Flugreisen werden 2020 teurer
Flugreisen werden 2020 teurerFoto-Quelle: Pixabay
Das ändert sich 2020: Plastiktüten, Flugreisen, E-Autos und mehr

Das Jahr 2020 steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes. Plastiktüten sollen verboten, umweltfreundliche E-Autos gefördert werden. Sogar das Bahnfahren wird deutlich günstiger. Dafür steigen die Strompreise und wer mit dem Flugzeug verreisen will, muss künftig tiefer in die Tasche greifen. Doch nicht nur in diesem Bereich gibt es neue Gesetze. Neuerungen treten auch beim Mindestlohn, bei der Betriebsrente, beim Unterhalt für Trennungskinder sowie bei der Arbeitslosenversicherung uvm. in Kraft.

Hier ein Überblick über alle Neuerungen:

Plastiktütenverbot

Das Bundeskabinett stimmte am 6. November einem Verbot von Plastiktüten zu. Ehe das Gesetz in Kraft tritt, muss es noch den Bundestag sowie den Bundesrat passieren. Danach steht der Plastikrevolution nichts mehr im Wege. Ab Gültigkeit des Gesetzes wird es eine Übergangsfrist von sechs Monaten geben. Danach droht ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro. Ausgenommen vom Verbot sind stabile Kunststofftaschen sowie die dünnen Tüten in der Obst- und Gemüseabteilung.

Strompreiserhöhung

Ab dem 1. Januar 2020 steigt die EEG-Umlage von 5,5 auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde. Die Kosten werden viele Anbieter auf die Kunden abwälzen.

Fliegen wird teurer

Ab dem 1. April 2020 werden für Inlandsflüge und Reise innerhalb der EU mehr Steuer erhoben. Pro Ticket fallen dann über fünf Euro mehr, als 13,03 Euro an. Bei Flügen bis 6000 km steigt die Steuer um knapp zehn Euro auf 33,01 Euro, bei Fernflügen über 6000 km ist eine Erhöhung um 18 Euro auf 59,43 Euro vorgesehen. Wer seinen Flug vor April bucht, muss die Mehrkosten noch nicht zahlen.

Bahnfahren wird günstiger

Ab dem 1. Januar 2020 sinkt die Mehrwertsteuer für Bahntickets von 19 auf sieben Prozent. Die billigste ICE-Fahrkarte ohne BahnCard ist dann schon ab 17,90 Euro zu haben. Das sind zwei Euro weniger als bisher.

Umweltbonus für E-Autos

Beim Kauf eines rein elektrisch angetriebenen Autos gibt es ab 2020 eine höhere Prämie. Der Bonus steigt von aktuell 4000 auf 6000 Euro. Für Hybridfahrzeuge steigt die Kaufprämie von 3000 auf 4500 Euro. Dies betrifft Wagen mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro. Bei einem Nettolistenpreis bis 65.000 Euro steigt die Prämie für E-Autos auf 5000 Euro und für Hybridfahrzeuge auf 3750 Euro.

Neue Regionalklassen bei der Kfz-Versicherung

Bei der Kfz-Versicherung werden neue Regionalklassen eingeführt, die die Schadensbilanz einer Region abbilden. Das bedeutet: Autohalter, die in einer Region mit vielen Unfällen wohnen, werden in eine teurere Regionalklasse eingeteilt und umgekehrt. Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland werden demnach 5,1 Millionen Fahrer einer günstigeren Regionalklasse und 4,2 Millionen einer höheren Klasse zugeordnet.

Kassenbon-Pflicht

Ab Ende September 2020 sind Händler, Bäcker und Friseure gezwungen, den Kunden bei Verlangen Kassenbons auszuhändigen. Das besagt das neue „Gesetz zum Schutz vor Manipulation an digitalen Grundaufzeichnungen“. Bei Zuwiderhandlung droht ein Bußgeld bis zu 25.000 Euro.

