Transparent an einer Berliner Hauswand: Grundrente jetzt!
Transparent an einer Berliner Hauswand: Grundrente jetzt!Foto-Quelle: imago images/Jürgen Heinrich
Führt zu Rentenkollaps: Mittelstandspräsident Ohoven gegen Grundrente

Von der Grundrente sollen ab 2021 mehr Senioren profitieren als geplant. Statt nach 35 Beitragsjahren sollen Minirenten bereits ab 33 Jahren erhöht werden. Doch Mittelstandspräsident Mario Ohoven wettert: Die Grundrente beschleunigt nur den drohenden Kollaps der Rentenversicherung. Es brauche eine grundlegende Reform.

"Die Grundrente ist nur durch einen Griff in die Rentenkasse zu finanzieren und verschärft so die Finanzierungsprobleme der Rentenversicherung, ohne das Problem der Altersarmut zu lösen", kritisiert Ohoven. Und weiter: "Der jährliche Bundeszuschuss zur Rente überschreitet bereits in diesem Jahr die Schwelle von 100 Milliarden Euro und steigt bis 2023 auf fast 114 Milliarden Euro an." Damit finanziere der Steuerzahler rund ein Drittel der Einnahmen der Rentenversicherung.

Ohoven fordert indes eine grundlegende Reform des Rentensystems. Dafür sollte der Staat zum einen die private Vorsorge durch steuerliche Anreize weit über die Riesterrente hinaus fördern. "Zum anderen muss die betriebliche Altersvorsorge als dritte Säule der Absicherung ausgebaut werden", so Ohoven.

Frauenanteil bei der Grundrente rund 70 Prozent

Die Grundrente soll dem Gesetzesentwurf zufolge gestaffelt werden und bei Rentnern, die 35 Versicherungsjahre auf dem Rentenkonto vorweisen können, die volle Höhe erreichen.

Durch die Änderung würden 1,4 Millionen Rentnerinnen und Rentner von der Grundrente profitieren, davon seien 70 Prozent Frauen, heißt es.

Auch interessant: Grundrente: Ungerecht und ineffizient - So zerpflücken Experten den Renten-Kompromiss

Ursprünglich war vorgesehen, dass langjährig Versicherte, die trotz mindestens 35 Beitragsjahren eine sehr niedrige Rente haben, einen Zuschlag erhalten. Diese Voraussetzung soll nun bereits zwei Jahre früher gelten.

Geschätzte Kosten: 1,4 Milliarden Euro

Die Kosten für die Grundrente mit der veränderten Zugangsvoraussetzung werden im Gesetzentwurf im ersten Jahr auf 1,4 Milliarden Euro veranschlagt und sollen laut dpa komplett aus Steuermitteln bezahlt werden.

Nach Angaben von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ging der Gesetzesentwurf bereits in die Abstimmung innerhalb der Bundesregierung. Heil: "Jetzt peilen wir eine zeitnahe Kabinettsbefassung an."

Im Video: Rentenniveau, Versorgungslücke, Eckrentner - Die wichtigsten Renten-Fragen einfach erklärt

