Georges Braque, "Häuser in L'Estaque", 1908  - © Kunstmuseum Bern
Georges Braque, "Häuser in L'Estaque", 1908 - © Kunstmuseum BernFoto-Quelle: © Kunstmuseum Bern
Kunst verstehen: Georges Braque, der Kubismus-Erfinder ...

Dem genialen modernen weltbekannten spanischen Malergenie Pablo Picasso traut man fast alles "Künstlerisch-Kreative“ zu, z.B.: so auch "die Erfindung des Kubismus“. - Aber NEIN! Es war nun einmal der Franzose Georges Braque.

Die kunsthistorische Rezensionen bezeichnen übrigens die Entwicklung des Kubismus als das "größte Abenteuer der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“.

Der Kunstrichtungs-Begriff "Kubismus“ ist abgeleitet von frz. cube bzw. lat. cubus für Würfel. Charles Morice verwendete diesen Begriff in einem Artikel vom 16. April 1909 im "Mercure de France“ über Bilder Georges Braques aus dem Salon des Independants. Der einflussreiche Kunstkritiker Louis Vauxcelles etablierte dann den Begriff "cubisme" in seinem Bericht über die Arbeiten Georges Braques im Salon von 1909. Von nun an wurden die jüngsten Gemälde Georges Braques und Pablo Picassos dieser neu geschaffenen Stilrichtung zugeordnet. Aber laut Angaben von Literat Guillaume Apollinaire hatte zuerst Henri Matisse bei der Betrachtung eines Landschaftsbildes von Georges Braque im Herbst 1908 von "petits cubes“ gesprochen.

Der "Kubismus“ entstand aus einer Bewegung der Avantgarde in der Malerei ab 1906 in Frankreich. Seine maßgebenden Begründer sind Georges Braque und Pablo Picasso. Weitere Vertreter waren Juan Gris und im Besonderen: Fernand Leger, Marcel Duchamp und Robert Delaunay (auf den speziell der "Orphismus" zurückgeht).

Vom sogenannten "Frühkubismus“ ausgehend entstanden der "analytische“ und der "synthetische“ Kubismus. Dem Fauvismus folgte in Frankreich der Kubismus. Eine eigene Theorie oder ein Manifest besaß dieser nicht! Zu Beginn des Ersten Weltkrieges, im Jahr 1914, löste sich dann aber die Bewegung auf.

Das wesentliche, wichtige und intensive "kubistische Geschehen“ geschah zwischen den Jahren 1906 bis 1914.

1906 Georges Braque machte im Jahr März/April 1906 durch eine Ausstellung im XXII. Salon des Independants, auf der er sieben Bilder zeigte (die aber alle später zerstört wurden), die Bekanntschaft von Henri Matisse, Albert Marquet und Andre Derain, die fauvistische Werke ausstellten. Georges Braque wurde vom Stil dieser "Fauves“ (vom französischen Wort fauves "wilde Bestien“) genannten Künstler beeinflusst und widmete sich anfangs verstärkt dieser Richtung. Er arbeitete eng mit den Malern Raoul Dufy und Othon Friesz zusammen, die auch in Le Havre(!) zum Teil wohnten.

Pariser Herbstsalon oderder Salon d’Automne zeigte im Herbst 1906 eine Ausstellung mit zehn Bildern von Paul Cezanne, der während des Verlaufs der Ausstellung aber am 23. Oktober starb! Georges Braque, tief beeindruckt vom Maler Paul Cezanne, reiste noch im Oktober nach L’Estaque, wo er sich bis zum Februar 1907 aufhielt. Paul Cezanne hatte das Fischerdorf (in der Nähe von Marseille) in den 1880er Jahren besucht und dort eine große Anzahl Landschaftsbilder gemalt, das bekannteste Gemälde "Die Bucht von Marseille (von L’Estaque aus gesehen)“ (Bildergalerie Bild 4) - es hatte einen ganz großen Einfluss auf Georges Braque. Nach L’Estaque kehrte er aber schon im Herbst 1907 und in den Jahren 1908 und 1910 wieder zurück.

