Virtuelle Friedhöfe – wenn das Internet zum letzten Gedenken wird
Virtuelle Friedhöfe – wenn das Internet zum letzten Gedenken wirdFoto-Quelle: Stihl024 - Fotolia
Virtuelle Friedhöfe – wenn das Internet zum letzten Gedenken wird

Virtuelle Friedhöfe – wenn das Internet zum letzten Gedenken wird

Im heutigen Zeitalter sind bereits Millionen von Menschen im Internet vertreten. Doch was passiert eigentlich mit den Präsenzen, Accounts und Kontos nach dem Tod? Sei es ein Blog, ein Newsletter-Abo, die persönliche E-Mail-Adresse oder ein Community-Account – wer kümmert sich um die digitalen Hinterlassenschaften?
Im Falle eines Falles können sich Angehörige an die Administratoren oder Inhaber der jeweiligen Seite wenden und ggf. die Sterbeurkunde als Nachweis einreichen, damit die Benutzerkonten stillgelegt und gelöscht werden. Oftmals erhalten diese im Zuge dessen dann auch die Zugangsdaten, somit kann frei entschieden werden, was mit den Konten geschehen soll. Viele entscheiden sich dann dazu, die Daten des Verstorbenen zu behalten und das Profil weiterhin als virtuelles Erbe zu führen.
Facebook beispielsweise macht das jedoch ganz anders: hier wird der Account stillgelegt, in einen sogenannten Gedenk-Zustand, nur noch Freunde können auf diesen zugreifen.

Ein virtueller Abschied, ein letztes Gedenken…

Neben einer Großzahl von Anbietern gibt es auch die Möglichkeit, den Verstorbenen auf einer der sogenannten „Gedenkseiten“ zu verewigen. Hier lassen sich nicht nur Bilder und Texte posten, sondern auch richtige Gedenkkerzen anzünden, um so der Trauer einen gebührenden Ausdruck zu verleihen, wenn auch nur virtuell. So haben Angehörige neben dem Besuch des Grabes auch online die Möglichkeit, dem Verstorbenen nahe sein zu können.

Vorsorge – künftig auch digital möglich

Wie im richtigen Leben, können im Vorfeld schon, zumindest schon in den USA, Vorsorge-Maßnahmen für den Todesfall getroffen werden. So spezialisieren sich Bestatter dortzulande auf virtuelle Sterbefälle, um nicht nur Datenleichen zu vermeiden, sondern auch Angehörigen in der digitalen Welt Halt und Unterstützung zu bieten. In Deutschland steht der Berufszweig des digitalen Bestatters bislang noch in den anfänglichen Startlöchern.

Der Internet-Friedhof, eine Idee, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut und gegen die virtuelle Unsterblichkeit ankämpft…

Quelle:test.de
vita opus

2 Kommentare

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wize.life-Nutzer
wenn es schon nicht zum ewigen Leben gereicht hat,dann doch zur virtuellen Unsterblichkeit?
das flüchtige Anclicken einer Gedenkseite wird nie mit der Zeremonie eines Friedhofsbesuches gleichzustellen sein
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wize.life-Nutzer
Wenn ich das so sehe, Seiten mit "Wir trauern", von den Verwandten aufgesetzt und häufig gespickt mit diversen Spitzen gegen Dritte, nein danke, ich finde das nur peinlich.
Das ist eine Kulturlosigkeit, für die sich diejenigen, die so etwas aktivieren, nur schämen sollten.Ich glaube auch kaum, dass sich die Verstorbenen darin wiederfinden möchten.
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