Rund 3,2 Millionen Rentner in Deutschland gelten als armutsgefährdet
Rund 3,2 Millionen Rentner in Deutschland gelten als armutsgefährdetFoto-Quelle: Pixabay
Arm durch Rente - Neueste Zahlen belegen starken Anstieg der Altersarmut

Die Zahl armutsgefährdeter Senioren ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das belegen aktuelle und bisher unveröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamts, über die das TV-Magazin "Monitor" berichtet. Demnach droht inzwischen fast jedem fünften Rentner Altersarmut.

Insgesamt 3,2 Millionen Rentner und Pensionäre in Deutschland gelten der neuesten Statistik zufolge als armutsgefährdet, berichtete das ARD-Magazin in seiner Sendung am Donnerstagabend (9. Januar 2020). Das seien 215.000 mehr als noch im Vorjahr und 803.000 Menschen mehr als im Jahr 2010.

Die aktuellen Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2017, Daten für die Jahre 2018 und 2019 liegen noch nicht vor.

Auch interessant: Rente: Ist es ungerecht, wenn selbst ärmere Senioren zahlen müssen?

In keiner anderen von Armut betroffenen Bevölkerungsgruppe sei der Zuwachs (+ 33 Prozent seit 2010) so groß wie bei Rentnern und Pensionären.

Während 2010 noch 14 Prozent der Rentner und Pensionäre armutsgefährdet waren, stieg demnach ihr Anteil im Jahr auf 2017 auf 18,7 Prozent - das ist fast jeder Fünfte.

Als armutsgefährdet gelten nach der Definition der Statistiker diejenigen, die als Alleinstehende im Jahr höchstens ein Einkommen von 13.628 Euro zur Verfügung haben.

Entwicklung wird sich verschärfen

Diese traurige Entwicklung wird sich nach Ansicht von Experten in den kommenden Jahren noch verschärfen.

"Altersarmut wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren noch mal sehr, sehr deutlich zunehmen, weil wir immer mehr Menschen haben, die zu geringen Löhnen arbeiten oder in Teilzeit oder unterbrochene Erwerbsbiografien haben", sagt Marcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dem ARD-Magazin.

Lesen Sie auch: Rentenschock: Jeder Vierte rutscht 2035 laut Studie in die Altersarmut

In der Sendung kommen Menschen zu Wort, die bereits jetzt von Altersarmut betroffen sind: Sie müssen mit 250 Euro im Monat auskommen und von dem Geld Lebensmittel, Kleidung und Reparaturen bezahlen - obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben.

Stundenlohn von 12 Euro nötig

Um der Altersarmut zu entgehen, sei bei einem Vollzeitjob mindestens ein Stundenlohn von 12 Euro nötig, rechnet DIW-Chef Marcel Fratzscher vor.

Davon ist der Mindestlohn in Deutschland noch weit entfernt: Seit 1. Januar 2020 liegt er bei 9,35 Euro.


Monitor, Donnerstag, 9. Januar 2020, 21.45 Uhr, ARD. Die Sendung ist auch auf der ARD-Webseite zu sehen.

44 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Es liegt in unserer aller Macht die Verteilung der irdischen Ressourcen gerechter und nachhaltiger zu gestalten. Ich habe folgenden Vorschlag an unsere Regierenden, damit in unserem Land wieder allen Menschen Teilhabe am geschaffenen Wohlstand und zugleich nachhaltigerer Umgang mit irdischen Ressourcen ermöglicht wird:
http://chng.it/4xdVZzqj
Bitte unterstüten Sie meinen Vorschlag mit Ihrer Stimme. Vielen Dank.
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wize.life-Nutzer
Durch die Nullzinspolitik der EZB wird Kapital der Rentenversicherung vernichtet (unser aller eingezahlter Beiträge).
Im Jahr hat uns das gekostet:
- 2017 ca. 49 Millionen €
- 2018 ca. 54 Millionen €
- 2019 im 1. Halbjahr ca. 41 Mio€
Das sind bis jetzt ca. 144 Millionen €.