1907 Paul Cezanne beeinflußte Georges Braque

Im Juni und Oktober 1907 wurde Paul Cezanne in Paris mit zwei umfangreichen retrospektiven Ausstellungen geehrt. Diese sollten die Richtung der Avantgarde beeinflussen und den Weg zum Kubismus bahnen. Ganz entscheidend für Georges Braque wurde sein zweiter Kunst-Aufenthalt in L’Estaque im Herbst. Nun entfernte sich der Künstler vom Fauvismus und näherte sich Paul Cezannes "strukturiertem Stil" an.

Georges Braque erster Besuch in Pablo Picassos Atelier

Ende November/Anfang Dezember 1907 begleitete der Literat Guillaume Apollinaire Georges Braque ins Picasso Atelier im Bateau-Lavoir, Rue Ravignan 13, Paris - es war vermutlich sein erster Besuch und hier sah Georges Braque erstmals(!) das Gemälde "Les Demoiselles d’Avignon“ (Bildergalerie Bild 4)!

Nun mal unabhängig davon, wer eigentlich den Ursprung des Kubismus herbeiführte, hat Pablo Picasso mit diesem großformatigen Gemälde „Les Demoiselles d’Avignon, (geschaffen 1906 bis 1907)“, (Museum of Modern Art, New York) den Grundstein für das "kubistische Denken“ gelegt.

Beeindruckt von seinem Besuch, arbeitete auch Georges Braque an Figurenkompositionen und begann sogar ein großes Gemälde mit dem Titel "Frau“ (Verbleib unbekannt). Aber auch Pablo Picasso besuchte Georges Braque in dessen Dachatelier in der Rue d’Orsel, zumal das "Bateau-Lavoir“ nur wenige hundert Meter entfernt lag.

1908 Georges Braque stellte im XXIV. Salon des Independants (Pablo Picasso zeigte seine Arbeiten niemals im Salon) – fünf Arbeiten aus. Im Sommer 1908 hielt sich Georges Braque wieder in L’Estaque auf und malte eine Serie kubistischer Landschaften, von denen "Straße bei L’Estaque“ (Museum of Modern Art, New York), das bekannteste ist.

Pablo Picasso, der den Sommer im Val-d’Oise verbrachte und ebenfalls Landschaften malte, kam, völlig unabhängig, zu ganz ähnlichen malerischen Ergebnissen (eine verknappende Bildsprache aus facettenhaften Formen, Mehr-Ansichtigkeit der Gegenstände und die Zurücknahme der Farbe um der Form willen).

... und Pablo Picassos Vorbehalte

Pablo Picasso äußerte gegenüber seiner ersten Lebensgefährtin und Muse Fernande Olivier (1905 bis 1912), Georges Braque hätte "ein großes Bild mit kubistischer Konstruktion heimlich gemalt“ ohne irgendjemanden die "Quelle seiner Inspiration“ zu verraten. So hatte Pablo Picasso seine Vorbehalte gegenüber Georges Braque erst im Herbst 1908 aufgegeben, den er zuvor verdächtigte, seine Arbeiten und Ideen verwerten zu wollen, ohne deren Urheber anzugeben. Aber nun begannen Pablo Picasso und Georges Braque Ende des Jahres 1908 einen regen Dialog. Georges Braque bemerkte hierzu später: "Es dauerte nicht lange, und ich tauschte mich täglich mit Picasso aus; wir diskutierten und prüften die Ideen des anderen, […] und verglichen unsere jeweiligen Arbeiten".

