Amazon-Prime-Kunden können ihren Zustellungstag wählen.
Amazon-Prime-Kunden können ihren Zustellungstag wählen.Foto-Quelle: Pixabay
Amazon liefert nur noch einmal pro Woche - auf Wunsch der Kunden

Kosten sparen, kundenfreundlicher werden und das Klima schonen - der Online-Versandriese Amazon will mit einer Maßnahme alle drei Ziel auf einmal erfüllen. Laut der "Wirtschaftswoche" testet Amazon derzeit eine neue Versandoption, bei der Lieferungen einer Woche gebündelt an einem Wunschtag des Kunden zugestellt werden. Damit sollen mehrmalige unnötige Anfahrten der Lieferdienste verhindert und Verpackungsmaterial eingespart werden.

Amazon-Prime-Kunden können demnach bei ihrer Bestellung einen sogenannten "Amazon Tag" wählen. An diesem bestimmten Tag in der Woche werden alle Bestellungen auf einmal zugestellt.

Dadurch erhöht sich die Chance, dass die Paketzusteller den Kunden auch tatsächlich antreffen. Für die Kunden entfällt wiederum der nervige Gang zum Paketshop. Außerdem können Unmengen an Verpackungsmaterial eingespart werden, wenn unterschiedliche Produkte in einem Paket geliefert werden.

"Amazon Day" in den USA schon seit einigen Monaten

"Wir testen unterschiedliche Programme, die es Prime-Mitgliedern ermöglichen, die Zustellungszeit zu steuern", so das offizielle Statement des Online-Versandhändlers.

In den USA hat sich der vor einigen Monaten eingeführte "Amazon Day" bereits bewährt. Amazon speichert die Bestellungen bis zu zwei Tage vor der gewünschten Lieferdatum. Am Liefertag werden schließlich alle Päckchen auf einmal zugestellt.

Zalando plant ebenfalls gebündelte Lieferungen

Auch der Konkurrent Zalando plant ein ähnliches Projekt, um die Umweltbilanz zu verbessern. So sollen auch "multi-brand-orders", also Bestellungen von unterschiedlichen Marken, über den Zalando Logistik Service gebündelt verschickt werden. Ziel sei es "die Kundenlieferung für unsere Modepartner vom Wareneingang bis zu Retourenbearbeitung zu übernehmen", so Zalando.

Die einzelnen Hersteller müssen jedoch noch ihr Einverständnis zum "One-Parcel-Principle" (dt. Ein-Paket-Prinzip) geben. Eine Unternehmenssprecherin betonte laut "Wirtschaftswoche", dass diese Maßnahme den Komfort für die Kunden erhöhe und positive Auswirkungen auf den CO2-Fußabdruck des Unternehmens habe.

Zalando teilte mit, dass Kunden pro Jahr im Schnitt Artikel von 13 unterschiedlichen Marken bestellen. Rund 76 Prozent aller Aufträger seien demnach "multi-brand-orders". Bislang versenden viele Hersteller ihre Artikel jeweils selbst.

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