Die nächst Zinsentscheidung EZB findet am 23.01.2020 statt
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wize.life-Nutzer
Mit einer Rentenreform muß auch eine Steuereform gleichzeitig in Angriff genommen und ein Bedingungsloses Grundeinkommen generiert werden! Alles Andere ist Stück- und Flickwerk, das nicht viel bringt, denn die Beamtscharen in den Parlamenten kennen nur Gebühren und nochmals Gebühren.
Wer neben seinem Grundeinkommen arbeitet hat mehr zum Leben und später auch eine bessere Rente. Wer aber lieber seinem Hobby frönt und von seinem BGE leben kann, der kann auf die Arbeit pfeiffen. Die Besteuerung der Arbeitslöhne in der heutige Zeit wird abgeschafft, dafür wird eine Wertschöpfungsabgabe, bei der die jährlich Wertschöpfung von 24.000 € frei sind, geschaffen. Damit wäre das GG gerecht ausgeschöpft. Die Gewerkschaften müßten sich freuen, da endlich gute Löhne bezahlt werden müßten, sonst geht doch keiner zur Arbeit. Die Arbeitgeber haben den Vorteil, daß sie neben dem BGE das Jeder erhält nur den Betrag X hinzuzahlen. Die Wertschöpfungsabgabe errechnet sich Output - Input, was für alle Unternehmen gilt, gleichgültig ob im In- oder Ausland der Sitz ist.
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wize.life-Nutzer
Der Staat hat keine Mieten erhöht das sind die Wohnungsbaugesellschaften und die machen es nur weil sie diese hohen Mieten auch bekommen. Bei vielen ist das Problem das sie nicht genügen eingezahlt haben. Alle Hartz VI Empfänger zahlen auch nicht ein, das sind die nächsten bei der die Rente nicht reichen wird. Es kann nur eine Mindestrente helfen. Wohnungsbau muss gefördert werden und nicht noch kompliziert gemacht werden mit mehr Auflagen. Wisst ihr eigentlich wieviele Mietmaden es gibt, das man als Vermieter lieber nicht mehr vermietet um sich die Kosten zu sparen für die Schäden die diese h
interlassen.
wize.life-Nutzer
Liebe Heike,
Du betrachtest nur die Seite des Mieters, Du mußt Dir auch einmal überlegen 1. Was Du für einen Bauplatz heute bezahlst? 2. Was die Planung kostet und viele Parteien bei der Planung mitreden wollen? 3. wie hoch die Kosten für einen Rohbau sind und welche Kosten für den Innenausbau mit all den gemachten Vorschriften kostet? Denke nur mal bei den Hausbeständen, welche Kosten für die Isolierungsmaßnahmen kosten? Alle Kosten müssen im Laufe von 30 Jahren finanziert sein, denn danach fangen schon wieder die Renovierungskosten an. Der größte Preistreiber ist Vater Staat, der bringt uns alle noch unter die Mutter Erde. Nicht "weiter so!" wählen!
wize.life-Nutzer
Der Staat hat die Mieten über den Grundstückspreis, die Anschaffungsnebenkosten, die Grundsteuer usw. erhöht. Selbst für Schutzsuchende zahlt er die Miete in wahnsinniger Höhe, da kommt kein normaler Mieter mit. Sehr mal die Realität.
wize.life-Nutzer
2015 als die GutWill-Hysterie ausbrach, hatte ich geschrieben, welcher Teufel hatte die Frau Merkel geritten, die Grenzen ohne Kontrollen zu öffnen. Heute 5 Jahre danach leiden viele noch von den leidigen Nachwirkungen dieser Maßnahme. Immer noch haben wir zu wenig Wohnungen, die Arztpraxen sind überlaufen und die Bevölkerung ist gespalten. Oftmals läuft die Integration ins Leere, weil die Zuwanderer sich gar nicht integrieren wollen. Landauf, Landab gibt es Diskussionen der Lernunwilligkeit in den Schulen bis hin zu Gewaltausschreitungen.