1909 In der Galerie Daniel-Henry Kahnweiler wurden im November 1909 die Landschaften aus L’Estaque sowie die ersten kubistischen Stillleben Georges Braques mit Musikinstrumenten ausgestellt. Und im Winter widmete er sich mit Motiven wie Tellern und Obstschalen einem weiteren Paul Cezanne Grundthema. Übrigens: Pablo Picasso malte zur gleichen Zeit ebenfalls Früchte-Stillleben, was die wachsende Nähe der beiden Künstler wieder dokumentiert.

1910 Mit "Frau mit Mandoline“ entstand von Georges Braque im Frühjahr 1910 - das erste ovale kubistische Gemälde - worauf Pablo Picasso ebenfalls ein ovales Bild mit gleichem Sujet malte. Die folgenden zwölf Monate malte er, sowohl in L’Estaque als auch in Paris, weitere Stillleben, zum Teil in ovaler Form. Anfang September 1910 schickte Daniel-Henry Kahnweiler vier Gemälde Georg Braques und drei Gemälde Pablo Picassos als Leihgabe zu einer Ausstellung in die Münchener Galerie Thannhauser(!).

In Südfrankreich


1911 Den Sommer 1911 verbrachten Georges Braque und Pablo Picasso einige Wochen in der südfranzösische Kleinstadt Ceret. Sie setzten hier ihren intensiven, in Paris begonnene Austausch fort, die Zeit der produktivsten Zusammenarbeit beider Künstler begann dann. Während Georges Braque den "Mann mit Gitarre“ malte, antwortete Picasso mit der kongenialen "Akkordeonspielerin“. In den Stillleben Kerzenleuchter (Braque) und Stillleben mit Fächer (Picasso) bezogen beide Künstler den in Fraktur geschriebenen Titel der Tageszeitung "L’Independant" in ihre Motive ein.

Dann kehrte Paolo Picasso Anfang September nach Paris zurück, Gregors Braque blieb bis Januar 1912 in Ceret, korrespondierte aber häufig mit Pablo. In dieser Zeit wurden auch die ersten Papierplastiken von Georges Braque datiert, die ihm bei Pablo Picasso den Spitznamen „Wilbur Wright“ (nach dem Konstrukteur von Doppeldecker-Flugzeugen) einbrachte.

1912 bis 1914 Aus Ceret kehrte Georges Braque mit dem Gemälde "Hommage an J. S. Bach“ zurück. Ende April fuhr er dann zusammen mit Pablo Picasso einige Tage in seine Heimatstadt Le Havre. Im Juni brach Georges Braque und Ehefrau Marcelle Lapre (verheiratet von 1912 bis 1963) zu einer Fahrradtour auf, deren Ziel das Sommerhaus in Sorgues (sur-l’Ouvèze) war, einer kleinen Stadt nördlich von Avignon, wo sie eine kleine Villa bezogen. Dort wurden sie bereits erwartet von Pablo Picasso und Andre Derain. (Pablo Picasso hatte im benachbarten Avignon ein Haus bezogen). Hier arbeitete aber Georges Braque weiterhin an seinen Papierskulpturen - seinen Mal-Pigmenten mischte er jetzt erstmals Sand bei.

Pablo Picasso griff Georges Braques "Erfindung“ umgehend auf und verwendete ab sofort Notenpapiere und Tapetenmuster in seinen Kompositionen. Die Papier colles leiteten mit ihrer flächigen, zweidimensionalen Anmutung und ihrer zunehmenden Farbigkeit, den Übergang zum "Synthetischen Kubismus“ ein.

Weitere Biografie

Die Biografie-Zeit der Jahre 1906 bis 1914 wurde ja schon ausführlich besprochen! - Jetzt weiter ab Winter und Frühjahr 1914. Beide Künstler arbeiteten wieder in Paris. Auf eine sehr enge Zusammenarbeit lassen die Titel der Arbeiten schließen: "Stillleben mit Herz-As“ (Braque) und "Weinglas mit Kreuz-As“ (Picasso) schließen.

