ADAC: Im neuen Premium-Tarif ist ein weltweiter Pannendienst enthalten
ADAC: Im neuen Premium-Tarif ist ein weltweiter Pannendienst enthaltenFoto-Quelle: Pixabay
ADAC: Mitgliedsbeiträge steigen drastisch - Automobilclub beschließt 10 Prozent Erhöhung

Über eine anstehende Beitragserhöhung beim ADAC war bisher spekuliert worden, jetzt steht fest: Die rund 21 Millionen Mitglieder des Automobilclubs müssen ab April 2020 mehr bezahlen.

Die Mitgliedsbeiträge werden um rund zehn Prozent erhöht. Das hat die außerordentliche Hauptversammlung des Vereins am Donnerstag (14. November 2019) beschlossen.

Das kostet künftig die ADAC-Mitgliedschaft:

  • Basis-Mitgliedschaft: von 49 auf 54 Euro
  • Plus-Mitgliedschaft: von 84 auf 94 Euro
  • Neu: Premium-Mitgliedschaft für 139 Euro

Im neuen Premium-Tarif enthalten sind weltweite Pannenhilfe, Rückholdienst und Abschleppen in die Wunschwerkstatt.

Die meisten (72 Prozent) der Mitglieder haben eine Plus-Mitgliedschaft und müssen dafür ab kommendem Frühjahr 10 Euro mehr bezahlen.

Als Grund für die Erhöhung hatte der ADAC zuvor die hohen Kosten für Pannenhilfe, Dienstleistungen, Veranstaltungen und Personal genannt. 2018 erwirtschaftete man so trotz Einnahmen von 814 Millionen Euro ein Minus von 78 Millionen Euro.

Dabei kann der ADAC jährlich Netto-Zuwächse von 400.000 bis 500.000 Beitragszahlern verzeichnen hinzu.

Inzwischen sind 21,1 Millionen Bundesbürger Vereinsmitglieder. Das entspricht einem Viertel der Bevölkerung. 41 Prozent der Mitglieder sind Frauen. Das durchschnittliche Mitglied ist 50 Jahre alt und bleibt 21 Jahre im Verein.

Es gibt allerdings auch Einsparmöglichkeiten. 40 Millionen Euro sollen gesparte werden, indem Mitgliederzeitschrift „Motorwelt“ ab 2020 nur noch viermal im Jahr erscheint statt monatlich und auch nicht mehr per Post versandt wird.

1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Die Erhöhungen können aber zu Kündigungen führen die den Effekt haben, das der ADAC am Ende weniger Geld in der Kasse hat wie früher. Deutsche Rentner beginnen zu sparen nach dem Motto wird der Verein oder Verband benötigt, was bringt er an Leistung und benötige ich diese Leistung. Wenn die Entscheidungstabelle zuviele "nein´s" hat, wird gekündigt. Das ganze Unterfangen nennt man dann Rohrkrepierer.
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