Kfz-Versicherung: Experte warnt vor versteckter Beitragserhöhung
Kfz-Versicherung: Experte warnt vor versteckter BeitragserhöhungFoto-Quelle: Pixabay
Kfz-Versicherung: Experte warnt vor versteckter Beitragserhöhung

Versicherungsnehmer sollten die Beitragsrechnung ihrer Kfz-Versicherung für kommendes Jahr genau prüfen. Waren sie im abgelaufenen Jahr unfallfrei, verbessert sich in der Regel 2020 ihre Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse). Doch auch so können Versicherer Preiserhöhungen leicht verstecken.

Ändert sich an den anderen beitragsrelevanten Merkmalen - zum Beispiel Regional- oder Typklasse - nichts, müsste sich der Versicherungsbeitrag verringern. Beispiel: Der Kunde zahlt aktuell 458 Euro im Jahr für seine Kfz-Versicherung. Sein Versicherer verlangt im kommenden Jahr 446 Euro, also rund drei Prozent weniger.

Ein Blick auf den Vergleichsbeitrag - den Versicherer in ihrer Rechnung angeben müssen und der zeigen soll, auf welche Höhe der Beitrag aufgrund der besseren SF-Klasse gesunken wäre - zeigt aber: Die Kosten hätten auf 413 Euro sinken müssen. Der neue Kfz-Versicherungsbeitrag fällt in diesem Beispiel acht Prozent zu hoch aus.

Kfz-Versicherung: Versteckte Preiserhöhung trotz gesunkenen Beitrags
Kfz-Versicherung: Versteckte Preiserhöhung trotz gesunkenen BeitragsFoto-Quelle: CHECK24

Versteckte Beitragserhöhung oft nicht ersichtlich

„Besonders in der wettbewerbsintensiven Wechselsaison lohnt es sich, die Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen“, sagt Kfz-Versicherungs-Experte Tobias Stuber vom Vergleichsportal Check24 im Hinblick auf den Zeitraum bis zum 30. November. „Seit August ist der durchschnittliche Haftpflichtbeitrag für Kfz-Versicherungswechsler um 16 Prozent gesunken.“

Eine versteckte Beitragserhöhung sei für den Verbraucher nicht auf den ersten Blick ersichtlich, so Stuber. Dabei helfen Vergleichsrechner, etwa der Sondierungskündigungsrechner von Check24, eine solche Preiserhöhung für den Versicherten aufzudecken.

Bis zum Stichtag am 30. November können Fahrzeughalter Kfz-Versicherungsverträge, deren Hauptfälligkeit auf den 1. Januar fällt, regulär kündigen. Im Fall einer Beitragserhöhung hat der Versicherungsnehmer ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht.

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