1882 Aber nun noch zum Biografie-Beginn: Georges Braque wurde am 13. Mai 1882 in Argenteuil, einer kleinen Stadt in der Nähe von Paris, geboren. Er war Sohn von Charles Braque, einem Dekorationsmaler, und Augustine Johanet. Später zog die Familie in die Hafenstadt Le Havre in der Normandie, wo er einen Großteil seiner Kindheit und Jugend verbrachte. Im Jahre 1899 machte er eine Lehre als Dekorationsmaler und nahm gleichzeitig in der Abendklasse der Ecole des Beaux-Arts Malunterricht. Von 1902 bis 1904 setzte er seine Studien in Paris an der Academie Humbert fort. (Seine ersten Werke waren impressionistisch beeinflusst).

Georges Braques Persönlichkeit war einzigartig, er war ein ruhiger "Introvertierter“, extrem aufmerksam, scharf, entschlossen, eigensinnig und intelligent. Seine Persönlichkeit unterschied ihn von seinen Künstlerkollegen, die oftmals sozialer und extravaganter waren.

Er war genauso geheimnisvoll wie seine Bilder. In einem "The Observer“-Interview (1957) sagte er: "Es gibt nur eine Sache, die in der Kunst wertvoll ist, und das ist das, was nicht erklärt werden kann. - Das Mysterium eines großen Gemäldes zu erklären - wenn ein solches Kunststück möglich wäre - wäre irreparabler Schaden ... wenn es kein Geheimnis gibt, dann gibt es keine "Poesie", die Qualität, die ich in der Kunst über alles andere schätze.

Nach der Kriegserklärung Österreichs an Serbien (Erster Weltkrieg, Beginn am 28. Juli 1914) wurden die Maler Georges Braque und Andre Derain zum Kriegsdienst eingezogen, Pablo Picasso war als Spanier nicht wehrpflichtig. Am 2. August 1914 wurden beide Maler von Pablo Picasso zum Bahnhof von Avignon gebracht. Pablo Picasso äußerte später, dass er "Braque seither niemals wieder gesehen hätte“.

Nach dem 1. Weltkrieg zeigte Alfred Flechtheim (deutscher Kunsthändler, Kunstsammler, Galerist, Publizist und Verleger) schon 1919 mehrere Werke Georges Braque!

Kriegsverletzung!

Im Jahre 1915 wurde Georges Braque bei einem Fronteinsatz am Kopf schwer verwundet. Nach langer Rekonvaleszenz in Sorgues kehrte er im Frühjahr 1917 nach Paris zurück und befreundete sich mit dem Maler Juan Gris und dem Bildhauer Henri Laurens. Zu Pablo Picasso hatte er aber keinen persönlichen Kontakt mehr.

Georges Braques entfernte sich nun vom Kubismus und entwickelte einen eigenen Stil, bei dem er vornehmlich Stillleben malte. Im Jahre 1922 wurde er eingeladen, in einem eigenen Raum an der Ausstellung des "Salon d’Automne“ teilzunehmen - er verkaufte sämtliche 18 ausgestellten Arbeiten.

Ein Landhaus im Badeort Varengeville-sur-Mer (bei Dieppe) baute Georges Braque 1930. Und im Jahr 1933 veranstaltete die Kunsthalle Basel in der Schweiz zum ersten Mal eine Rückblende zum bis damals entstandenen Œuvre des Künstlers. In den 1930er und 1940er Jahren malte er Motive, bei denen sich Figur und Raum (Malende Frau, 1936) und Raum und Interieur (Der Billardtisch, 1945) durchdrangen.

Ab dem Jahre 1937 wurden vielen Arbeiten von Georges Braque in deutschen Museen als "entartet" beschlagnahmt.

Erst im Alterswerk, nach den dunklen Kriegs- und Besatzungsjahren wandte sich Georges Braque den wirklichen Lebewesen zu und schuf mehrere Vogelgemälde. - In seinen 1946 entstandenen Atelier-Bildern verwendete Braque einen großen weißen Vogel, ursprünglich das Motiv eines Gemäldes, das George Braque aber zerstörte.