Alle die damals warnten, wurden in die rechte Ecke gestellt und selbst heute noch gibt es viele Schönschwetzer, die das Ganze immer noch nicht kapiert haben, worum es eigentlich geht.
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wize.life-Nutzer
Durch die Politik von Merkel sind die Mieten ins unendliche gestiegen man hat die Deutschen Mieter rausgeekelt und die Mieten Drastik erhöht ,sie wussten ja die Regierung und die Länder alle Mietpreise bezahlen für die Flüchtlinge .Die Rentner und Hartz 4er können das nicht bezahlen die folgen sind Altersarmut und Kinderarmut. Aber Merkel hat ja nur Fachleute rein gehohlt alles Schindel.Nepper Schlepper Bauerfänger
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wize.life-Nutzer
Deutschland ist heute, nach 15 Jahren Merkel, der Staat mit dem geringsten privaten Haushaltsvermögen aller Euro-Länder, mit einer der höchsten Abgabenquoten weltweit und einem der geringsten Rentenansprüche EU-weit. Zudem ist unser Land seit 2015 Schauplatz einer zuwanderungsbedingten Ausländerkriminalität und Opfer einer gescheiterten Energie- und Wirtschaftspolitik. Die Niederlande kennen kaum Altersarmut, da die Renten bei mindestens 1.200 Euro monatlich liegen - auch für Menschen, die nicht in die Sozialkassen eingezahlt haben. Renteneintrittsalter bei 62 Jahren und eine Grundrente von 1.000 Euro, davon können wir im reichen Deutschland nur träumen. Selbst später, mit 64 Jahren kann man die Franzosen nur beneiden. In Deutschland darf man bis 67 Jahre schuften und hohe Steuern zahlen und bekommt mal eine Rente von ca. 700 Euro. Aber Frankreich hat auch noch unabhängige Gewerkschaften und den Generalstreik. In Deutschland dagegen gibt es nur Arbeiterverräter und Grüne. Und über all dem liegt Merkel wie eine Grabplatte, die sich auf Deutschland gelegt hat. AKK ist schon in den Startlöchern diese Politik fortzuführen.
wize.life-Nutzer
wize.life-Nutzer
- dem stimme ich zu vollkommen zu - frage mich allerdings auch immer wieder, wer noch so dumm ist und diese Frau und Ihre Partei wählt
wize.life-Nutzer
Top erklärt, genau so ist es...
wize.life-Nutzer
Günter wize.life-Nutzer das ist gut erklärt und vor allem hast du auch noch recht.
wize.life-Nutzer
Ich dachte nach 10 Jahren hätte man in den Niederlanden schon diesen Anspruch
wize.life-Nutzer
Das wuste ich auch nicht mit den 35 Jahren
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wize.life-Nutzer
Weg mit den Leiharbeit Firmen und angemessene Löhne für alle Beschäftigten
wize.life-Nutzer
....
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wize.life-Nutzer
Die Diskussion um eine niedrige Rente verfolge ich schon seit Jarhzehnten vom Seitenrand. Ich habe auch einen Blick auf andere Länder geworfen und meine "Do it yourself" Rente gebastelt. Alle interesannten Komponenten, in jungen Jahren, selbst hinzugefügt. Rentenversicherungen soweit gemiden und auf Aktien und Aktienfonds gesetzt, auch mit der Riester Rente auf Aktienfondbasis.
Eine Rentenversicherung nur als Betriebliche Altersvorsorge, mit einem Zuschuss von 20 % vom Arbeitgeber. Die gesparten Steuern, Sozialabgaben und die Zuschüsse gehen natürlich wieder dierekt in Aktien,Aktienfonds und Aktien-ETF´s.