Arbeitslosenversicherung sinkt

Ab dem 1. Januar 2020 sinkt die Arbeitslosenversicherung um 0,1 Prozent auf 2,4 Prozent. Damit werden alle Beschäftigten um 600 Millionen Euro pro Jahr entlastet.

Höherer Freibetrag bei Betriebsrente

Ab dem 1. Januar 2020 steigt der Freibetrag bei der Betriebsrente auf 159,25 Euro. Erst wenn die Betriebsrente höher ausfällt, müssen Krankenkassenbeiträge darauf gezahlt werden.

Neue Beitragsbemessungsgrenze für Kranken- und Rentenversicherung

Ab 2020 steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung von 54,450 auf 56.250 Euro. Wenn das Einkommen über dieser Grenze liegt, ist der übersteigende Teil beitragsfrei. In der gesetzlichen Rentenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrundlage in den alten Bundesländern auf 6900 Euro, in den neuen Bundesländern auf 6450 Euro.

Höherer Mindestlohn

Ab dem 1. Januar 2020 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 9,35 Euro pro Stunde. Auszubildende müssen monatlich mindestens 515 Euro verdienen.

Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Ab dem 1. März können nicht nur Akademiker, sondern auch Arbeitssuchende mit beruflicher Qualifikation für sechs Monate nach Deutschland kommen, um sich eine Arbeit zu suchen.

Mehr Unterhalt

Trennungskinder erhalten ab 2020 mehr Unterhalt. Für Kinder unter 6 Jahren liegt der Mindestsatz bei 369 Euro, für Kinder von 6 bis 11 jähren bei 424 Euro und für Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren bei monatlich 497 Euro. Das bedeutet eine Erhöhung von 15 bis 21 Euro pro Monat.

Arbeitslosengeld steigt

Alleinerziehende Erwachsene erhalten pro Monat 8 Euro mehr - also 432 Euro.