1953 erhielt er den Auftrag, Deckengemälde für die Etruskische Galerie im Louvre auszuführen: Blauer Himmel, weiße Sterne mit Mondsichel und die mit weißer Linie umrahmten schwarzen Vögel mit ausgebreiteten Schwingen, die in ihrer Flächigkeit an Schwarzfigurige Vasenmalerei erinnern. Inmitten von vergoldeten Schnitzereien an der Decke sind Les Oiseaux eines der wenigen Werke moderner Kunst im Louvre. 1954 schuf Georges Braque für den Chor der Saint-Valery-Kirche von Varengeville ein tiefblaues Glasfenster, das den Stammbaum Christi darstellt, und für die Saint-Dominique-Kapelle desselben Dorfes sieben figurative Glasfenster. 1958 wurde er mit einem internationalen Antonio-Feltrinelli-Preis ausgezeichnet und 1951 als auswärtiges Ehrenmitglied in die American Academy of Arts and Letters aufgenommen. Im Jahre 1959 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Für die 1964 eröffnete Fondation Maeght bei Saint-Paul-de-Vence schuf er ein Wasserbecken und ein Glasfenster in der dazugehörigen Kapelle.

Am 31. August 1963 starb Georges Braque in seiner Pariser Wohnung. Seine Grabstätte liegt auf dem Friedhof von Varengeville-sur-Mer in der Normandie.

Documenta-Teilnahme: Georges Braque war Teilnehmer der documenta I (1955), der documenta II (1959) und (postum) der documenta III im Jahr 1964 in Kassel.

Die Bildergalerie:

Georges Braque, "Häuser in L'Estaque", 1908  - © Kunstmuseum Bern
Georges Braque, "Häuser in L'Estaque", 1908 - © Kunstmuseum BernFoto-Quelle: © Kunstmuseum Bern

Bildergalerie Bild 1/Aufmacherbild - Georges Braque, "Häuser in L' Estaque", 1908 - Google schreibt dazu: L’Estaque ist ein bezaubernder Vororthafen mit dörflichem Ambiente. Am Wasser befinden sich zahlreiche herrschaftliche Villen sowie zwanglose Bars, Restaurants für Fisch und Meeresfrüchte oder auch Imbissstände mit Panisse (Schmalzgebäck aus Kichererbsenmehl). Im Hafen ankern Boote, während die Sand- und Kiesstrände der Gegend vor dem Hintergrund der Hügelkette Chaine de L’Estaque Blick auf die Stadt bieten.

Georges Braque, "L'Estaque", Oktober/November 1906
Georges Braque, "L'Estaque", Oktober/November 1906Foto-Quelle: © Privatsammlung

Bildergalerie Bild 2 - Georges Braque, "L'Estaque", Oktober/November 1906 - (Text siehe oben)
(Text siehe oben) - Dieses Motiv dokumentiert Georges Braques anfängliche "fauvistische" Malansätze.

Paul Cezanne, "Die Bucht von Marseille (von L’Estaque aus gesehen)",  um  18 ...
Paul Cezanne, "Die Bucht von Marseille (von L’Estaque aus gesehen)", um 1885Foto-Quelle: © Art Institute of Chicago

Bildergalerie Bild 3 - Paul Cezanne, "Die Bucht von Marseille (von L’Estaque aus gesehen)“, um 1885 -
(Text siehe oben)

Pablo Picasso, "Demoiselles d’Avignon", 1907
Pablo Picasso, "Demoiselles d’Avignon", 1907Foto-Quelle: © Museum of Modern Art, New York