Das Ergebnis gibt mir heute recht, ich habe soweit ausgesorgt und kann dies all den Jungen nur empfehlen rechtzeitig anzufangen.

Die Bundesregierung sollte es den Niederländern und Schweden gleich machen und eine verpflichtende Altersvorsorge in Aktien festzuschreiben.
Leider macht Herr Scholz mit einer geplanten Aktiensteuer das ganze zum Absurdum.
wize.life-Nutzer
Das kann auch ins Auge gehen, denn wenn man(n) wenig Rente bekommt und aufstocken muss, wird sowas angerechnet. Außerdem kann man, wenn man am Existenzminimum herumkrebst, selten vorsorgen.
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wize.life-Nutzer
Die Bundesregierung hat mit Niedriglohn, Mindestlohn und Leiharbeit arbeitende Menschen arm gemacht. Sie waren bei nierdigen Löhnen nicht in der Lage ,privat für die Rente vorzusorgen. Es haben die Jobcenter Arbeitssuchende oft vor die Wahl gestell annehmen oder Leistungskürzungen. Die einzigen, die davon profitiert haben, waren die Arbeitgeber. Heute gehen eine große Zahl der betroffenen Arbeitnehmer in die Altersrente und das Ergebnis ist die Altersarmut. Die Politik hat das Problem bewust übersehen, weil es erst nach 20 Jahren sichtbar wird.
Einem gesunder Menschenverstand sind die Folgen logisch. Jetzt ist die Politik nicht bereit, das von ihnen geschaffene Problem zu lösen.
wize.life-Nutzer
Bei dieser Betrachtung der Entwicklung sollte man die Jahre 1989/90ff nicht übersehen. Mir ist nicht bekannt, welche nennenswerten Vermögenswerte einer bankrotten Diktatur damals in das Rentensystem eingebracht wurden, um heute die entsprechenden Rentenansprüche mit zu decken.
wize.life-Nutzer
Die Rentenversicherung ist eine Umlagenversicherung d.h. die Beiträge werden gleich wieder ausgegeben.
Die Wiedervereinigung war richtig denn dadurch wurde die Teilung überwunden. Jetzt denjenigen ein Vorwurf zu machen, die im Osten Deutschland gelebt und gearbeitet haben, ist völlig absurd.
Auch diese Menschen haben ihren Beitrag für Deutschland geleistet.

Schuld an der Teilung sind wir selber, denn wir haben einen sinnlosen 2ten Weltkrieg angezettelt. Dieser fürhte dann bekanntermaßen zur Teilung.
Seien wir heute froh das die historische Chance ergriffen wurde, die Teilung zu überwinden und Grundlage für eienen dauerhaften Frieden und Wohlstand zu schaffen.

Im übrigen hatt jeder selber die Chance und Möglichkeit durch gezielte Vorsorge seine Rente aufzubesseren.
Das Problem ist nicht seit heute bekannt, sondern wurde schon vor Jahrzehnten von Kritikern bemängelt und von den Verbraucherorganisationen zur Eigenvorsorge angemahnt.
wize.life-Nutzer
Ein Vorwurf wurde niemandem gemacht, insofern widerlegst Du Etwas selbst ausgedachtes..
Die Frage steht nach wie vor im Raum, welche finanziellen Mittel für die Abdeckung der "neuen" millionenfachen Rentenansprüche eingebracht wurden.
Wohlklingende Worthülsen wie "historische Chance" usw. mögen in der Politik eine (z.T. auch mißbrauchte) Rolle spielen. Hier geht es aber nicht um Wohlklang, sondern um's Geld, das in der Versorgung der Rentner fehlt.
Schöne Worte helfen beim ALDI an der Kasse nichts, sie sind lediglich geeignet zur Rechtfertigung von Akteuren, die vermutlich nie beim ALDI einkauf(t)en.
wize.life-Nutzer
Das das Rentensystem so nicht zukunftsfähig ist, zeigt sich auch daran, daß immer weniger Betragszahler die Rente finanzieren sollen. Die Antwort der Politiker ist eine Erhöhung des Rentenalters. Kurz gesagt, es ist eine Langebankpolitik und Verschiebung des Problems in die nächste Legislaturperiode der nächsten Regierung, aber keine Lösung. Rentner haben keine Lobbyisten, die Druck machen.
wize.life-Nutzer
Da finden sich Aussagen die mich zu Begeisterungsstürmen motivieren!
Originaltext:"Schuld an der Teilung sind wir selber, denn wir haben einen sinnlosen 2ten Weltkrieg angezettelt. Dieser fürhte dann bekanntermaßen zur Teilung." Soviel Hundertjährige die beim Anzetteln dabei waren haben wir nicht mehr. Schuldzuweisungen an die welche das Pech haben in den Nachkriegsjahren geboren zu sein und an die noch späteren Generationen sind schon fast eine Frechheit! Wir bösen Deutschen sind am Leid der gesamten Menschheit schuld! Wann wurde bei uns die Sippenhaftung wieder eingeführt?
Originaltext:"Im übrigen hatt jeder selber die Chance und Möglichkeit durch gezielte Vorsorge seine Rente aufzubesseren." Erzähl das mal den Menschen die für den Mindestlohn arbeiten müssen! Die zahlen gerne jeden Monat in die private Rentenversicherung ein bei dem Vermögen das ihnen gezahlt wird.
wize.life-Nutzer
Die Vergangenheit können wir nicht ändern. Wir hatten die Chance, die Wiedervereinigung besser zu gestalten. In 30 Jahren hätten wir alle Defiziete und Unterschiede begleichen können und nicht, wie bis heute Unterschiede bei vielen Anlässen wie Lohn und Rente besonders zu betonen.
wize.life-Nutzer
@ Wolfgang Mortel: die DDR hat eine komplette Volkswirtschaft eingebracht, und DIE Fachkräfte, die in diesem Zeitraum beigetreten sin, waren auch welche. Die Leute, die kamen, wollten und konnten arbeiten.
Sicher waren viele Betriebe marode, einige nicht wirtschaftlich, aber die Treuhand hat ja den allergrößten Teil plattgemacht und nicht nur die, die gar nicht mehr zu halten waren. Das Geld, das die Treuhand beim Verscherbeln eingenommen hat- wo ist es??
Es wurde für ein paar Jahre u.a. auch der Lehrermangel behoben. u.v.a.m.
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wize.life-Nutzer
Firmen wurden für 1DM verkauft. Die Grundstücke waren Mill. wert. Wer hat sich da üppig bereichert. Die Arbeitsplätze sind weg und nach 30 Jahren deutscher Einheit nicht mal zur Hälfte neu ermöglicht. Für viele Arbeitnehmer gab es nur 2 Wege, ab in den Westen oder vom Jobcenter vertröstet zu werden. Fachkräfte saßen viele Jahre zu Hause und schrieben Bewerbungen für Arbeitsplätze die es nicht gab.
Die Gelder von privater Rentenversicherungen der DDR Bürger sind in die Rentenkasse der BRD eingeflossen. Das sollte an dieser Stelle auch mal gesagt werden.
wize.life-Nutzer
Ich mache keine Schuldzuweisungen sondern betrachte die Sache Historisch. leider war die Teilung Deutshlands als Folge des 2ten Weltkrieges. Letztendlich muss mann sich die Frage stellen: Wie wird die Rente in Zukunft finanziert ?