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24 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Zum Thema "Plastiktüten-Verbot": Umweltbewußte Deutsche finden es mit Sicherheit gut, dass hier Einhalt geboten wird und handeln bereits seit einiger Zeit danach. Doch was ist mit den Bewohnern der anderen Länder, dort wo der Tourismus sehr hoch ist? Immer wech damit, ins Meer, am Strand liegen lassen, oder so. Wer kümmert sich bzw. bestraft?
wize.life-Nutzer
Deutschland war schon immer extrem und möchte überall eine Vorreiterrolle übernehmen. Alles auf Kosten der Bevölkerung.
Sei es der Ausstieg aus der Atomenergie oder der Umweltschutz. Strom wird deshalb nicht billiger sondern verteuert sich ständig.
wize.life-Nutzer
es ist doch viel einfacher Strom von Atomkraftweken zu kaufen für teures Geld, damit unsere super Politiker sagen können, wir reduzieren unsere Kohle und Atomkraftwerke. Der doofe Steuerzahler kann doch blechen.
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wize.life-Nutzer
Unter dem Mäntelchen Umweltschutz , verbirgt sich in Deutschland nichts anderes als Volksabzocke!
Wem nützt denn der Umweltbonus für E Autos die nach 300 Km zeitaufwändig geladen werden müssen ? Das ist doch alles nur aktionismus und unausgereifter Mist. Die Steigerung der Regionalklassen bei der Kfz Versicherung ist nicht das einzige was erhöht wird . Andere Versicherungen wie Unfallversicherung werden genau so Angepasst damit der Wasserkopf noch größer wird. Die amen Versicherungen was tun die mir doch leid. Das ist Volksverar .......... und alle schauen zu.. Bahnfahren wird um 2 Euro billiger einfach nur lachhaft und bescheuert.
wize.life-Nutzer
E-Autos sind noch viel zu teuer. Ich fahre manchmal 800 km. Wie oft soll ich da laden? Manchmal sind die E-Ladesäulen voll. Das funktioniert in der Praxis nur bei Kurzstrecken oder innerhalb der Stadt. Da geht ein E-Auto nur als 2. Fahrzeug. Wer kann sich das leisten? Erst mal die Voraussetzungen schaffen und DANACH die Klappe aufreißen!!!
wize.life-Nutzer
Das ist es ja, alles noch nicht ausgereift, aber große Klappe. Vor E- Autos halte ich nichts, denn die Umweit wird nur in anderer Form belastet. Wohin mit den verbrauchten Batterien ( Nichts als Elektroschrott ) Ich vermute stak,das sich die Brennstoffzelle durchsetzen wird. Nur die passt nicht in das politische System und deshalb dieser Unfug E-Autos.
wize.life-Nutzer
Nenne mir eine technische Entwicklung die von Anfang an ausgereift war.
wize.life-Nutzer
Technische Entwicklungen brauchen ihre Zeit,daß ist keine Frage, aber diesen unausgereiften Elektroschrott auf den Markt zu werfen, den man der Bevölkerung aufzwingen möchte, das ist eine Frechheit!
wize.life-Nutzer
Alle Entwicklungen brauchen Zeit. Siehe nur das 1. Auto und die heutigen. Was ich kritisiere ist, dass schon über Strafen nachgedacht wird, obwohl die Voraussetzungen noch nicht geschaffen wurden, die ich brauche, um etwas ändern zu können. Fahrverbote für Innenstädte, Sprit- und Mauterhöhungen.........Was in meinen Möglichkeiten steht, mache ich. Kurzstrecken laufe ich oder nehme das Rad oder den Bus bei schlechtem Wetter. Kinder und Enkel bis vor die Schultür fahren, habe ich noch nie gemacht, auch nicht 200 m bis zur Bank oder zum Bäcker. Beruflich bin ich nachts auf ein Auto angewiesen. Dafür soll ich bestraft werden. 50 und mehr km nachts auf gefährlichen Land- und Bundesstraßen mit dem Rad bei Wind und Wetter??? Noch bin ich nicht lebensmüde!!! Warum fahren viele Politiker immer noch große Autos? DIE sollten mit gutem Beispiel vorangehen und nicht nur reden!!!
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wize.life-Nutzer
Wer, wie ich, in einer Gegend wohnt, wo es als ÖPNV allenfalls gelegentlich einen Bus gibt, Pendelstrecken zwischen 10 und 20km Usus sind, und der nächste Bahnhof mit Fernverkehr 100km entfernt ist, der gehört zu den Verlierern des Klimawandels. Übrigens frohlocken jetzt noch die Nutzer des ÖPNV - wenn die gestiegenen Treibstoffpreise auf die ÖPNV-Tickets durchschlagen, werden sie das auch nicht mehr tun. In Frankreich waren genau solche Kohlendioxidsteuern der Anlass, die gelben Westen rauszusuchen.
wize.life-Nutzer
