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Petunie mit Gießkanne
Petunie mit GießkanneFoto-Quelle: Michael Diefert / www.pixelio.de
Sprecht Ihr mit Euren Pflanzen?

Prinz Charles redet mit seinen Pflanzen. Dieser Umstand ist wohl vielen Menschen bekannt. Er glaubt, dass die Pflanzen dann besser gedeihen. Ist das so?

Forscher an der Universität Bonn stellten mittlerweile fest (2010), dass Pflanzen auf äußere, veränderte Einflüsse relativ schnell reagieren. Dieses 'Nervensystem', welches eigentlich gar keines ist, ist allerdings mit dem menschlichen oder tierischen nicht vergleichar, aber sie bedienen sich elektrischer Signale. So reagiert der Mais, mit dem experimentiert wurde, mit einem sekundenschnellen Richtungswechsel des Wurzelwuchses, wenn sie auf Gift trafen.

Ferner hat man in der Toscana 24 Std. tgl., 10 Jahre lang Weinreben mit klassischer Musik beschallt. Die Blätter wurden größer und die Trauben aromatischer, als bei den Vergleichsreben ohne Beschallung. Das Streicheln von Pflanzen fördert das Breitenwachstum, die Pflanzen werden dann kürzer und dicker, als ignorierte Vergleichspflanzen. Und freundlich 'bequatschte' Tomatenpflanzen sollen 500g mehr Ertrag gebracht haben. Soviel einmal zu wissenschaftlichen Erebenissen, hier nachzulesen http://www.welt.de/wissenschaft/arti...ligenz.html

Meine persönliche Geschichte mit einer Zimmerpflanze ist folgende: Eine frühere Freundin besaß eine Dieffenbachie, die ein trauriges Dasein auf dem Couchtisch fristete. Sie wurde zwar gegossen, verlor aber nach und nach die Blätter. Sie schien still vor sich hin zu weinen. Meine Freundin meinte 'Ich kann sie nicht mehr recht leiden. Die verliert ja die Blätter. Dabei war sie doch schön, als ich sie kaufte.' Ich nahm sie an mich und sie erhielt tägliches gutes Zureden. Nach ca. einem halben Jahr brachte ich die mit Blättern ausgestattete und wohl gediehene Pflanze zurück. Entzückt von meinem 'Pflegeerfolg' nahme die Freundin sie in Empfang und versprach, sich um die Pflanze besser kümmern zu wollen. Na, was soll ich sagen, die arme Dieffenbachie überlebte ihr Dasein bei meiner Freundin nicht.

Nun hängt natürlich das Wachstum einer Pflanze auch sehr vom Wasser- und Nahrungsangebot, sowie vom Standort ab. Meine Pflanzen allerdings gieße ich z.B. nach dem Mond, also alle 7 bis 9 Tage, sie erhalten relativ wenig Dünger, haben aber wohl gute Standorte. Die Malve blüht mit sich selbst um die Wette, die Zamioculcas zamiifolia (Glücksfeder) kriegt sich nicht ein, mit dem Bilden von neuen Trieben und der gelbe Sommerflieder im Garten, den ich als ungefähr 30 cm hohen Stengel mit Blättern im letzten Jahr erwarb, misst mittlerweile fast 3 m Höhe und locker 2,50 m Durchmesser. Und ja, ich rede mit meinen Pflanzen, immer wieder mal und streiche auch über das Blattwerk.

Und was veranlasst Ihre/Eure Pflanzen zu gutem Wachstum?

19 Kommentare

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was mir aufgefallen ist, sprechen denn außer Berni nur wir Frauen mit unseren Pflanzen? Oder mag es so mancher Mann nicht zugeben?