Ich glaube nicht das die junge Generation viel Lust hatt eine weitere Steigerung - der doch schon jetzt hohen - Steuern- und Abgabelast zu
hinzunehmen.

Vielleicht kommt die verpflichtende Altersvorsorge wie z.B. in der Schweiz und in Schweden ?
wize.life-Nutzer
Ein Weg aus der Renten-Finanzmisere wird auf jeden Fall erschwert durch diese ungedeckte Altlast aus 1989/90ff, nicht zuletzt auch durch das seit damals rel. deutliche und bis in die alten Bundesländer ausstrahlende Niedriglohn-Niveau, nicht zuletzt aufgrund mangelnder breiter globaler Konkurrenzfähigkeit.
Nachträgliche Legendenbildung kommt noch dazu, wenn vereinzelte schmale erfolgversprechende Sektoren wie vor 1989 gewohnt heute hochgejubelt werden.
Daß damals die 1. und 2. westliche Experten-Garnitur wenig Motivation hatte, sich dort in der bankrotten wirtschaftlichen und politischen Museumslandschaft sinnlos Nerven und berufliche Reputation zu schädigen, erscheint auch im Nachhinein klug und verständlich. So kamen dann halt oft, und auch nur mit zusätzlichem finanziellen Anreiz (z.B. sog. "Buschzulage"), die 3. und weitere Qualitätsabstufungen sowie die "Konkurrenz-Killer".
Mit dem saarländischen Dachdecker-Gehilfen Honecker samt seinen kongenialen Ehefrauen machte die DDR ja auf die Dauer auch keine so überragenden Erfahrungen.
wize.life-Nutzer
Ja, und die Lösung des Problems diesseits ?
Verpflichtende Altersvorsorge oder weiterhin die Steuer- und Abgabelast erhöhen ?
Oder auch in Kombination von beidem ?
wize.life-Nutzer
Als Erstes ist wohl Realismus angesagt: eine schnelle Lösung noch für diese Generation erscheint unwahrscheinlich, da wird es bei Fassaden-Kosmetik bleiben müssen.
Ob in der Politik überhaupt der Atem für die anstehende lange Renten-Planungsphase vorhanden wäre, kann man bezweifeln, wenn man an vergleichsweise einfache und trotzdem gefloppte Themen wie Internet-Abdeckung oder Abgas-Skandal denkt.