Bildergalerie Bild 4 - Pablo Picasso, "Demoiselles d’Avignon", 1907, Öl auf Leinwand, 243,9 mal 233,7 Zentimeter - Dieses Gemälde wird als Wendepunkt in der Geschichte der abendländischen Malerei angesehen und leitete zugleich den sich ankündigenden Kubismus ein. - Der Bildtitel "Les Demoiselles d’Avignon“ stammt aus dem Jahr 1916 von Picassos Freund, dem Schriftsteller und Kunstkritiker Andre Salmon. Das Wort Avignon im Titel bezog sich auf die "Carrer d’Avinyo" in Barcelona, die für ihre Bordelle bekannt war und in deren Nähe Pablo Picasso in jungen Jahren lebte. Die verfälschende Titelgebung, die sich heute eingebürgert hat, bezieht sich auf Witzeleien, die in Picassos Freundeskreis in Umlauf waren. Pablo Picasso stand dem Bildtitel nicht positiv gegenüber und lehnte ihn später ab.

Juan Gris, "Hommage a Picasso, 1912
Juan Gris, "Hommage a Picasso, 1912Foto-Quelle: © Art Institute of Chicago

Bildergalerie Bild 5 - Juan Gris, "Hommage a Picasso“, 1912

Georges Braque, "Frau mit Mandoline", 1910
Georges Braque, "Frau mit Mandoline", 1910Foto-Quelle: © Pinakothek der Moderne, München

Bildergalerie Bild 6 - Georges Braque, "Frau mit Mandoline“, 1910, Öl auf Leinwand,
91,5  mal 72,5 Zentimeter

Georges Braque, "Mann mit Gitarre", 1914
Georges Braque, "Mann mit Gitarre", 1914Foto-Quelle: © Muse National d'Art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris

Bildergalerie Bild 7 - Georges Braque, "Mann mit Gitarre", 1914, Öl auf Leinwand, 130 mal 73 Zentimeter

S/W Foto: Georges Braque, 1908
S/W Foto: Georges Braque, 1908Foto-Quelle: © unbekannt

Bildergalerie Bild 8 - S/W Foto Georges Braque, 1908


Links:

(Georges Braque - Ausstellung)
https://www.kunstsammlung.de/de/braque/

(Fauvismus)
https://blog.singulart.com/de/2018/0...sen-sollte/

(Kubismus)
https://www.kunst-zeiten.de/Kubismus-Allgemein

(Puteaux-Gruppe)
https://de.wikipedia.org/wiki/Puteaux-Gruppe

(Ein Leben neben Picasso)
https://www.zimmermann-heitmann.de/b...ben-picasso


Map-Data: K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Grabbeplatz 5, 40213 Düsseldorf

Die Ausstellung "Georges Braque. Erfinder des Kubismus“ findet vom 25.9.2021 bis 23.1.2022 statt.

3 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Am besten gefallen mir seine BIlder, die an Matisse erinnern. Im Grunde experimentiert er dauernd, als wollte er alle seine Persönlichkeitsfacetten zeigen.

Ich verstehe nichts von Malerei, habe nur einige wenige Maler und Bildhauer, die ich l i e b e, das sind die Im- und Expressionisten und vor allem der wunderbare Rodin

Diese Versuche, von den natürlichen Gegebenheiten abzuweichen, empfinde ich als verkrampft. Aber Künstliche Intelligenz ist der neue kulturelle Traum, also auch Künstlichkeit in der Kunst.

Als ob es nicht genügend natürliche Schönheit gäbe!

Natürlich soll dich diese Kritik NICHT treffen, denn du bist ein exzellenter Kunsthistoriker, den man immer wieder gern liest.
wize.life-Nutzer
... Du sollst mich "natürlich" auch weiterhin mit Vergnügen lesen, es erfreut mich ... - alles liebe Volker
wize.life-Nutzer
Ja Volker, das ist auch eine Art von Malerei, die ich mag. Die Farbgebung ist dezent. Die Titel sind für mich erkennbar. Außerdem liebe ich Frankreich, von daher mag ich auch die Themen.
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