Dazu ist der Deutsche zu feige und lässt sich alles gefallem! Es geht vielen noch zu gut. nen es schlecht geht, die kämpfen täglich ums überleben und haben auch keinen Mut mehr auf die Strasse zu gehem. Denn sie sagen sich es hilft ja doch nicxhts.
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wize.life-Nutzer
Die Strompreise sind in Deutschland schon die Höchsten und warum jetzt noch höher ? Mit dem Geld sollen die Stromerzeuger wegen des Kohleausstiegs befriedet werden.
wize.life-Nutzer
....AlteWeisheit meinere Oma: der Dumme im Leben ist immer der kleine Mann..... Der Spruch ist schon Jahrzehnte alt....
wize.life-Nutzer
Man sollte auch nicht vergessen, daß auf die EEG-Umlage noch Mehrwertsteuer anfällt. Mein Strom wir dadurch im nächsten Jahr rund 10% teurer.
wize.life-Nutzer
Der kleine Mann ist der Dumme, weil er sich alles gefallen läßt. Die Großen klären alles über Lobbyisten.
wize.life-Nutzer
Ja, klagen alleine hilft nicht! Krankenschwestern, Altenpflegerinnen
und viele andere in Dienstleistungsberufen, hätten schon viel eher protestieren müssen. Warum halten die Menschen immer wieder so lange Mißstände aus, bis sie total erschöpft sind? Übrigens, das gilt auch für Partnerschaften. Mit welchem Recht, erwarten andere eigentlich, dass man sich derentwillen benutzen und ausnutzen lassen
sollte. Wo ist das Selbstbewustsein, nein zu sagen. Aber nicht ein Einzelner kann das schaffen. Das muß man machen, indem man sich
Gruppenweise zusammen schließt.
wize.life-Nutzer
Die Grossen Männer freuen sich die Kleinen dur die Steuererhöhungen von der Straße zu vertreiben ! Uhu!!!
wize.life-Nutzer
Wenn der kleine Mann mal aufstehen würde, wäre er auch groß.
wize.life-Nutzer
Dazu ist unser Volk zu feig!
wize.life-Nutzer
Leipzig 1989 hat es gezeigt, wozu der kleine Mann fähig ist.
wize.life-Nutzer
Die einzigen sind die Kids. Die Politiker freuen sich, wann gab es das schon, dass Leute (die noch keine Steuern zahlen) für Steuererhöhungen (FfF) auf die Straße gehen?
wize.life-Nutzer
Zauberwort, Solidarität
Aber nicht auf diese Weise!
wize.life-Nutzer
Deutschland ist kein Streikvolk - zumindest im großen Stil wie in Italien, Griechenland, Frankreich etc. mit Generalstreik.
Hier streikt man die eine Gewerkschaft der ....... und morgen die der nächsten Berufsgruppe.
Da waren unsere Landsleute in der ehemaligen DDR besser als die meisten Besser-Wessis.
Die Strompreiserhöhungen treffen alle Mensche, egal ob arm, reich, Rentner, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose u.v.a.m.
Der Unternehmer schlägt das auf die Preise um wenn der Treibstoff teurer wird. Der Arbeitnehmer bekommt höhere KM-Pauschale - sofern über 20 km. Wer quer durch die Gegend fährt unter 20 km mangels ÖPNV oder Dienstzeiten hat den schwarzen Peter gezogen.
Und wie erfolgt die Vergütung für Rentner mit der Pauschale, die der Familie helfen oder sich gegenseitig ? Wie der Betreuer einer Sportmannschaft oder der Trainer vom Sportverein für sein Engagement ? Wie der Ehrenamtliche bei Hilfsorganisationen bei Einsätzen und Fahren zum Stützpunkt ?
Denken ist in der Politik nicht gefragt mangels Bildung.
Die Jugend demonstriert freitags und die Eltern zahlen die Kosten für die gestiegenen ÖPNV-Preise der Kids. Die Kids strapazieren mit dem Smartphpones die Umwelt durch den E-Schrott und das ständige Laden der Akkus.
Ich schlage für die jungen Klugscheisser mal einen Batterie-Aufschlag in Sachen Umweltschutz vor. Dann hat mit im ÖPNV nicht den Lärm der Musik aus dem Smartphones und kann wieder die BILD vom Nachbarn mitlesen, sofern er diese im Bus liegenlässt....
wize.life-Nutzer
Fast 80 Jahre Umerziehung, haben Deutschland zu dem gemacht was es heute ist. Alles vorgegebene von der Politik abnicken und ja keine eigene Meinung mehr haben, daß hat man erreicht. Jugendliche die zu faul sind zu arbeiten und öffentlich im TV davon sprechen, wer arbeitet ist blöd u.v.m. die sich mit Hartz 4 durchschlagen , das ist eine tolle Zukunft. Wichtig ist nur Smartphon und der Spruch, Äh Alter haste nen Euro für mich.
Die Politiker stöhnen herum,daß die Menschen immer älter werden und die Rente in Zukunft nicht mehr finanzierbar sind, aber die Energiepreise drastisch erhöhen, das können sie.
Dazu kommt die lächerliche Vorreiterrolle die sie in der EU mit aller Gewalt übernehmen !
Das macht unser Volk kaputt und führt uns in Armut und Elend !
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