Ziellos umher - ein Fluchtgedicht
Ziellos umher - ein FluchtgedichtFoto-Quelle: ©Michael Muchow /www.pixelio.dew
Ziellos umher - ein Fluchtgedicht

Unser Haus, unser Land,
alles abgebrannt.
Was übrig blieb walzten die Panzer platt.
Heimat schachmatt.
Der Schrei dehnte sich lang wie ein Gummiband
und riss das Leben entzwei,
in eines davor,
in eines danach.
Das Leben davor bileb nur noch in rastlosen Köpfen.
Das Leben danach weit weg an unbekannten Ufern.
Wir träumten auf Meereswogen,
und steuerlos wiegte die Sehnsucht.
Niemand kannte wirklich das Ziel.
Niemand wagte zurückzublicken.
Wir trieben ins Ungewisse.

©Martin Stauder


4 Kommentare

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das macht sehr betroffen, lieben Dank für das Gedicht und das Viedo
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BItteschön, Ursula
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DANKE für dein "Fluchtgedicht"
Da ich nicht der Erlebnissgeneration angehöre,
werde ich wohl nie erahnen können
was Enteignung und Vertreibung mit
meinen Eltern und Geschwistern gemacht hat.
Ich werde es auch nie erahnen können
was es bedeutet in einem Land "Heimat" zu finden.
Wenn ich heute meine Augen öffne
kann ich all das erahnen wie es für sie gewesen ist
nicht vor dichten Grenzen zu stehen.
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