Mega-Weinbetrug in Rheinhessen: Behörde lässt sieben Millionen Liter sperren
Mega-Weinbetrug in Rheinhessen: Behörde lässt sieben Millionen Liter sperrenFoto-Quelle: Pixabay
Mega-Weinbetrug in Rheinhessen: Behörde lässt sieben Millionen Liter sperren

Skandal in Rheinhessen: Im Zuge der Ermittlungen um falsch deklarierten und illegal verkauften Wein in Deutschland lässt das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt mehrere Millionen Liter Wein sperren. Es ginge um Betrug im großen Stil. Der Wein darf nicht verkauft werden, bis der Fall gelöst wird.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ermittelt derzeit gegen neun Beschuldigte wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges sowie Irreführung nach dem Wein- und Ökolandbaugesetz, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Kellerei soll Millionen Liter Wein vermischt haben

Grundlage der Ermittlungen seien eine Million Liter falsch deklarierter Wein. Die beschuldigte Weinkellerei aus Rheinhessen habe sogenannte Verschnitte, die aus mehreren Weinsorten oder -qualitäten zusammengemischt werden, als reine Weinsorten verkauft. Auch Bio-Wein sei im kleineren Umfang mit herkömmlichen Weinen vermischt worden. Es werde sowohl gegen den Geschäftsführer, als auch gegen seine Mitarbeiter und zwei Winzer ermittelt.

Sieben Millionen Liter Wein gesperrt

In der Zwischenzeit ließ das Landesuntersuchungsamt von Rheinland-Pfalz sieben Millionen Liter Wein sperren. Der Wein dürfe bis zur Klärung der Vorwürfe nicht verkauft werden. Erst dann entscheide man, was mit den sieben Millionen Litern geschehen werde.

Die Verschnitte sind dem Bericht zufolge im Oktober 2018 aufgefallen. Damals seien illegal Übermengen verkauft worden. Bei diesen Übermengen handelt es sich laut Behördenangaben um Weine, die aus Qualitätsgründen zu Industriealkohol verarbeitet werden müssen. Eine Vermarktung als Trinkweine ist verboten.

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