichst viele Orte zerstören und unsere Infrastruktur sollte großflächig beschädigt werden. Erst dann wird ein Umdenken kommen.
wize.life-Nutzer
Maßnahmen wie Tempolimits funktionieren überall, nur nicht in Deutschland ...
wize.life-Nutzer
Das ist doch nur ein Detail unter vielen Hindernissen, die eine konsequente Klima-Politik verhindert.
Wie ich schon schrieb: Es muss schlimmer werden, damit die Menschen ihr Verhalten ändern.
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wize.life-Nutzer
Dem ist nicht hinzufügen, Wenn ich aber höre wie schmallippig unsere Politiker über die notwendigen finanziellen Mitteln diskutieren, wird mir Angst und Bange. Es soll alles im"Change" stattfinden, keiner soll leiden müssen. Dir Umrüstung der Wirtschaft, die bessere umweltfreundliche Verkehrsmittel und vieles mehr, sind Dinge die schon vor 20 Jahren anzupacken gewesen wären.
wize.life-Nutzer
Stimmt. Und immer noch wird herumgedruckst...
wize.life-Nutzer
Das war schon Thema in den 70igern, man hat 50 Jahre versäumt. Die Welt geht kaputt.
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wize.life-Nutzer
Die Corona-Krise hält alle in Atem und gemeinsam - bis auf einige Ausnahmen, geht die Weltbevölkerung dagegen vor.
Dabei ist das grösste Problem der Menschheit nicht einmal der Virus, sondern die Klimaveränderung. Warum hört die Wirtschaft und die Regierungen die Rufe der Wissenschaftler nicht? Sind die Demokratien zu schwach, um hier etwas durchzusetzen? Muss es zu Diktaturen kommen, damit die wichtigsten Massnahmen getroffen werden können?
wize.life-Nutzer
Dem ist NICHTS hinzu zu fügen, außer meinr Trauer um die zu vielen Gleichgültigen, um den Zorn, dass Politiker endlich alle aufhören an ihre Macht zu denken, zu rangeln um was?
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