Mein Bruder hatte einen grüne Finger - wir sagten immer, er bringt selbst ein Streichholz zum Blühen.
so gut bin ich allerdings nicht, bei mir geht auch die eine oder andere Pflanze mal den Weg alles Irdischen.... tut mir dann immer sehr Leid.
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Keine Ahnung. Es gibt ja schließlich auch Gärtner. Vielleicht interessieren sich Männer einfach nicht so sehr für dieses Thema und wollen bei der Unterredung mit ihren Pflanzen lieber alleine sein
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Renate, dann lassen wir sie allein
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natürlich spreche ich mit Ihnen,Sie erfreuen mich doch jeden Tag
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Genau, sie sind ja schließlich auch für einen da!
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reingefallen,ja.
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Renate, hatte vor Jahren einen riesengrossen Ficus Benjamini. Wenn wir verreist sind, haben wir ihn mit einer automatischen Wasserausstattung versorgt. Wenn wir zurueck kamen, hatet er fast seine ganzen Blaetter abgeworfen. Dann habe ich ihn getroestet und er war wieder zufrieden und legte wieder seine Blaetter an. Das ging mehrere Jahre so. Tat mir richtig leid. Er war halt einsam. Dann habe ich unseren Radio mehrere Stunden automatisch jeden Tag laufen lassen. Er ist darauf reingefallen. Die Blaetter wurden nicht mehr abgeworfen
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Du Schelm, Du. Einfach den Bejamini zu veräppeln... Aber, wenn er's nicht merkt, heiligt der Zweck die Mittel.
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Ja, man kann. Meine Mutter hatte mal einen jahrealten Zimmerhibiskus deckenhoch und ganzjährig blühend, mit dem sie immer gesprochen hatte. Sie bekam einen Herzinfarkt, Krankenhaus, Reha. So in etwa 4 Monate Dauer bis zur Rückkehr. In der Zwischenzeit habe ich ihre Pflanzen gepflegt. Dieser Hibiskus verlor aber nach und nach seine Blüten und Blätter und war bis zur Rückkehr meiner Mutter kahl. Ich wollte ihn noch entsorgen, habe es vergessen. Gott sei Dank, denn nach ca4 Wochen war er wieder voll belaubt und bekam die ersten Blüten, dank der Unerhaltung mit meiner Mutter.
An Mimosen kann man Kindern sofort deutlich machen, wie sich eine Kommunikation mit Pflanzen darstellt. Klatschen sie in die Hände, die Mimose zieht sich sofort zusammen. An Stammflussmessungen hat die Uni Karlsruhe schon in den 80er Jahren,Kommunikationen mit Pflanzen nachgewiesen.
wize.life-Nutzer
Sehr beeindruckend Deine Geschichte. Hier wird so richtig deutlich, dass etwas an der Zuwendung zu Pflanzen was dran sein muss. Denn der Hibiskus wurde ja nicht wegbewegt von seinem Platz. Und Blumengießen gehört ja nun auch nicht zu den anspruchvollsten aller Tätigkeiten. Er hat schlicht getrauert. Unglaublich!
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Habe vor zwei Wochen eine Pflanze gekauft, sie sah erst sehr schoen aus. Dann liess sie die Blueten und Blaetter haengen. Ich habe sie mehr zur Seite gestellt und ihr gedroht, sie abzuschneiden und in die Tonne zu werfen, wenn sie weiterhin so gruselig dreinschaut. Zwei Tage spaeter ist sie auferstanden und macht mir wieder Freude.
wize.life-Nutzer
Sie hatte vielleicht ein wenig Heimweh. Jetzt hat sie sich eingelebt bei Dir, so ist's recht.
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und ob ich mit meinen Pflanzen spreche und manchmal schimpfe ich auch mit ihnen oder drohe, wenn da nicht bald was geht in Richtung Blüte oder so, dann bekommst du Flügel, also fliegst auf den Kompost mit Zwischenstation Waschküchenfenster mit Ausblick ins Grüne - eigenartigerweise, hat das schon oft geholfen
wize.life-Nutzer
Manchmal muss man wohl auch ein Machtwort sprechen. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder macht, was er will!
Aber Waschküchenfenster und Kompost sind schon drakonische Strafen!?
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aber manchmal hat es schon geholfen. Z.B. bei einer Orchidee, die absolut nicht blühen wollte - also - entweder - oder und dann kam tatsächlich der Blütenstengel und nun sitzt sie wieder im Wohnzimmerfenster
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Orchidieen sind glaube ich wirklich sehr empfindliche Lieschen. Hell und warm, aber nicht viel Sonne. Südfenster ging bei meiner gar nicht. Meine Schwiegertochter kann gut mit Orchideen, keine Ahnung wie viele sie hat, über 20? Bestimmt. Und die blühen immer wieder. Toll.
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genau, das sind sie - Ostfenster hat meine. Meine Mutter hat auch ein Händchen für die und bestimmt auch an die 20. Die bekommt auch noch die schwierigste zum Blühen. Ich leider nicht, na ja oder durch drakonische Maßnahmen
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aaach, frau muss nicht alles können!
wize.life-Nutzer
stimmt, Renate
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