Der Homocysteinspiegel und der Wandel vom Zellgift zur Zellverjüngung. Geht  ...
Der Homocysteinspiegel und der Wandel vom Zellgift zur Zellverjüngung. Geht das?Foto-Quelle: © contrastwerkstatt - www.Fotolia.com
Der Homocysteinspiegel und der Wandel vom Zellgift zur Zellverjüngung. Geht das?

Homocystein als körpereigenes Abfallprodukt

Es passiert Sekunde für Sekunde unser ganzes Leben lang in jeder Zelle unseres Körpers - milliardenfach. Während des Stoffwechsels entstehen kurzlebige Zwischenprodukte wie etwa das Homocystein - eine schwefelhaltige und toxische Aminosäure. Das klingt auf den ersten Blick dramatisch und ist doch für unseren Körper ein ganz normaler Prozess, wohl noch harmloser als unsere Mülltüte.

Unser Körper 'wechselt' die Stoffe, zerlegt jene, die er nicht mehr braucht, und bildet dafür andere, die er benötigt. Ein dauerhaftes "Austauschprogramm", das sozusagen backstage abläuft während wir essen, schlafen, Sport treiben, arbeiten, fernsehen... - kurzum: leben.

Was macht unser Körper nun mit dieser seiner 'Mülltüte'?

Gerät das Stoffwechselprodukt Homocystein ins Blut, sucht unser Körper nach Möglichkeiten, Homocystein schnellstmöglich in das harmose Methionin zurückzuverwandeln. Dafür braucht er aber Unterstützung. Ihm stehen dafür Profis zur Seite, die sich im Lauf der Evolution auf dessen Beseitigung und Abbau spezialisiert haben. Vitamin B6 und B12 sowie Folsäuresind wahre Power-Vitamine, die biochemische Reaktionen unterstützen und sogar beschleunigen und so die Abfallprodukte par excellence buchstäblich entsorgen.

Sind B-Vitamine jedoch nicht in ausreichendem Maße vorhanden, kann der Homocysteinspiegel nach oben klettern.

Das tut der Homocysteinspiegel zunächst unbemerkt und erst einmal ohne direkt spürbare Folgen. Dauerhaft passiert jedoch sehr viel Alarmierendes: Das Zellgift, wie Homocystein auch genannt wird, wendet sich gegen uns, zerstört die Arterienwände und fördert die Bildung von Blutgerinnseln. In der Folge können zahlreiche und sehr verschiedene Erkrankungen entstehen: Herzschwäche und Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz und Depressionen, aber auch Alzheimer und Augenleiden gehören dazu.

Studien belegen sogar, dass zu hohe Homocysteinwerte unser Sterberisiko um bis zu 33% erhöhen. Homocystein kann so zu einem echten Risikofaktor werden.

Weitere Informationen hierzu finden sie im Beitrag Alltagsfaktoren und der Homocysteinspiegel

Untersuchungen zeigen, dass um nur 5 Mikrogramm/Liter erhöhte Homocysteinwerte eine koronare Herzkrankheit um 20 bis 23 Prozent wahrscheinlicher machen. Gelingt es, die erhöhten Werte zu senken, sinkt folglich auch das Risiko.

Wohl gemerkt: Homocystein im Blut ist zunächst etwas ganz Normales und Natürliches, was sekündlich in jedem von uns als Folge des Stoffwechsels entsteht. Ein zweiter ebenso normaler und natürlicher Prozess verändert - sprich vermindert die körpereigene Abbau- und Umwandlungsfähigkeit. Als Folge davon altern wir Menschen. Mit jedem Jahr kann unser Körper vieles nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. So hat er beispielsweise zunehmend Mühe, Vitalstoffe effektiv zu verarbeiten.

Das bedeutet für den Homocysteinspiegel: er steigt alle 10 Jahre um rund 10%.
Wenn wenn wir nichts unternehmen, um unseren Körper gezielt und sinnvoll zu unterstützen. Was aber kann man wirklich dagegen tun? Gibt es überhaupt Möglichkeiten, den körpereigenen Stoffwechsel zu fördern und unserem Körper zu helfen?

Experten für Homocystein wie etwa der US-amerikanische Mediziner Dr. Paul Hudson empfehlen Maßnahmen, die unsere Zellen von toxischen Abfallprodukten säubern, freihalten und so quasi wie eine Zellverjüngung wirken. Auf ihrer Empfehlungsliste stehen ganz oben folgende Hinweise:

  • Achten Sie auf vitaminreiche Ernährung.
  • Vermeiden Sie Fertiggerichte oder Fast Food und essen Sie lieber und so oft wie nur möglich Frisches.
  • Lassen Sie Ihren Homocysteinspiegel regelmäßig prüfen. Mit zunehmendem Alter wird dies immer wichtiger.
  • Unterstützen Sie Ihren Körper nach Bedarf zusätzlich mit einem Senker für Ihren Homocysteinspiegel wie Synervit. Je nach den Werten, die Ihr Arzt ermittelt, ist durchaus auch eine dauerhafte Einnahme von Vorteil.

Denn - und das ist ein weiteres wichtiges Argument, auf Ihre Homocystein-Werte zu achten: Mit einem niedrigen Homocystein-Wert können Sie Ihr Risiko einer depressiven Verstimmung halbieren. Und wie wichtig eine positive Grundstimmung gerade mit zunehmenden Jahren ist, wie positiv sich diese präventiv und in Krankheitsfällen auswirkt, das ist mittlerweile vielfach belegt.
Gönnen Sie Ihrem Körper also so viel Unterstützung wie nur möglich und genießen Sie das gute Gefühl, frühzeitig vorzusorgen und nicht erst zu handeln, wenn eine Erkrankung sich ankündigt oder Ihre Lebensfreude schmälert.

Nutzen Sie für weitere Informationen zu diesem Thema das
Homocystein Netzwerk

1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
B12 ....ist für mich ein notwendiges Vitamin, da ich seit 20 Jahren vegetarisch lebe. Leider auch keine Lust habe, immer auf eine ausreichende Zufuhr zu achten. Mir ist klar, dass es möglich wäre, aber es ist mir zu anstrengend, auf die Mengen von B und insbesondere von B12 in meinen Lebensmitteln zu achten. Meine Blutwerte ( z. B. Eisen) waren in den letzten 20 Jahren nur einmal im Keller. Ansonsten bin ich fit wie ein Turnschuh . L-Thyroxin...nehme ich seit 30 Jahren, wegen der fehlenden Schilddrüse...
Mir geht's gut...
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