Letztenendes sind ja inzwischen viele unserer großen Systeme am Rande des Kollaps: Gesundheit, Verkehr, Altersversorgung, Bildung, Wohnen, ...
Daraus könnte man auch schließen, daß wir uns unseren bisherigen Lebens- und Politikstil eigentlich gar nicht (mehr) leisten können.

Vielleicht sollte man erstmal eine ganz andere Diskussion abwarten: über das sog. bedingungslose Grundeinkommen. Der Diskurs darüber könnte der show down schlechthin werden, vielleicht mit Klärung für die Zukunft.
Da sind wir ja erst ganz am Anfang, die Auswirkungen würden aber wohl lebenslang spürbar sein.

Und dann kann's ja auch mal richtig an's Eingemachte gehen: den "Export" von Arbeitssuchenden vorzugsweise im Niedriglohn-Sektor. Jahrzehntelang haben wir das bei etlichen anderen Ländern für ganz normal gehalten ("Gastarbeiter"), wer würde uns eine Garantie geben, daß das nicht auch uns treffen kann?
wize.life-Nutzer
Unser Rentensystem ist fast 70 Jahre alt. Alle Bedingungen haben sich geändert und da dürfen wir uns nicht wunden, daß es hinten und vorne klemmt. Wenn es unsere Nachbarn verstehen besser zu machen und die Menschen Rente bekommen, von der man leben kann, fehlt in Deutschland an politischem Willen das Problem zu lösen. Viele Rentner haben weniger als Hartz 4 zum Leben, wo bleibt da die Menschenwürde. Am Geld feht es in Deutschland nicht das System einmalig auf eine stabiele funktionierende Basis zu stellen.
wize.life-Nutzer
Unser heutiges Rentensystem geht, wie übrigens auch unser Krankenversicherungssystem, in seinen Grundlagen maßgeblich zurück auf Bismarck in der 2. Hälfte des 19. Jhrts..
Damals betrug die durchschnittliche Lebenserwartung gute 40 Jahre, lange und kostspielige Diagnostik und Therapien gab es nicht, man wurde entweder rel. schnell wieder "gesund" oder starb bald.
Klar, wenn man derart alte Systeme nicht laufend grundlegend (!) überprüft und anpaßt, kann man nach 150 Jahren kaum eine menschenwürdige Leistung erwarten.
wize.life-Nutzer
Politiker erhöhen als erste Amtshandlung nach einer Neuwahl ihre Bezüge. Da sind sich alle einig und stimmen sehr schnell zu. So schnell haben sie auch ihre Wähler vergessen, die sie mit Aufgaben in diese Position gebracht haben , die Probleme zu lösen und die Zukunft unseres Landes gestalten sollen.
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wize.life-Nutzer
Ein Gesamt-Lebens-Einkommen am unteren Rand kann auf keinen Fall ausreichen für eine auskömmliche hauptsächlich einkommensbasierte Rente.
Das sagt einem doch eigentlich der gesunde Menschenverstand und ist für Jedermann/frau offensichtlich, natürlich nur, wenn man/frau sich (rechtzeitig) dafür interessiert.
Volksmusik-Schunkelei, königliche Babies und Fußball-Tabellenstände helfen da eher weniger als ein Taschenrechner, ein Blatt Papier und ein Stift. Eigenverantwortung zumindest durch rechtzeitiges Interesse an der eigenen Situation ist gefragt.

Ausgesprochen kurzatmige Vorschläge, z.B. "mehr Einzahler" verschieben das Problem lediglich in die Zukunft, wenn die dann ihre Rente bekommen.

Entweder
- grundsätzliche Änderungen im Rentensystem
oder
- individuelle Lösungen

Würde mich freuen, dazu hier noch Konstruktives und Diskutables zu lesen.
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