55 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Wo bleiben denn die Abstriche dieser Herrschaften? Sie leisten keinen Beitrag in die Rentenkasse, halten aber die Hände gleich beide auf beim kassieren und das in einem Alter wo. das Rentenalter noch längst nicht erreicht ist. Noch dazu werden für ihre dummen Sprüche horrend bezahlt und schämen sich nicht bei ihren Diätenerhöhungen fett zu zuschlagen.
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wize.life-Nutzer
Also "Rundblick" ist nicht gleich Durchblick Frau Ohoven. Denn das sogeannte "Säulenrenten Gebäude" ist längst gescheitert. Wer soll denn im Niedriglohnbereich und als Leiharbeitnehmer fürs Alter selbst vorsorgen??? Das Projekt Riester ist der Lacher des Rentenmärchens der sogenannten SPD. Also geht es tatsächlich nur über die staatliche Absicherung der Rentekassen. Es ist im Hinblick der Zinspolitik der EZB der richtige Weg um den Strafzinsen zu entrinnen! Zudem kommen Rentenkassen mindernde Faktoren hinzu die nicht wegzuwischen sind....der Anderlass aus der Rentenversicherung für Sozialversicherungsfremdleistungen die sich als Schattenhaushalt des Bundes entpuppen und auch entlarvt sind.
wize.life-Nutzer
Ach und eines noch....uns wird laufend suggeriert das wir im Alter Abstriche machen müssen....es gibt Leute die auch unter die Artikel des GG fallen....die keine Abstriche machen und auch nicht machen müssen...
https://www.news.de/politik/85578244...minister/1/
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wize.life-Nutzer
Schluss mit lustig...wir haben vieles gewuppt .Deutschland will in der Welt oben mitspielen und im eigenen Land versagt es. Es wird Zeit das es zu einer Erhöhung des Rentenniveau auf mindestens 65% kommt. Schluss mit Ausreden.Milliarden gehen ins Ausland wir haben 1.5 Millionen Zuwanderen ein zuhause gegeben und bleiben hier selbst auf der Strecke.Alle sollten in Zukunft in die Rentenkasse einzahlen.... wenn man sieht wie unsere Minister die Steuergelder verblasen sind Ausreden inakzetabel.
wize.life-Nutzer
Aber wenn alle einzahlen, können Sie nicht 65% garantieren - mindestens nicht für die Einzahler mit höheren Verdiensten. Also ein Widerspruch der zeigt, dass der Vorschlag auch nur populistisch ist.
wize.life-Nutzer
Das ist nicht populistisch ....wir sind in der Eu auf den hintersten Plätzen was die Zahlung der Rente betrifft.Es wird sich über Gott und die Welt aufgeregt und gejammert aber wenn es darumgeht etwas zu tun damit es besser wird werden alle Fünfe gestreckt.Kein Wunder das hier Ämter schalten können wie sie wollen.
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wize.life-Nutzer
Günther, gebe dir VOLLKOMMEN 'RECHT... wir haben aufgebaut u. können nun sehen, wie wir etwas f. unser Alter selbst tun...??? Die Franzosen haben doch RECHT, aber uns oder hier vielen geht?s noch gut u. die bewegen ihre Hintern nicht auf die Straße... dank Merkel gehts uns doch PRIMA...???? Soviel "Kriminelles und wird immer mehr (lebe i. einer kl. Stadt u. selbst hier reicht`s aus, die Stadt muss aufbauen und Ordnung halten u. die "randalieren - kriegen doch schon volle Wohnungshäuser "saniert..." auch auf unsere Kosten - denn so muss Stadt Grundstücke u. sämtl. Gebühren ERHÖHEN. !?!?!? Und sämtl. Politiker "hängen doch an den Ämtern--- kriegen doch fette Diäten.... Merkel, Spahn!!!)
wize.life-Nutzer
Die Franzosen haben Recht???
Mit 42 verschiedenen Rentenkassen? Und Renteneintritt mit 59 - 62 Jahre? Das finden Sie vorbildlich? Ich nicht!
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wize.life-Nutzer
Wochenlang gab sich die französische Regierung unnachgiebig, doch jetzt beugt sie sich dem Druck der Demonstranten: Er sei bereit, auf das Renteneintrittsalter von 64 Jahren vorerst zu verzichten, erklärte überraschend Premierminister Philippe. Die französische Regierung ist bereit, vorerst auf den umstrittensten Punkt ihrer geplanten Rentenreform zu verzichten. Premierminister Philippe bot an, die stufenweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 64 Jahre bis 2027 aus dem Gesetzesentwurf zu streichen, wie er in einem Brief an die Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen schrieb. In Frankreich gab es wegen der Rentenpläne seit Wochen Streiks und Proteste. Nur Deutschland ist heute, nach 15 Jahren Merkel, der Staat mit dem geringsten privaten Haushaltsvermögen aller Euro-Länder, mit einer der höchsten Abgabenquoten weltweit und einem der geringsten Rentenansprüche EU-weit. Zudem ist unser Land seit 2015 Schauplatz einer zuwanderungsbedingten Ausländerkriminalität und Opfer einer gescheiterten Energie- und Wirtschaftspolitik. In Deutschland regieren Arbeiterverräter und Grüne. Und über all dem liegt Merkel wie eine Grabplatte, die sich auf Deutschland gelegt hat. AKK ist schon in den Startlöchern diese Politik fortzuführen.
wize.life-Nutzer
uhuh schlimm, schlimmer am schlimmsten. Und an ALLEM ist das Merkel schuld!
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wize.life-Nutzer
Für den geplanten Ausstieg aus der Kohle will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die Kraftwerksbetreiber mit mehr als 4 Milliarden Euro entschädigen. Für die deutschen Rentner hatte er nicht einmal 2 Milliarden Euro übrig. Betreiber von Kohlekraftwerken bekommen Milliardenentschädigungen für das vorzeitige Abschalten ihrer Anlagen. Olaf Scholz sagte in Berlin, Betreiber westdeutscher Kraftwerke erhielten 2,6 Milliarden Euro, Betreiber von Anlagen im Osten 1,75 Milliarden Euro.
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wize.life-Nutzer
Für den geplanten Ausstieg aus der Kohle will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die Kraftwerksbetreiber mit mehr als 4 Milliarden Euro entschädigen. Für die deutschen Rentner hatte er nicht einmal 2 Milliarden Euro übrig. Betreiber von Kohlekraftwerken bekommen Milliardenentschädigungen für das vorzeitige Abschalten ihrer Anlagen. Olaf Scholz sagte in Berlin, Betreiber westdeutscher Kraftwerke erhielten 2,6 Milliarden Euro, Betreiber von Anlagen im Osten 1,75 Milliarden Euro.
wize.life-Nutzer
Die Kraftwerksbetreiber sollen also entschädigungslos enteignet werden und die Beschäftigten, was geschieht mit denen? Diese ganze Energiewende kostet nun mal - oder man muss es eben lassen und so weiter machen wie bisher.
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wize.life-Nutzer
Vor 30 Jahren bekam man schon nach 25 Beitragsjahren die REGELALTERSRENTE. Ich habe mich nach 26 Beitrasjahren von der Beitragspflicht befreien lassen und hatte keinerlei Nachteile. Davon redet heute niemand mehr.
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wize.life-Nutzer
.... alle sollen einzahlen, nicht diese "fetten Diäten" auslassen; aber die MASSE ist der kl. Bürger u. der bringt Geld..... und diese vielen FEHLER???? alles bezahlt der kl. Bürger, die können doch "versauen... passiert doch nichts..."
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